Schult: "Amateurfußball versprüht unheimlich viel Charme"
Die ehemalige deutsche Nationaltorhüterin Almuth Schult hat bei ihrem Heimatverein ihr Comeback im Amateurfußball gegeben. Hier spricht sie darüber.
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Lahm (M.): "Als erfolgreicher Fußballer habe ich eine Vorbildfunktion und große Verantwortung."[Foto: Foto: picture-alliance/DFB]
Die Philipp Lahm-Stiftung hat am Montagabend in Wolfsburg den Sepp-Herberger-Award 2026 in der Kategorie "Fußball-Stiftung" von der DFB-Stiftung Sepp Herberger erhalten. Der DFB-Ehrenspielführer fühlt sich "sehr geehrt - der Preis ist für mich eine starke Motivation, meine Stiftungsarbeit auszubauen."
Im FUSSBALL.DE-Interview erklärt der Kapitän der Weltmeisterschaft von 2014, warum er sich sozial engagiert und wie er auf den Titelgewinn vor zwölf Jahren in Brasilien zurückschaut.
FUSSBALL.DE: Philipp Lahm, was bedeutet es Ihnen, für Ihre Stiftungsarbeit nun den Sepp-Herberger-Award erhalten zu haben?
Philipp Lahm: Wenn ich sehe, welche tollen Projekte unter anderem in den Bereichen Handicapfußball oder Resozialisierung bislang mit dem Award ausgezeichnet wurden, dann macht mich die Auszeichnung natürlich sehr stolz. Sie ist für mich eine starke Motivation, meine Stiftungsarbeit weiter voranzutreiben und auszubauen.
"Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass Kinder und Jugendliche in diesem Land ein gutes und bewusstes Leben führen können - und dass unsere Gesellschaft wieder stärker zusammenwächst"
Was treibt Sie an? Warum engagieren Sie sich in so hohem Maße gesellschaftlich und sozial?
Lahm: Als erfolgreicher Fußballer und Person des öffentlichen Lebens habe ich eine Vorbildfunktion. Damit geht für mich eine große Verantwortung einher. Ich möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben. Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass Kinder und Jugendliche in diesem Land ein gutes und bewusstes Leben führen können - und dass unsere Gesellschaft wieder stärker zusammenwächst. Der soziale Aspekt war mir auch als Turnierdirektor der EURO 2024 sehr wichtig.
Welche Themenfelder liegen Ihnen besonders am Herzen?
Lahm: Mit meiner Stiftung konzentriere ich mich einerseits auf die Vermittlung von Kompetenzen in den Gesundheitsbereichen Ernährung, Bewegung und Persönlichkeit an Kinder und Jugendliche, um sie für die Zukunft resilient zu machen. Und zum anderen geht es mir um die Stärkung von Vereinen und des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland. Deshalb habe ich im Zuge der EURO 2024 die Plattform "treffpunkt verein" initiiert. Dort setze ich mit meiner Stiftung gemeinsam mit Partnern Projekte um, die Vereine unterstützen und Ehrenamtlichen Wertschätzung ausdrücken. Für mich als Vereinskind ist ehrenamtliches Engagement das Rückgrat unserer Gesellschaft - ohne dieses Engagement gäbe es keine Vereine, die als Orte der Begegnung, Gesundheit und Wertevermittlung so wichtig sind für unser Land.
Warum ist der Fußball ein wichtiges Instrument Ihrer Stiftungsarbeit?
Lahm: Der Fußball mit seinen Millionen Vereinsmitgliedern ist die mit Abstand populärste Sportart in Deutschland. Das heißt, er bringt alle gesellschaftlichen Gruppen und Menschen jeden Alters zusammen. Darin steckt ein riesiges Potenzial, weil Begegnung in einer vielfältigen Gesellschaft so bedeutsam ist. Stiftungsarbeit kann dabei helfen, dieses Potenzial noch stärker auszuschöpfen.
Wie intensiv verfolgen Sie die Arbeit der DFB-Stiftung Sepp Herberger?
Lahm: Als Kuratoriumsmitglied werde ich regelmäßig über die Arbeit der Stiftung informiert und gestalte sie mit. Im vergangenen Jahr war ich bei der Preisverleihung mit dabei. Ich freue mich insbesondere darüber, dass viele Projekte, die von Vereinen an der Basis umgesetzt werden, ausgezeichnet werden. Das sind wichtige Signale an die Ehrenamtlichen in den Vereinen: "Eure Arbeit wird gesehen und ist wertvoll!"
"Wir hatten bei der WM 2014 einen unglaublichen Teamgeist und wollten diesen Titel unbedingt"
Sepp Herberger hat die deutsche Nationalmannschaft 1954 als Trainer zum WM-Titel geführt. Sie waren 2014 beim Titel in Brasilien Kapitän des DFB-Teams. Fast zwölf Jahre sind seitdem vergangen. Wie schauen Sie heute auf das Turnier - und alles, was danach passiert ist - zurück?
Lahm: Es war eine wunderschöne Zeit in Brasilien, der WM-Gewinn ist natürlich einer der absoluten Höhepunkte meiner Karriere. Wir hatten damals einen unglaublichen Teamgeist und wollten diesen Titel unbedingt. Die hunderttausenden Menschen, die uns nach unserer Rückkehr aus Brasilien in Berlin empfangen haben, haben noch mal gezeigt, was eine Fußball-WM mit einem Land machen kann. Deshalb war es mir auch eine große Freude, die EURO 2024 als Turnierdirektor begleiten zu dürfen. Solche Sportgroßveranstaltungen sind wichtig, um die Menschen zusammenzubringen. Sie können Identität und Zusammenhalt stiften.
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