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DFB-Pokaltraum |14.08.2021|19:45

Villingens Torwarttrainer: Comeback für S04

Saager (l.): "Außer Sportvorstand Peter Knäbel sind nicht viele Leute von dem Schalke, das ich noch kannte, geblieben."[Foto: privat]

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Keine 24 Stunden nach dem Pokalduell zwischen seinem Heimatverein und seinem Herzensklub war er schon wieder in der Stadt seiner anderen Liebe. Die Familie wartete auf ihn – und vielleicht auch eine Karte für die große Arena. Arthur Saager, 67 Jahre alt, war bis vor kurzem noch Torwarttrainer des FC 08 Villingen. Weil es ihm drei- bis viermal die Woche auf dem Fußballplatz zu stressig wurde, kündigte er beim südbadischen Oberligisten an, dass er gerne einem Nachfolger in der Position Platz machen möchte. Dann kam die DFB-Pokalauslosung.

In der ersten Runde des DFB-Pokals traf Villingen ausgerechnet auf Schalke 04. Zu dem Ruhrpottklub hat Arthur Saager eine ganz besondere Beziehung. Fast ein Vierteljahrhundert lebte er in Gelsenkirchen und war beim Schalker Fan-Club Verband angestellt.

FUSSBALL.DE: Herr Saager, was machen Sie denn schon wieder in Gelsenkirchen?

Arthur Saager: Meine Tochter Katrin und meine Enkelkinder, die Zwillinge Anna und Max, leben doch hier. Deshalb fahre ich regelmäßig vom Schwarzwald in den Ruhrpott. Mal sehen, vielleicht habe ich ja die Chance, an eine Karte für das Spiel am Freitag gegen Aue zu kommen. Da die Tickets aber begrenzt sind, werde ich mich nicht vordrängen und will keinem anderen die Karte wegnehmen. Falls es doch klappt, wäre es schön, dann fahre ich am Samstag wieder nach Hause.

"Wenn ich vom FC 08 rede, sage ich wir. Und wenn ich von Schalke rede, sage ich auch wir"

Mit einem 4:1-Sieg der Schalker in Villingen im Gepäck. Was überwiegt bei Ihnen, der in diesem Spiel zwiegespalten gewesen sein muss: Die Freude übers Weiterkommen der Königsblauen oder die Enttäuschung, dass es für den Underdog, bei dem Sie unmittelbar tätig sind, nicht zur Sensation gereicht hat?

Saager: Es ist eine Mischung aus beidem. Da hat ja mein Heimatverein gegen meinen Herzensklub gespielt, von daher wäre jedes Ergebnis auch Freude und Enttäuschung zugleich gewesen. Letztlich war es okay, der Favorit hat sich durchgesetzt, auch wenn die Partie zwischenzeitlich in der ersten Halbzeit hätte kippen können.

Sie wollten eigentlich nach dem Ende der vorigen Saison aufhören. Warum haben Sie trotzdem weitergemacht?

Saager: Nach dem Sieg im südbadischen Pokal gegen den Freiburger FC und dem damit verbundenen Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals wollte ich als Torwarttrainer beim FC 08 Schluss machen. Ich habe mir – und allen anderen in Villingen auch – gesagt: Was gibt es denn Schöneres, als mit solch einem Erfolg zu gehen? Und wenn ich mich noch einmal auf die Bank setze, dann nur in einem Fall: Wenn wir im Pokal gegen Schalke spielen.

So kam es!

Saager: Genau! Unser Chefcoach Marcel Yahyaijan hat dem auch sofort zugestimmt. Dazu kam, dass mein Nachfolger in der Position, Toni de Pascalis, in den Urlaub gefahren ist, sodass ich ihm nicht den Platz wegnehmen musste. Also war ich am Sonntag gegen Schalke wieder dabei und mittendrin. Das war ein wunderschönes Erlebnis, auch wenn ich nichts dagegen gehabt hätte, wenn wir gewonnen hätten – auch gegen Schalke.

Sie sagen wir, wenn Sie Villingen meinen?

Saager: Na klar, wenn ich vom FC 08 rede, sage ich wir. Und wenn ich von Schalke rede, sage ich auch wir (lacht) .

Wie kam es überhaupt dazu, dass Sie Schalker wurden. Gelsenkirchen liegt ja, von Villingen-Schwenningen im Schwarzwald aus gesehen, nicht gerade um die Ecke.

Saager: Schalke hatte Anfang der 70er Jahre diese wunderbare Mannschaft mit Stan Libuda, Klaus Fichtel, Klaus Fischer, Rolf Rüssmann, Rüdiger Abramczik, den Kremers-Zwillingen und, und, und. Da ich aber Torwart war, war Norbert Nigbur mein Idol. Dann bin ich zunächst als Fan zu den Schalker Auswärtsspielen bei uns in der Umgebung gefahren, zum Beispiel nach Stuttgart, und später dann auch regelmäßig ins Parkstadion nach Gelsenkirchen.

Und wie sind Sie zum Fanclub-Verband gekommen?

Saager: Schalke hat sich Anfang der Neunziger unter Manager Rudi Assauer und Geschäftsführer Peter Peters neu strukturiert. Zu der Zeit hat sich auch der Schalker Fan-Club Verband gegründet. In einem Trainingslager hat mich Rolf Rojek, der langjährige Vorsitzende des SFCV, angesprochen, ob ich nicht mitmachen möchte. Dann war ich zunächst als Bezirksleiter der Ansprechpartner für den Südwesten Deutschlands, ehe ich 1998 nach Gelsenkirchen gezogen bin. Zwischenzeitlich war ich auch S04-Fanbeauftragter. 2017 bin ich dann wieder zurück in die Heimat gezogen und war seitdem Torwarttrainer beim FC 08.

Waren Sie selbst auch ein guter Schnapper? 

Saager: Das müssen andere beurteilen, ich war in der Zeit Torwart in der Jugend, als die erste Mannschaft in der Regionalliga Süd gespielt hat, das war damals die zweite Spielklasse. Dabei war ich nicht immer Torhüter, als Kind habe ich beim FC 08 auch im Feld gespielt. Ich war so ein Dauerläufer, bin aber auch schon der Jugend ins Tor gegangen, wenn Not am Mann war.

Den Niedergang Ihres Herzensvereins Schalke haben Sie nur aus der Ferne erlebt. Wie sehr haben Sie in 500 Kilometern Abstand gelitten?

Saager: Das war sehr bitter, hatte sich aber schon abgezeichnet. Nach der überraschenden Vizemeisterschaft 2018 wurde klar, dass wir nicht mehr oben mitspielen würden. Die letzten eineinhalb Jahre waren dann nur noch ein einziges Grauen und der Abstieg in die zweite Liga leider berechtigt. 

Und nun das Wiedersehen am Sonntag. Wie haben Sie persönlich die 90 Minuten erlebt?

Saager: Ich muss zugeben, dass ich vor dem Anpfiff und während der 90 Minuten sehr angespannt war. Am Abend vorher hatte ich mich schon mit alten Freunden aus der Schalker Fanszene getroffen und ihnen ein wenig das Städtchen gezeigt. Bevor das Spiel losging, bin ich einmal in die Schalker Kurve gegangen, wo ich noch viele bekannte Gesichter gesehen habe. Das ist im Verein und rund um die Mannschaft inzwischen ganz anders. Außer Sportvorstand Peter Knäbel, der damals, als ich noch auf Schalke tätig war, die Knappenschmiede geleitet hat, sowie Co-Trainer Mike Büskens und Teammanager Gerald Asamoah sind nicht viele Leute von dem Schalke, das ich noch kannte, geblieben. Das ist einerseits schade, aber auch wichtig, um eine Etage tiefer ganz neu anzufangen. Ich hoffe sehr, es klappt.

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