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Aufholjagd |22.06.2022|12:00

Strohmaier und das "Wunder" von Hallbergmoos

Matthias Strohmaier: "Ich bin nicht gekommen, um nach einem halben Jahr wieder zu gehen."[Foto: VfB Hallbergmoos]

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Hallbergmoos, 9000-Einwohner-Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Freising. Hier spielt der VfB Hallbergmoos, der in der Rückrunde der Bayernliga Süd eine fast unglaubliche Aufholjagd bis zum Klassenverbleib hinlegte. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Trainer Matthias Strohmaier (28) über seine Erfolgsformel, das luxuriöse Vereinsumfeld sowie Training unter Erik ten Hag und Pep Guardiola.

FUSSBALL.DE: Mit dem VfB Hallbergmoos gelang Ihnen in der Rückrunde der abgelaufenen Bayernliga Süd-Saison eine unglaubliche Aufholjagd. Wie war das nach nur zwei Siegen aus den ersten 19 Spielen nocn möglich, Herr Strohmaier?

Matthias Strohmaier: Zunächst einmal habe ich immer an das Team geglaubt. Hätte ich das nicht getan, hätte ich sicher nicht für den Job zugesagt, als der VfB mit neun Zählern Tabellenletzter war. Den Glauben konnten wir als Trainerteam dann auch zurück in die Köpfe der Spieler bringen. Hinzu kam, dass wir uns in der Winterpause punktuell gut verstärken konnten und gemeinsam einen brutalen Teamspirit entwickelt haben. Fitnesstechnisch haben alle noch einmal eine Schippe draufgelegt - das beweisen auch die vielen Last-Minute-Siege und Aufholjagden in der Rückrunde. Mit das Wichtigste und damit auch der Schlüssel zum Erfolg war aber unsere deutliche Verbesserung in der Defensive. Wir sind als Schießbude der Liga mit 51 Gegentreffern in die zweite Saisonhälfte gegangen. In der Rückserie waren wir mit nur 15 Gegentoren dann sogar das Team mit der besten Abwehr. Diese Entwicklung ist sensationell und macht mich extrem stolz.

Die irre Aufholjagd mündete dann in der Relegation, in der es gegen den TSV Neudrossenfeld um den Klassenverbleib ging. Wie haben Sie die Spiele erlebt?

"Es wäre fantastisch, wenn ich die Hospitation bei Erik ten Hag demnächst in Manchester nachholen könnte"

Strohmaier: Es war der perfekte Abschluss einer wahnsinnigen Rückrunde. Die Relegationsspiele hatten alles zu bieten, was wir am Amateurfußball lieben: Viel mehr Drama und Emotionen hätte es nicht geben können. Das sind Momente fürs Leben, die wir auch noch einige Jahre später zu schätzen wissen. Wir haben mit unserer erfolgreichen Aufholjagd und dem Klassenverbleib etwas geschafft, was nicht vielen gelingt.

Was waren im Januar die ersten Schritte nach Ihrem Amtsantritt?

Strohmaier: Ich bin es ähnlich angegangen, wie bei meiner vorherigen Station Türkspor Augsburg. Auch dort war die Ausgangslage schwierig. Sowohl in Augsburg als auch bei Hallbergmoos habe ich den Spielern klargemacht, dass der Erfolg zunächst einmal über Leidenschaft und eine erfolgreiche Arbeit gegen den Ball zurückkommt. Erst danach macht es Sinn, sich mit dem Spiel mit Ball zu beschäftigen. In beiden Fällen hat es funktioniert. In Augsburg hatten wir sogar die ersten vier Begegnungen zu Null gewonnen.

Sie sagten kürzlich, dass die Infrastruktur beim VfB Hallbergmoos sehr gut und sogar besser als beispielsweise bei Ihrem Ex-Klub 1. FC Schweinfurt 05 aus der Regionalliga Bayern sei. Führen Sie das gerne einmal aus - schließlich ist Hallbergmoos eine kleine Gemeinde mit gerade einmal 9000 Einwohnern!

Strohmaier: Mir ist klar, dass die Aussage neugierig macht. (lacht) Der 1. FC Schweinfurt 05 ist sicher sportlich ein anderes Kaliber, als wir es in Hallbergmoos sind. Und ich kenne auch die aktuelle Infrastruktur in Schweinfurt nicht genau, sondern beziehe mich mit meiner Aussage ausschließlich auf meine eigene Zeit im Verein von 2017 bis 2019. Auch damals wollte der Klub schon unbedingt hoch in die 3. Liga. Es ist auch nicht so, dass sich Schweinfurt mit seiner Infrastruktur verstecken muss. Aber ich bin ehrlich: Als ich zum ersten Mal nach Hallbergmoos kam, dachte ich mir nur: Leck‘ mich am Arsch, wo bin ich denn hier gelandet? (lacht)

Jetzt sind wir noch gespannter!

Strohmaier: Die Infrastruktur ist für einen Klub aus der Bayernliga fast schon zu professionell. Wir haben unter anderem ein neues Stadion, zwei Trainingsplätze, zwei Kabinen mit Fitnessräumen, eigene Besprechungsräume mit Beamer und ein komplettes Videoanalysetool. Auch die Gästeteams kommen in den Genuss einer neuen und modernen Kabine. Dieses hochmoderne und professionelle Vereinsumfeld kommt aber nicht von ungefähr. Wir arbeiten eng mit dem Internationalen Fußballinstitut in Ismaning zusammen, an dem zum Beispiel unser Sportlicher Leiter Anselm Küchle arbeitet. Es liegt daher nahe, mit der Technik, die am Institut für das Vermitteln von theoretischen und praktischen Inhalten genutzt wird, auch bei uns zu arbeiten. Und eine Sache kommt sogar noch dazu: Durch unsere Zusammenarbeit mit dem nah gelegenen Münchner Flughafen stehen uns für Auswärtsfahrten immer die besten Busse zur Verfügung. Wir haben beim VfB Hallbergmoos insgesamt eine kleine Wohlfühloase. Auch deshalb sehe ich hier mittelfristig viel Potential.

Sprich: In Hallbergmoos ist zukünftig auch mehr als Bayernliga-Fußball möglich?

Strohmaier: Nach der turbulenten Rückrunde samt Relegation sollten wir auf sportlicher Ebene erst einmal kleine Brötchen backen. Wichtig ist, dass wir unsere Entwicklung fortsetzen, um diesmal nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Das wird alles andere als einfach. Wir haben nur eine kurze Sommerpause, nachdem wir in der Relegation im Einsatz waren. Dadurch wird der Saisonstart im Juli für uns doppelt herausfordernd.

Mal salopp gefragt: Sind die gegnerischen Teams bei Auswärtsspielen in Hallbergmoos aufgrund der "luxuriösen" Infrastruktur noch zusätzlich motiviert?

Strohmaier: Das kann man so sagen. Wir müssen uns auch immer mal wieder einen flapsigen Spruch gefallen lassen. Manche Gegner haben uns auch schon FC Flughafen getauft. (lacht) Aber damit kommen wir klar. Es ist eben nicht normal, so gute Rahmenbedingungen in der 5. Liga zu haben. Ich sage unseren Spielern auch immer wieder, dass sie gar nicht wissen, wie gut sie es eigentlich haben. Teilweise kommen gegnerische Spieler mit Zweit- und Drittligaerfahrung zu uns und sagen: "Was habt ihr denn hier für eine Wahnsinns-Anlage?"

Obwohl Sie erst 28 Jahre sind, haben Sie bereits einige Spielzeiten Trainererfahrung. Wie kam es zu Ihrem frühen Einstieg ins Trainergeschäft?

Strohmaier: Ich war zwar Profi in Liechtenstein beim FC Vaduz und in Schweinfurt zumindest schon nah dran am Profibereich in Deutschland. Aber mit 25 Jahren habe ich gemerkt, dass es für die große Spielerkarriere nicht reichen wird. Statt also weitere Jahre vergeblich auf den großen Sprung zu hoffen, wollte ich lieber früh Trainer werden. Der Trainerjob hatte mich bereits länger gereizt - spätestens seit meiner Zeit bei der U 23 des FC Bayern München.

Dort erlebten Sie als Spieler unter anderem den künftigen Manchester-United-Coach Erik ten Hag, Zu dieser Zeit war Pep Guardiola Cheftrainer der Profis. Wie war es, unter so großen Trainernamen zu spielen?

Strohmaier: Die Zeit bei Erik ten Hag hat mich definitiv geprägt. Die Inhalte, die er uns gelehrt hat, waren für mich faszinierend. Ich habe nirgendwo mehr über Fußball gelernt, und mir war klar: Das will ich später auch machen. Auch die Trainingseinheiten unter Pep Guardiola haben sicher ihren Teil zu diesem Entschluss beigetragen.

Erik ten Hag war zuletzt fünf Jahre Trainer bei Ajax Amsterdam, jetzt übernimmt er Manchester United. Haben Sie noch Kontakt?

Strohmaier: Tatsächlich ja. Wir stehen immer mal wieder im Austausch, und eigentlich hätte ich bei Ajax Amsterdam hospitiert. Leider kam Corona dazwischen. Es wäre fantastisch, wenn ich die Hospitation demnächst in Manchester nachholen könnte. Es ist auf jeden Fall überragend, dass ich Kontakt zu einem der gefragtesten Fußballtrainer der Welt habe.

Er hat Sie aber noch nicht gefragt, ob Sie sein Assistent in Manchester werden?

Strohmaier: Natürlich nicht, sonst wäre ich doch längst weg. (lacht) Spaß beiseite: Sicherlich gibt es aktuell die eine oder andere Anfrage, wenn auch nicht aus der Premier League. Aktuell passt es aber für mich in Hallbergmoos perfekt und ich bin nicht gekommen, um nach einem halben Jahr wieder zu gehen. Ich möchte die Mannschaft weiterentwickeln und das volle Potenzial aus ihr herausholen.

Wie würden Sie sich als Trainertypen beschreiben?

Strohmaier: Als einen sehr emotionalen Trainer. Dass ich sehr laut an der Seitenlinie bin, können wohl alle im Verein bestätigen. (lacht) Mich zeichnet aber auch meine Begeisterungsfähigkeit aus. Mir haben schon viele Leute gesagt, dass man bei mir das Feuer und den Enthusiasmus für meine Arbeit von der ersten Sekunde an spürt. Dieses Feuer versuche ich tagtäglich auf meine Spieler zu übertragen.

Sie sind gleichzeitig auch noch Spieler, kamen aber - auch aufgrund eines Achillessehnenrisses - nur zu wenigen Einsätzen. Wie schwer fällt es Ihnen, zwischen den Aufgaben als Trainer und Spieler hin und her zu wechseln?

Strohmaier: Es ist schon nicht immer einfach. Ich weiß, dass ich dem Team auf dem Platz noch helfen kann. Allerdings ist mir auch bewusst, dass ich dann meine Traineranweisungen etwas vernachlässigen muss. Vor allem, wenn wir gegen den Ball arbeiten, ist es wichtig, dass ich die Jungs anleite und viel mit ihnen rede. Dementsprechend muss ich immer abwägen: Wie bin ich der Mannschaft aktuell die größere Hilfe? Da ich mittlerweile meinen Körper immer mehr spüre, ist es aber auch gar nicht schlimm, dass ich zuletzt mehr Trainer als Spieler war. Der Job macht mir extrem viel Spaß und ich muss nicht mehr zwingend auf dem Platz stehen, um glücklich zu sein.

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