Ex-Profi Manfred Starke in der Oberliga: "Ehrgeiz ist genauso groß"
Nach 262 Drittligaspielen hat Manfred Starke das Kapitel nach seiner Profikarriere aufgeschlagen und läuft in der NOFV-Oberliga Süd für den FC Einheit Rudolstadt auf.
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Panel-Talk bei der SPOBIS 2026: Über Erfolgsfaktoren großer Sportevents und die zentrale Rolle des Ehrenamts.[Foto: Volkswagen]
Eine Europameisterschaft im eigenen Land wie die UEFA WOMEN´S EURO 2029 in Deutschland bietet enorme Chancen im Frauen- und Mädchenfußball im Amateurbereich. Doch wie können diese genutzt werden und was muss getan werden, sodass die Vereine nachhaltig davon profitieren? Im Rahmen eines von Volkswagen organisierten Panel-Talks bei der SPOBIS 2026, der größte Sportbusiness-Kongress Europas, diskutierten Nationalspielerin Sophia Kleinherne vom VfL Wolfsburg, Mark Schober (Vorstandsvorsitzender Deutscher Handballbund), Jürgen Eißmann und Patrick Kisko (beide DFB EURO GmbH) sowie Josephine Finck (Volkswagen AG) über Erfolgsfaktoren großer Sportevents, Chancen und Herausforderungen für die Vereine im Frauen- und Mädchenfußball und die zentrale Rolle des Ehrenamts.
Zu Beginn stand die Frage im Mittelpunkt, wie aus großen Visionen nachhaltige Wirkung im Frauen- und Mädchenfußball in Deutschland entstehen kann, ganz im Sinn der Strategie Frauen im Fußball FF27 des DFB. Einigkeit herrschte darüber, dass Großevents wie eine Europameisterschaft nur dann erfolgreich sind, wenn sie frühzeitig auf langfristige Ziele ausgerichtet werden.
"Ein Turnier ist dann erfolgreich, wenn es für Spielerinnen spürbar etwas verändert - nicht nur für ein paar Wochen, sondern dauerhaft", sagte Nationalspielerin Sophia Kleinherne. "Dazu gehören bessere Trainingsbedingungen, verlässliche Strukturen und vor allem Perspektiven für Mädchen, die heute in den Vereinen anfangen."
Mark Schober brachte die Erfahrungen aus dem Handball ein und betonte die Bedeutung klarer Verantwortlichkeiten: "Nachhaltigkeit entsteht nicht von selbst. Man braucht klare Governance-Strukturen, messbare Ziele und vor allem die konsequente Einbindung der Basis. Die Vereine und Verbände müssen von Anfang an Teil des Prozesses sein."
Im zweiten Teil der Veranstaltung rückte die WEURO 2029 konkret in den Mittelpunkt. Patrick Kisko gab Einblicke in den Vergabeprozess und die nächsten Schritte nach der Entscheidung für den Austragungsort Deutschland.
"Das Thema Legacy hat bereits im Bidding eine zentrale Rolle gespielt", erklärte Kisko. "UEFA und DFB verfolgen das gemeinsame Ziel, dass die WEURO 2029 weit über das Turnier hinaus wirkt - strukturell, gesellschaftlich und sportlich. Gerade der Amateurfußball bietet hier enormes Potenzial."
Für Nationalspielerin Sophia Kleinherne ist die Europameisterschaft im eigenen Land auch aus emotionaler Sicht von großer Bedeutung: "Als ich jung war, hätte ein solches Turnier in Deutschland unglaublich viel ausgelöst. Sichtbarkeit ist entscheidend - sie motiviert Mädchen, im Fußball zu bleiben, und gibt Vereinen Rückenwind."
Einen besonderen Schwerpunkt bildete das Thema Ehrenamt und Volunteering. Josephine Finck, Ehrenamtsbeauftragte der Volkswagen AG, machte deutlich, dass Unternehmen hier eine wichtige Brückenfunktion einnehmen können. Sie betonte, wie wichtig es wäre, das Unternehmen Möglichkeiten schaffen, um beispielsweise Mitarbeitende für ehrenamtliche Tätigkeiten freizustellen. Hier sei es für Ehrenamtler besonders wichtig, den Dialog mit ihren Arbeitgebern zu suchen.
Auch Patrick Kisko sieht darin einen entscheidenden Hebel: "Wenn es gelingt, Volunteers nach dem Event für den organisierten Sport zu gewinnen, entsteht ein echter Mehrwert für die Vereine. Genau daran arbeiten wir im Legacy-Programm."
Als Hauptpartner des Deutschen Fußball-Bundes unterstreicht Volkswagen mit der Veranstaltung sein klares Bekenntnis zum Fußball in seiner gesamten Breite - von den Amateurvereinen über das Ehrenamt bis hin zum Spitzensport.
"Unser Engagement im Fußball endet nicht im Stadion", betonte Gerd Voss bei der Begrüßung im Namen von Volkswagen. "Als Partner des DFB verstehen wir uns als Ermöglicher - für nachhaltige Strukturen, für Teilhabe und für Entwicklungschancen im Frauen- und Mädchenfußball auf allen Ebenen."
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