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Magazin | 26.01.2026 | 09:00

Leon Riedels Kampf gegen den Krebs: "Fußball ist mein Anker"

Leon Riedel: "Fußball war mein Alltag, mein Ausgleich, mein Zuhause."[Foto: privat]

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Leon Riedel, 16, ist ein junger Fußballer. Seit 2025 spielt er in der U 16 des 1. FC Lok Leipzig. So weit, so normal. Was seine Geschichte allerdings auf tragische Art und Weise besonders macht: Im Juni 2023 wurde bei Leon Riedel Lymphknotenkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Über seinen Kampf gegen die Krankheit hat er das Buch "Ich atme. Ich lebe. Ich bin Leon – Mein härtester Kampf abseits des Spielfeldes" geschrieben, das am 3. Februar erscheinen wird. Im exklusiven FUSSBALL.DE-Interview erzählt Leon Riedel, warum auch der Fußball ein wichtiges Element war, um Mut und Hoffnung nie zu verlieren.

FUSSBALL.DE: Leon, lass uns gemeinsam eine Reise in deine Vergangenheit starten – zum 30. Juni 2023…

Leon Riedel: Das war ein Freitag, der alles in meinem Leben verändert hat. Ich stand zu Hause im Bad vor dem Spiegel und bemerkte beim Zähneputzen eine Beule am Hals.

Was hast du gedacht?

Riedel: Zunächst nichts Schlimmes. Ich dachte an eine Entzündung, vielleicht einen Insektenstich. Im Sommer kommt das ja immer wieder mal vor. Trotzdem habe ich gemeinsam mit meinen Eltern beschlossen, dass ich die Schule ausfallen lasse, um zum Arzt zu gehen.

Was geschah dort?

Riedel: Ich saß im Wartezimmer zwischen anderen Patienten, starrte auf die Wände, hörte das Blättern von Zeitschriften, leise Gespräche. Als ich aufgerufen wurde, ging ich mit meinen Eltern ins Behandlungszimmer. Der Arzt untersuchte mich gründlich, tastete die Lymphknoten ab, stellte Fragen. Er wirkte aufmerksam, fast zu aufmerksam. Ich bekam ein komisches Gefühl. Schließlich sagte er, dass er mich gern in die Klinik überweisen möchte. Nur zur Sicherheit. Er wolle weitere Tests machen lassen, um nichts zu übersehen.

Und dann?

Riedel: Sind wir in eine Kinderklinik gefahren. Dort wurde Blut abgenommen, ein Ultraschall gemacht und auch ein Röntgenbild. Und dann kam irgendwann der Arzt und sagte die zwei Sätze, die uns alle erschütterten: "Leon, wir haben Hinweise auf eine Krebserkrankung. Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Lymphdrüsenkrebs."

Was ist dir in diesem Moment durch den Kopf gegangen?

Riedel: Alles Mögliche. Ich habe den Arzt angestarrt, aber ich verstand seine Worte nicht. Ich konnte sie nicht einordnen. Es war, als würden sie an mein Ohr dringen, aber nicht bis zu mir durchdringen. Ich konnte es nicht glauben. Ich habe mich gefragt, ob ich meine Freunde wiedersehen werde. Ob ich nochmal Fußball spielen kann. Ich erinnerte mich an all die schönen Momente auf dem Platz: Jubel, Schweiß, Niederlagen, Siege, Freundschaft, Teamgeist. Momente, die mich geprägt und stark gemacht haben. Jetzt stand alles auf der Kippe. Es fühlte sich an, wie eine Beziehung, die plötzlich zu Ende ist. Ohne Vorwarnung, ohne Abschied. Einfach vorbei. Leere, Stille. Natürlich wird auch die Angst vor dem Tod plötzlich sehr real.

Wie bist du mit der Diagnose umgegangen?

Riedel: Auf der Rückfahrt vom Krankenhaus war alles still. Ich schaute aus dem Fenster, ohne wirklich etwas zu sehen. Mein Kopf war leer, mein Herz schwer. Zu Hause angekommen, ging ich direkt in mein Zimmer, schloss die Tür und ließ den Tränen freien Lauf. Ich weinte nicht laut. Es war ein leises, inneres Weinen. Ein Weinen, das weniger mit Angst zu tun hatte, sondern mit Überforderung. Ich war nicht wütend. Ich war nicht panisch. Ich war einfach nur total überfordert. Aber ich habe dann ziemlich schnell entschieden, dass ich den Kampf gegen den Krebs aufnehmen und ihn gewinnen werde.

"Solange man seinen inneren Antrieb nicht verliert, kann man jeden Gegner besiegen"

Klingt einfach. War es aber sicher nicht.

Riedel: Der Weg war und ist hart und unglaublich lang. Bis heute muss ich immer wieder mit Rückschlägen umgehen. Aktuell leide ich an einem Tumor-Fatigue. Das ist ein Erschöpfungssyndrom und ist eine Nachwirkung der Chemo. Das kommt immer wieder mal vor. Bei mir ist es leider besonders stark ausgeprägt. Ich kann nicht zur Schule gehen oder nur sehr sporadisch. An Sport und Fußball ist aktuell nicht zu denken. Ich liege fast den ganzen Tag im Bett und schlafe oder döse. Das belastet mich sehr.

Wird das wieder besser?

Riedel: Ich hoffe es und gehe auch fest davon aus. Aber sicher kann das niemand sagen.

Wie wichtig ist dir der Sport und speziell der Fußball?

Riedel: Unglaublich wichtig. Der Fußball war ein ganz wichtiger Wegbegleiter für mich in den dunkelsten Stunden während der Chemo. Häufig habe ich mir vorgestellt, dass ich auf dem Rasen stehe und Fußball spiele. Das hat mir sehr geholfen. Außerdem bin ich abends, wenn es im Krankenhaus ruhig geworden ist, in den Keller gegangen und habe dort Sport gemacht. Dort unten, weit weg vom Piepen der Maschinen, konnte ich vergessen, was gerade wirklich los war. Deshalb mochte ich vor allem die Zeit am Abend. Wenn viele Patienten in ihren Zimmern waren, dann zog ich noch mal los. Ich drehte meine Runden im Krankenhausflur. Ich lief nicht schnell, aber regelmäßig. Diese Spaziergänge wurden zu meinem ganz persönlichen abendlichen Ritual. Sie gehörten zu meinem Tag, wie das Atmen, das Training, der Fußball im Kopf.

Du hast über deine Erlebnisse und deinen Weg ein Buch geschrieben, das am 3. Februar mit dem Titel "Ich atme. Ich lebe. Ich bin Leon – Mein härtester Kampf abseits des Spielfeldes" erscheinen wird. Wie kam es dazu?

Riedel: Im Krankenhaus habe ich konkrete Pläne gemacht. Ich habe aufgeschrieben, was ich erreichen wollte, was möglich war, was ich mental und körperlich schaffen konnte. Es war eine Art Tagebuch. Das Schreiben hat mir geholfen. Daraus entstand die Idee zum Buch, das bald überall erhältlich sein wird. Ich freue mich sehr darauf. Für jedes Buch, das über meine Homepage leonriedel.de verkauft wird, spende ich einen Euro an die Elternhilfe für krebskranke Kinder in Leipzig. Ich möchte mit meinem Buch anderen Menschen helfen, die vielleicht eine ähnliche Diagnose haben und die den Weg ebenfalls gehen müssen, den ich gegangen bin. Und ich möchte Mut machen, dass man es schaffen kann. Ich will nichts beschönigen, denn es ist hart, es wird Rückschläge geben und man wird auch leiden. Aber man kann es schaffen.

Ein Kapitel trägt den Titel "Fußball im Kopf – Mein Antrieb". Warum?

Riedel: Weil Fußball immer meine Stärke war – mein Antrieb, meine Freiheit, meine Sprache. Schon als kleiner Junge war der Ball mein ständiger Begleiter. Er war mein Alltag, mein Ausgleich, mein Zuhause. Und plötzlich stand die Frage im Raum, ob ich all das verlieren könnte. Es war, als würde ein Teil von mir verschwinden. Der Fußball wurde dann zu meinem Anker. Er hat mir Halt und Struktur gegeben, als das Chaos über mich hereingebrochen ist. Wichtig war nur, dass ich weitermache und dass ich nicht vergesse, wofür ich kämpfe. Ich wollte gesund werden. Und ich wollte wieder auf den Platz. Fußball ist für mich mehr als nur ein Sport. Er ist meine Leidenschaft, meine ganz große Liebe.

Hast du nie gezweifelt?

Riedel: Doch, natürlich. Ich habe gelernt, dass Zweifel ein ständiger Begleiter sind. Aber ich habe auch gelernt, dass der eigene Antrieb stärker sein muss als jede Unsicherheit. Nicht die Zweifel dürfen entscheiden, wo dein Weg endet, sondern deine Entschlossenheit, ihn trotzdem weiterzugehen. Was mich besonders geprägt hat, ist Disziplin. Motivation kommt und geht. An manchen Tagen wachst du auf und fühlst dich stark und unbesiegbar. An anderen Tagen willst du einfach nur aufgeben. Disziplin bleibt. Disziplin ist die Entscheidung, auch dann weiterzumachen, wenn die Motivation verschwunden ist. Disziplin wurde für mich zu einer der wichtigsten Lektionen überhaupt.

Im Januar 2025 hast du eine weitere wichtige Entscheidung getroffen: Du bist zu Lok Leipzig gewechselt. Wie ist da der aktuelle Stand?

Riedel: Am Anfang lief es gut. Ich konnte zeitweise zweimal oder sogar dreimal in der Woche trainieren. Auch spielen ging. Aber dann hat mein Körper leider nicht gut reagiert und das Erschöpfungssyndrom hat mich weit zurückgeworfen.

Hattest du den Traum, Fußballprofi zu werden?

Riedel: Den habe ich immer noch. Aber natürlich ist das im Moment unglaublich weit weg. Ich muss jetzt erstmal wieder fit werden. Das wird dauern, das wird lange dauern. Ich träume trotzdem davon, irgendwann irgendwo im Ausland Fußball zu spielen. Träume und Ziele sind wichtig.

Die Diagnose, die dein Leben verändert hat, liegt inzwischen zweieinhalb Jahre zurück. Was nimmst du heute aus dieser schweren Zeit mit?

Riedel: Dass Erfolg nicht aus Toren besteht, sondern aus Mut. Aus der Entscheidung, weiterzugehen, wenn alles gegen dich spricht. Der Fußball hat mich das gelehrt – und er hat mich durch die dunkelste Zeit getragen. Heute weiß ich: Solange man seinen inneren Antrieb nicht verliert, kann man jeden Gegner besiegen. Und meiner war in dieser Zeit nicht irgendein Gegner – sondern einer der härtesten überhaupt. Aufgeben ist keine Option.

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