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Kleines Wunder|08.12.2022|14:00

WM: MSV Düsseldorf fiebert mit Marokko

Riesenjubel auf den Straßen: Marokko zum ersten Mal in seiner Geschichte im WM-Viertelfinale.[Foto: Imago Images]

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Dienstag, 6. Dezember, kurz vor 19 Uhr: Auf der Ellerstraße im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk herrscht der Ausnahmezustand. Gerade hat sich bei der Weltmeisterschaft in Katar die bisher größte Sensation dieses Turniers zugetragen: Marokko schaltet im Achtelfinale den Mitfavoriten Spanien per Elfmeterschießen aus. Auch in Deutschland in vielen Orten der Anlass für ausufernde Parties.

Mehr als 12.000 Migrant*innen aus dem nordwestafrikanischen Land leben in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt, die meisten von ihnen haben neben der marokkanischen auch längst die deutsche Staatsbürgerschaft. So auch Mohamed El-Mimouni, der Trainer des Oberliga-Aufsteigers MSV Düsseldorf , und viele seiner Spieler. Der 39-Jährige ist in der Stadt am Rhein geboren, seine Eltern sind in den 70er-Jahren aus Tanger nach Düsseldorf gezogen. Der Marokkanische Sportverein wurde 1995 von Einwanderern aus dem Maghreb als MSV Hilal Düsseldorf gegründet und fusionierte im Jahr 2016 mit dem FC Maroc Düsseldorf. Vor zwei Jahren erhielt der noch recht junge Verein, in dem Fußballer aus vielen verschiedenen Nationen kicken und der sich als weltoffen versteht, den Integrationspreis der Stadt Düsseldorf für sein gesellschaftliches Engagement. Vor Marokkos Duell am Samstag gegen Portugal sagt Mohamed El-Mimouni im Interview mit FUSSBALL.DE , was im Falle eines Weiterkommens in "Klein-Maghreb" los sein dürfte.

FUSSBALL.DE: Mohamed El-Mimouni, können Sie es fassen, was da bei der WM und mit Marokko abgeht?

Mohamed El-Mimouni: Das ist sensationell, einfach der Wahnsinn! Wir haben eine großartige Mannschaft, das war schon vorher klar, aber dass wir so weit kommen würden, hätte kaum jemand für möglich gehalten - auch wenn jetzt alle Marokkaner etwas anderes behaupten. (lacht)

"Gute Zocker hatten wir immer, aber geholt haben wir bisher trotzdem nichts"

Wer in einer Gruppe mit Kroatien und Belgien als Sieger weiterkommt, kann so schlecht nicht sein…

El-Mimouni: Das ist richtig. Wenn man die Mannschaft durchgeht, ist da von hinten bis vorne schon viel Qualität drin. Keeper Bono vom FC Sevilla ist letztes Jahr noch vor Barcelonas Marc-André ter Stegen und Real Madrids Thibaut Courtois zum besten Torhüter der spanischen Liga gewählt worden. Die beiden Außenverteidiger Achraf Hakimi und Noussair Mazraoui gehören zu den Besten auf ihrer Position, und vorne haben wir mit Hakim Ziyech ebenfalls einen Spieler auf internationalem Topniveau. Gute Zocker hatten wir immer, aber geholt haben wir bisher trotzdem nichts. Der Erfolg jetzt ist der Verdienst von Trainer Walid Regragui, der die Qualitäten der Jungs richtig abruft. Es ist übrigens auch historisch, dass wir einen Landsmann auf der Position haben, vorher war der Nationalcoach meist ein Belgier oder Franzose.

Wo hätten Sie das Team gesehen, bevor es in Katar losging?

El-Mimouni: Mir war klar, dass es schon auf das erste Spiel ankommen würde, das darfst du nicht verlieren, sonst stehst du sofort unter Druck. Das 0:0 gegen starke Kroaten war dann direkt ein gutes Beispiel, worauf es bei der WM ankommen würde. Nur mit einer richtig guten Defensive kannst du weit kommen. Dann kam der 2:0-Sieg gegen Belgien, der die Begeisterung rund um das Team richtig angefacht hat. Belgien war nicht mehr so stark wie bei den vorherigen Turnieren, das haben wir gut ausgenutzt. Im letzten Gruppenspiel gegen Kanada hatten wir dann auch ein wenig Glück, letztlich aber den Einzug in die K.o.-Phase total verdient. Wir haben bis jetzt in vier Partien nur einen Gegentreffer zugelassen, und das war auch noch ein Eigentor.

Wo und wie haben Sie den dramatischen Sieg gegen Spanien verfolgt?

El-Mimouni: Ich musste arbeiten, war im Homeoffice und habe das Spiel tatsächlich nur nebenbei geschaut. Ich sehe Fußball sowieso lieber allein, aber am Ende war die Spannung kaum auszuhalten. Nachher war natürlich im marokkanischen Viertel auf der Ellerstraße die Hölle los, die Menschen haben den Sieg bis in die Nacht gefeiert. Ich bin allerdings zeitig ins Bett gegangen, denn ich musste am anderen Morgen wieder früh raus. (lacht)

Mit Marokko feiert die arabische Welt und der afrikanische Kontinent den Triumph des Underdogs. Kann die Woge der Begeisterung das Team jetzt noch weitertragen?

El-Mimouni: Auf jeden Fall! Die WM findet schließlich in Katar, einem arabischen Land, statt. Daher war eigentlich schon vor Beginn der WM klar, dass eine arabische Mannschaft von allen anderen Arabern angefeuert werden würde. Das ist nun Marokko. Hinzu kommt die ewige Geschichte vom David gegen Goliath, in der oft dem Kleinen die Sympathien zufliegen.

Was ist am Samstag gegen Portugal drin? Der Gegner wird nach dem berauschenden 6:1 gegen die Schweiz voller Selbstbewusstsein antreten…

El-Mimouni: Das ist noch mal ein anderes Kaliber als Spanien. Die Spanier sind zwar auch Weltklasse, haben aber gegen uns kein Mittel gefunden. Sie waren nicht flexibel genug, ihre Spielweise umzustellen, als sie gemerkt haben, dass sie mit ihrem vielen Ballbesitz unsere Abwehr nichts knacken können. Portugal spielt ganz anders, zielstrebiger, mit mehr Überraschungsmomenten. Daher schätze ich den Gegner als gefährlicher ein, Portugal war eh mein Geheimfavorit.

Und Cristiano Ronaldo?

El-Mimouni: Ich hoffe, dass er von Beginn an spielt, denn mit ihm ist Portugal leichter auszurechnen. Ohne ihn hat Portugal aber die bis dahin im Turnier starke Schweiz auseinandergenommen, daher wird Ronaldo wohl erneut nur auf der Bank sitzen.

Kann der Erfolg der marokkanischen Nationalelf auch Ihre Mannschaft beflügeln?

El-Mimouni: Das hoffe ich sehr! Wir haben ja am Wochenende gleich zwei Highlights. Am Samstag das Viertelfinale gegen Portugal und am Sonntag unser Spiel gegen den KFC Uerdingen , das Bayern München der Oberliga. Da erwarten wir im Paul-Janes-Stadion 2000 bis 3000 Zuschauer. Und eine Woche später kommt Spitzenreiter Velbert zu uns, das werden vor der Winterpause noch einmal zwei echte Herausforderungen für uns.

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