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Starke Aktion |24.12.2020|14:00

Verein(t) gegen Rassismus

[Foto: Verein(t) gegen Rassismus]

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Am 25. Mai starb der Afroamerikaner George Floyd in Minneapolis aufgrund massiver Polizeigewalt. Ein Polizist hatte mehr als acht Minuten lang sein Knie in Floyds Nacken gedrückt, selbst noch als dieser bereits nicht mehr bei Bewusstsein war. Die Video-Aufnahmen des Vorfalls sorgten auch in Deutschland für große Protest-Demonstrationen und machten die Bewegung "Black Lives Matter" einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Auch der Profifußball spielte in dieser Phase eine Rolle. Junge Bundesligaprofis wie Marcus Thuram, Jadon Sancho, Achraf Hakimi oder Weston McKennie zeigten in den Stadien ihre Anteilnahme und ihren Protest.

"Das Engagement der Profis war vorbildlich", sagt Lukas Zimmer vom Verein "Lokales Bündnis für Familien" in Saarburg im Gespräch mit FUSSBALL.DE . "Jedoch ist Rassismus ein gesamtgesellschaftliches und strukturelles Problem, welches überall auftritt. Mir kam es allerdings so vor, dass es im Amateurfußball noch ein bisschen untergeht." Aus diesem Grund wurde eine Kampagne ins Leben gerufen, deren Koordinator Zimmer ist. Nachdem man im Spätsommer neun Vereine der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell für die Aktion gewinnen konnte, entwarf man gemeinsam ein Banner, welches die zentrale Botschaft beinhaltet "Flagge zeigen. Verein(t) gegen Rassismus".

Im Oktober konnten die ersten Mannschaftsbilder mit den Bannern auf der Website "Saarburg-Vielfalt" veröffentlicht werden – Saarburg-Kell ist seit 2015 eine von wenigen hundert Partnergemeinden des Bundes in der "Partnerschaft für Demokratie" und erhält vorerst bis 2024 Fördergelder vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Mannschaftsfotos wurden zudem über die Social Media-Kanäle der Vereine verbreitet. Insbesondere deren Reichweite habe der Kampagne zu einer größeren Tragweite verholfen, freut sich Lukas Zimmer. "Die Botschaft wurde auf Facebook und Instagram sehr oft geliked und geteilt. Wenn nur wir so etwas posten, sehen das nicht ansatzweise so viele Menschen. Daher war die Zusammenarbeit mit den Vereinen super!"

"Best-Practise-Beispiele haben inspiriert"

"Rassismus ist ein gesamtgesellschaftliches und strukturelles Problem"

Die transportierte Botschaft ist unmissverständlich: Rassistisches Gedankengut wird auf den Fußballplätzen der Region nicht akzeptiert! Die Kampagne geht jedoch über einen starken Slogan hinaus und verfolgt zudem einen konkreten Bildungsauftrag. Denn die Veröffentlichung der Mannschaftsfotos erfolgte gemeinsam mit Textinhalten, die grundlegende Fragen bezüglich des Themas Rassismus beantworten. Die Texte gehen nicht ins Detail, sondern leiten vielmehr durch zahlreiche Literatur- oder Filmtipps zu einer tiefergehenden Auseinandersetzung an. Besucher des Amateurfußballs sollen auf diese Weise sensibilisiert werden, Formen des Rassismus besser zu erkennen und gegen ihn vorgehen zu können.

Aufgrund der Corona-bedingten Pause des Spiel- und Trainingsbetriebs haben einige Vereine noch keine Bilder ihrer Mannschaften mit dem Banner machen können. Wenn der Fußballbetrieb auch im Amateurbetreib wieder anläuft, wird die Kampagne ebenfalls wieder aufgenommen. Doch wenn es nach Zimmer geht, soll die Zusammenarbeit mit den Amateurklubs sowieso noch lange nicht zu Ende gehen. "Wir wollen auf jeden Fall auf diese Aktion aufbauen in den kommenden Jahren! Nachdem wir jetzt ein erstes Netzwerk mit den Vereinen aufgebaut haben, können wir darüber nachdenken, Workshops zum Thema Rassismus anzubieten. Das könnte auch für die Trainer*innen und Mannschaften interessant sein. Andere Möglichkeiten wären eine Podiumsdiskussion oder ein gemeinsames Turnier unter dem Motto 'Vereint gegen Rassismus'."

Wir sind gespannt darauf, welche Ideen in Saarburg zukünftig umgesetzt werden. Dass auch unsere Arbeit einen Anstoß zum Handeln gegeben hat, ehrt uns besonders! " FUSSBALL.DE war wirklich ein Vorbild. Die Best-Practice-Beispiele zum Umgang mit Menschenfeindlichkeit, die ihr in der Vergangenheit schon öfter vorgestellt habt, haben auch uns inspiriert, überhaupt erst aktiv zu werden", bekräftigt Zimmer abschließend.

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