Spielender Co-Trainer will 1860 ärgern
Ex-Löwe Christoph Burkhard (links) will seinem alten Klub ein Bein stellen.[Foto: imago/DeFodi]
Ex-Bundesligist TSV 1860 München hat am Samstag (ab 17 Uhr) in der Partie beim FC Pipinsried die nächste Chance, die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern perfekt zu machen. FCP-Routinier Christoph Burkhard will seinem Ex-Klub jedoch vor einer voraussichtlichen Rekordkulisse einen Strich durch die Rechnung machen. Das Münchner Derby zwischen der U 23 des FC Bayern und dem TSV 1860 sahen durchschnittlich 430.000 TV-Zuschauer, der 1. FC Schweinfurt 05 bedient sich beim Drittligisten SpVgg Unterhaching und der SV Wacker Burghausen hat Kapitän Daniel Hofstetter langfristig an sich gebunden. FUSSBALL.DE mit den wichtigsten News aus der Bayern-Staffel.
Bis zu 7000 Zuschauer erwartet: Der FC Pipinsried kann in der Partie gegen Spitzenreiter TSV 1860 München am Samstag (ab 17 Uhr) wieder mit Ex-Profi Christoph Burkhard planen. Der 33 Jahre alte spielende Co-Trainer des Liganeulings hat seine Gelbsperre beim jüngsten 1:1 beim SV Schalding-Heining abgesessen. Mit dem Remis machte Pipinsried den Klassenverbleib perfekt, kann nun beim Saisonhöhepunkt gegen den 1860 München befreit aufspielen. Die Partie gegen die „Löwen“ ist für Christoph Burkhard das Duell mit seinem langjährigen Klub. Für die Münchner war der Routinier von 2000 bis 2009 im Nachwuchsbereich und auch in der 2. Bundesliga am Ball. Der TSV 1860 hat in Pipinsried die nächste Chance, vorzeitig Meister werden und sich für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga (gegen den Südwest-Meister 1. FC Saarbrücken ) zu qualifizieren. Dafür reicht dem Tabellenführer bereits ein Remis. Es werden bis zu 7000 Zuschauer erwartet, die damit in Pipinsried für eine neue Rekordkulisse sorgen würden.
Piller kommt, Janz geht: Der 1. FC Schweinfurt 05 hat seinen ersten Zugang für die kommende Saison präsentiert. Vom Drittligisten SpVgg Unterhaching wechselt Mittelfeldspieler Alexander Piller (24) zum FCS. „Wir kennen Alexander und sein Können aus den direkten Spielen gegen uns und sind schon lange an ihm interessiert. Es freut uns, dass sich nun die Möglichkeit ergeben hat, dass er sich uns anschließt“, so der FCS-Vorsitzende Markus Wolf. Piller spielt seit 2005 für Unterhaching und kam in der laufenden Saison zu acht Einsätzen in der 3. Liga. In Schweinfurt unterschrieb er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020. Während Piller neu zum Kader stößt, verlässt Innenverteidiger Marco Janz den Verein zum Saisonende. Der 25 Jahre alte Abwehrspieler schließt sich nach fünf Jahren in Schweinfurt dem Ligakonkurrenten SV Seligenporten an, bei dem er die Möglichkeit hat, unter Amateurbedingungen zu spielen. „Marco kann dort sein Studium in Erlangen und den Fußball besser miteinander verbinden“, erklärt Markus Wolf.
Erfolgreiche Public Viewing-Premiere: Das Münchner Stadtderby zwischen der zweitplatzierten U 23 des FC Bayern München und Tabellenführer 1860 München (3:1) verfolgten am vergangenen Sonntag beim TV Sender Sport1 durchschnittlich 430.000 Zuschauer. In der Spitze waren es sogar 670.000. Der Bestwert für ein Regionalligaspiel konnte damit aber nicht erreicht werden. Beim Hinspiel zwischen den beiden Münchner Teams (1:0 für den FC Bayern) hatten sogar rund 650.000 Zuschauer im Schnitt eingeschaltet. Neben den 12.500 Besuchern im Grünwalder Stadion und den TV-Zuschauern verfolgten auch mehrere Tausend 1860-Fans die Partie auf dem Trainingsgelände der Münchner „Löwen“. Erstmals wurde dort ein Public Viewing angeboten, bei dem die Begegnung auf einer Großleinwand geschaut werden konnte. „Das war eine perfekte Premiere“, so 1860-Geschäftsführer Michael Scharold.
Schon 20 Spieler unter Vertrag: Der SV Wacker Burghausen hat den Vertrag mit Kapitän Daniel Hofstetter verlängert. Der 25 Jahre alte Innenverteidiger unterschrieb beim ehemaligen Zweitligisten einen neuen Vertrag bis Juni 2021. „Daniel Hofstetter identifiziert sich mit dem Verein und unserem semi-professionellen Konzept. Wir freuen uns, dass wir nach vielen konstruktiven und zielführenden Gesprächen zu einer Einigung gekommen sind und ein für beide Seiten attraktives Paket schnüren konnten“, betont Burghausens Geschäftsführer Andreas Huber. Hofstetter absolviert derzeit sein Bachelorstudium (Betriebswirtschaft und Management), arbeitet bei einem Chemiekonzern und baut sich neben dem Fußball ein berufliches Standbein auf. „Wacker Burghausen bietet mir eine berufliche Perspektive und es macht mir weiterhin viel Spaß, für den SV Wacker Fußball zu spielen“, so Hofstetter, der seit Januar 2015 für Burghausen am Ball ist. Für die neue Saison hat der Wacker Burghausen nun schon 20 Spieler unter Vertrag.
Schmeiser und Krogler verletzt: Der stark abstiegsgebedrohte FC Memmingen muss aktuell auf Innenverteidiger Sebastian Schmeiser und Mittelstürmer Fabian Krogler verzichten. Schmeiser fällt mit einer Rippenprellung aus, Krogler laboriert an einer schweren Gehirnerschütterung. Ob das Duo in der vorletzten Saisonpartie beim TSV 1860 Rosenheim am Samstag (ab 17 Uhr) zum Einsatz kommen kann, ist fraglich. Wieder im Kader steht definitiv Defensivakteur Marco Schad, der seine Gelbsperre beim jüngsten 2:2 beim VfB Eichstätt abgesessen hat.
Ismaik besucht Bodden: Während eines Kurztrips nach München besuchte Yahya Ismaik, Aufsichtsratsvorsitzender des TSV 1860 München, den langjährigen 1860-Profistürmer Olaf Bodden, der seit Jahren an den Folgen eines Chronischen Erschöpfungssyndroms leidet und in einem Rollstuhl sitzt. „Ich wollte Olaf Bodden unbedingt persönlich kennenlernen. Er ist ein großartiger Mensch, ein großer Kämpfer und ein Vorbild für uns alle“, sagt Ismaik über den ehemaligen Bundesliga-Mittelstürmer, der von 1994 bis 1998 für die Münchner „Löwen“ am Ball war. Vor kurzem hatte der TSV 1860 eine Trikot-Aktion zugunsten von Bodden veranstaltet und im Anschluss 10.000 Euro gespendet. Am heutigen Freitag wurde der frühere Angreifer 50 Jahre alt.
Schalding-Heining holt Chrubasik: Zur kommenden Saison hat der SV Schalding-Heining Lucas Chrubasik unter Vertrag genommen. Der 18 Jahre alte Stürmer kommt von der U 19 der SpVgg Greuther Fürth, für die er aktuell noch in der Staffel Süd/Südwest der A-Junioren-Bundesliga spielt. „Lucas ist gut ausgebildet und hat im Training einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, so Markus Clemens, Sportlicher Leiter beim SVS. Chrubasik wird parallel zum Regionalligafußball ein Studium in Passau beginnen.
Bachschmid nach Burghausen: Tabellenführer TSV 1860 München und Offensivspieler Felix Bachschmid gehen zum Saisonende getrennte Wege. Der 21 Jahre alte Angreifer wechselt zum Ligakonkurrenten SV Wacker Burghausen und erhält dort einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020. „Wacker Burghausen hat eine junge Mannschaft. Dazu bietet mir der Verein die besten Möglichkeiten, mich als Fußballer weiterzuentwickeln. Dass ich mich neben dem Fußball auch beruflich weiterbilden kann, ist die perfekte Konstellation“, so Bachschmid, der bereits seit 2012 für 1860 München kickt, in dieser Saison zwölf Einsätze in der Regionalliga Bayern absovlerte. Wacker-Geschäftsführer Andreas Huber: „Felix war unser Wunschspieler in der Offensive. Wir sind überzeugt, dass er unsere Mannschaft mit seinen fußballerischen Qualitäten und seiner positiven Mentalität verstärken wird. Der Verein wird ihn bei der Suche nach einer geeigneten Ausbildungsstelle unterstützen.“