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Gießelmann (l.): "Ich habe hier meine gesamte Jugend verbracht und noch viele Freunde."[Foto: TSV Godshorn]
Niko Gießelmann ist wieder da, wo er mit dem Fußballspielen angefangen hat. Nach 15 Jahren im professionellen Bereich trägt der 34-Jährige nun in der Landesliga Hannover wieder das Trikot des TSV Godshorn. Gießelmann hatte seinen Jugendklub 2005 verlassen, um nach der Zwischenstation beim SC 1945 Langenhagen für Hannover 96 II, die SpVgg Greuther Fürth, Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Union Berlin aufzulaufen.
"Dass Niko wieder bei uns ist, ist für uns als Verein eine tolle Geschichte", sagt Lucas Düwerth, Spartenleiter Fußball beim TSV Godshorn, im Gespräch mit FUSSBALL.DE. "Seine Verbundenheit zum Verein und zum Ort Godshorn ist auch nach all den Jahren noch groß. Da auch noch viele Kumpels von ihm bei uns spielen - einige davon in unserem zweiten Herrenteam - war auch keine große Überzeugungsarbeit notwendig."
Der Ex-Profi selbst bekräftigt, dass es für ihn schon immer ein Wunsch war, "noch einmal für die 1. Herren vom TSV aufzulaufen", so Niko Gießelmann. "Nachdem ich im letzten Sommer bewusst alle Profi-Angebote abgelehnt habe, weil sie einfach zu weit weg von Zuhause waren, stand für mich fest: Ich will zurück zu meiner Familie. In dieser Zeit ist die Idee gereift, wieder in Godshorn anzugreifen."
"Dass es jetzt auch noch pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum klappt, passt einfach zu 100 Prozent"
Schon zuvor war Frank Gießelmann bei jedem Heimspiel des TSV Godshorn dabei. Der Vater des ehemaligen Profis ist Präsident der Godshorner Fangemeinschaft "Fußballfreunde", die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Klub "immer da tatkräftig zu unterstützen, wo Hilfe geleistet werden kann", sagt Lucas Düwerth über das Engagement. Dadurch entstand vor einiger Zeit unter anderem die Tribüne der am Spielplatzweg gelegenen Spielstätte.
Einen wesentlichen Pluspunkt des TSV Godshorn sieht Lucas Düwerth im Miteinander. "Wir bekommen immer wieder die Rückmeldung: Wer einmal hier war, dem fällt es schwer, eines Tages zu gehen." Dabei herrscht auch im wahrsten Sinne des Wortes eine familiäre Atmosphäre. Mit Thomas Düwerth ist der Vater des 29-Jährigen stellvertretender Spartenleiter. Betreut wird das erste Herrenteam von Cheftrainer Guido Schustereit und dessen Bruder Jens als Co-Trainer.
Zwischen Lucas Düwerth und Niko Gießelmann ging es seit dem zurückliegenden Sommer darum, ob sich der ehemalige Linksverteidiger eine Rückkehr vorstellen kann. "Wir sind damals so verblieben, dass wir uns im Winter konkreter darüber unterhalten." Beim Schritt in den Amateurbereich stand für Niko Gießelmann fest: "Wenn, dann nur der TSV! Ich habe hier meine gesamte Jugend verbracht, bin hier aufgewachsen und habe noch so viele Freunde im Verein. Dass das jetzt auch noch pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum klappt, passt einfach zu 100 Prozent."
Beim zurückliegenden 0:4 in der Partie beim STK Eilvese trug Niko Gießelmann erstmals das eigens für das Jubiläum organisierte Sondertrikot. Der gebürtige Hannoveraner lief nach 122 Bundesliga-Einsätzen, 194 Begegnungen in der 2. Bundesliga sowie Partien in der UEFA Europa League (sieben) und der UEFA Conference League (fünf) im defensiven Mittelfeld auf.
"Schon im ersten Spiel für uns war seine höherklassige Erfahrung auf dem Platz zu spüren", betont Lucas Düwerth. "Die Mitspieler können viel von ihm lernen. Niko lässt dabei seine Karriere überhaupt nicht raushängen. Ganz im Gegenteil. Er ist ein total bodenständiger Typ." Dass Gießelmann nun wieder für den TSV Godshorn am Ball ist, hat sich nicht nur im Ort und im benachbarten Hannover "längst herumgesprochen". Auch überregional fand der Wechsel Beachtung. So berichteten unter anderem auch Berliner Zeitungen darüber. In der Bundeshauptstadt war Niko Gießelmann von 2020 bis 2023 aktiv.
"Die erhöhte Aufmerksamkeit ist etwas, was wir auch mit Blick auf unser Jubiläum nutzen können. Schließlich erlebt man nicht immer einen 100-jährigen Geburtstag." Nach der laufenden Spielzeit sind Sommerfeste geplant, ehe am 31. Oktober bei einem großen Ball in den 1. November - das Gründungsdatum des Vereins - reingefeiert wird.
Zu diesem Zeitpunkt soll der TSV Godshorn auch weiterhin der Landesliga Hannover angehören. Derzeit beträgt der Vorsprung auf die insgesamt fünf Abstiegsplätze lediglich drei Punkte. Allerdings haben einige Konkurrenten derzeit noch bis zu vier Partien weniger absolviert. "Den direkten Duellen mit den Mitkonkurrenten wird eine besondere Bedeutung zukommen", glaubt Lucas Düwerth.
So wird der TSV Godshorn zum Beispiel gegen den Tabellennachbarn SSG Halvestorf-Herkendorf nicht nur das Hin- (Dienstag, 14. April, ab 19 Uhr), sondern auch das Rückspiel (Samstag, 16. Mai, ab 15 Uhr) noch bestreiten. Ex-Profi Niko Gießelmann soll unter anderem in diesen Duellen ein wichtiger Faktor sein. "Er wird die Spiele nicht alleine für uns entscheiden können, aber die anderen Jungs führen und anleiten."
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