Havelse: Daumenbruch beim Torwart-Trainer
Eigentlich ist Oliver Lassoff (r.) Torwarttrainer - Wegen personeller Probleme rückte er jedoch in den Kader von Havelse und verletzte sich am letzten Spieltag. [Foto: imago/Joachim Sielski]
Wegen personeller Probleme gehörte Oliver Lassoff, Torwarttrainer des TSV Havelse, für die abschließende Saisonpartie in der Regionalliga Nord gegen Meister SC Weiche Flensburg 08 (1:1) zum Aufgebot der Garbsener. Beim Aufwärmen brach er sich aber den Daumen der rechten Hand, so dass ein Zuschauer kurzfristig einspringen musste. Bei der SV Drochtersen/Assel stand jetzt ein Spieler aus der siebten Mannschaft im Kader, für den VfB Lübeck kommt es im Rahmen der Sommervorbereitung zu einem Wiedersehen mit dem ehemaligen Trainerteam um Dieter Hecking und Dirk Bremser und der Lüneburger SK hat nachträglich die Zulassung für die kommende Regionalliga Nord-Saison erhalten. FUSSBALL.DE mit den wichtigsten News aus der Nord-Staffel.
Bruder von Verteidiger Tobias Holm: Oliver Lassoff, Torwarttrainer des TSV Havelse, wird die abschließende Partie der abgelaufenen Saison so schnell nicht vergessen. Wegen personeller Probleme gehörte der 46 Jahre alte als Ersatztorhüter zum Aufgebot für die Partie gegen den Nord-Meister SC Weiche Flensburg 08 (1:1). Beim Aufwärmen brach sich der gebürtige Hannoveraner allerdings den Daumen der rechten Hand. Als Ersatz rückte kurzfristig U 19-Torhüter Lars Holm in den Kader. Der Bruder von Havelses Innenverteidiger Tobias Holm war eigentlich nur als Zuschauer auf der Tribüne.
Sonst in der 5. Kreisklasse am Ball: Tobias Schwed, Spieler aus der siebten (!) Mannschaft des Nord-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel, erlebte jetzt einen besonderen Tag. Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler, der normalerweise in der fünften Kreisklasse Stade kickt, gehörte in der Regionalligapartie der SVD beim Ex-Zweitligisten VfB Lübeck (1:1) zum Kader und durfte mit der ersten Mannschaft zum Spiel reisen. Auch wenn es nicht für einen Einsatz gereicht hatte: Diesen Tag wird Schwed wohl so schnell nicht vergessen. Wenige Tage später war er bereits wieder für die "Siebte" am Ball, kam mit seinem Team zu einem 3:2-Heimsieg gegen "Noki in Action II" (Stade). Das Regionalligateam der SV Drochtersen/Assel beendete die Saison in der Nord-Staffel gleichzeitig mit einer 0:1-Heimniederklage gegen den 1. FC Germania Egestorf-Langreder . Am Pfingstmontag, 21. Mai, bestreitet die SVD noch das Finale um den Niedersachsenpokal gegen den Ligakonkurrenten SSV Jeddeloh . Anpfiff am "Finaltag der Amateure" ist um 12.30 Uhr, die ARD überträgt live. Beide Finalisten sind bereits für den DFB-Pokal qualifiziert.
Bundesligist Mönchengladbach kommt: Für den VfB Lübeck kommt es im Rahmen der Sommervorbereitung am 13. Juli zu einem Wiedersehen mit dem ehemaligen Trainerteam um Dieter Hecking und Dirk Bremser. Um 18 Uhr stellt sich Bundesligist Borussia Mönchengladbach zu einem Testspiel im Stadion an der Lohmühle vor. Hecking und Bremser betreuten den VfB von März 2001 bis April 2004, führten Lübeck in die 2. Bundesliga und in das Halbfinale um den DFB-Pokal.
Auch Ottensen erhält Zulassung: Die Zulassungskommission des Norddeutschen Fußballverbandes (NFV) hat dem Lüneburger SK sowie Eutin 08 und dem Aufstiegsaspiranten FC Teutonia Ottensen 05 nach der Prüfung der nachgereichten Unterlagen im zweiten Anlauf die Zulassung für die neue Regionalliga-Saison erteilt. Der Lüneburger SK hat damit den Klassenverbleib endgültig sicher, Eutin 08 muss als Tabellenvorletzter der Nord-Staffel dennoch absteigen. Ottensen steht als Vertreter der Oberliga Hamburg als Teilnehmer an der Aufstiegsrunde fest. Hinzu kommen der Brinkumer SV (Bremen-Liga), die U 23 von Holstein Kiel (Schleswig-Holstein) und der Vizemeister der Oberliga Niedersachsen (Lupo Martini Wolfsburg, 1. FC Wunstorf oder VfL Oldenburg).
Pauer in die USA: Der Lüneburger SK muss den Abgang von zwei Leistungsträgern hinnehmen. Linksverteidiger Linus Büchler (24) wechselt nach drei Jahren beim LSK zum Hamburger Oberligisten TuS Dassendorf, weil er beruflich bedingt keine Zeit mehr für Regionalligafußball hat. Defensivspieler Tomek Pauer (23) reist für ein Auslandsjahr im Rahmen seines Studiums in die USA, will aber danach nach Lüneburg zurückkehren. Seit 2015 kickt der Kapitän für den LSK. In den Staaten will er bei einem Universitätsteam trainieren.
Kommunalbeamter Kina zurück in Havelse: Der TSV Havelse darf mit Rechtsverteidiger Denis Kina einen Rückkehrer begrüßen. Bereits von 2014 bis 2017 war der 25 Jahre alte Defensivspieler für die Garbsener am Ball. Nach dem Abschluss seiner Ausbildung zum Stadtsekretär ging es aus beruflichen Gründen zum FC Gütersloh in die Oberliga Westfalen. In Gütersloh arbeitete Kina als Kommunalbeamter. Zur kommenden Saison wechselt Kina zurück nach Havelse und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020. "Ich freue mich riesig, zurück beim TSV zu sein. Der Kontakt nach Havelse ist nie abgebrochen und ich bin zuversichtlich, dass wir mit Christian Benbennek, der schon in meiner ersten Saison beim TSV unser Trainer war, eine gute Rolle in der Regionalliga Nord spielen werden", so Kina. TSV-Manager Stefan Pralle erklärt: "Es ist immer wieder eine Bestätigung für uns und ein positives Signal, wenn ehemalige Spieler nach Havelse zurückkehren. Bedeutsamer ist aber vielmehr, dass Denis Kina aufgrund seiner unbestrittenen sportlichen Fähigkeiten sowie seiner Persönlichkeit und Erfahrung eine wichtige Position auf dem Platz und in der Kabine einnehmen wird."
Ebot-Etchi verlässt Flensburg: Während sich Nord-Meister SC Weiche Flensburg 08 für den Aufstieg in die 3. Liga noch in den Entscheidungsspielen (24. und 27. Mai) gegen den Nordost-Titelträger FC Energie Cottbus durchsetzen muss, läuft Junior Ebot-Etchi demnächst sicher in der höheren Spielklasse auf. Der Außenverteidiger wechselt zur kommenden Saison zu den Sportfreunden Lotte. Der 22 Jahre alte Rechtsverteidiger ist ehemaliger deutscher Juniorennationalspieler und wurde unter anderem bei Hertha BSC und beim VfL Wolfsburg ausgebildet. Für Flensburg kickt er seit dem vergangenen Sommer.
Riedel kommt - Nogovic bleibt: Der VfB Lübeck hat jetzt seinen dritten Sommerzugang präsentiert. Vom Nordost-Regionalligisten FC Viktoria Berlin kommt Florian Riedel zum ehemaligen Zweitligisten. Der 28 Jahre alte Rechtsverteidiger erhält einen Vertrag bis Juni 2020. "Florian ist ein sehr gut ausgebildeter Spieler, taktisch hervorragend geschult und mit viel Erfahrung ausgestattet", sagt VfB-Sportdirektor und Ex-Profi Stefan Schnoor: "Neben seiner Hauptposition als Rechtsverteidiger kann er auch auf jeder Position davor spielen. Er ist enorm kopfball- und zweikampfstark, liebt es, sich offensiv einzuschalten, und schlägt mit seinem starken rechten Fuß gute Flanken." Riedel wurde im Leistungszentrum von Bundesligist Hertha BSC ausgebildet. Später kickte er unter anderem für den 1. FC Kaiserslautern und kam dort zu 13 Einsätzen in der 2. Bundesliga. Für Viktoria Berlin spielt Riedel seit Saisonbeginn. Weiter für Lübeck am Ball bleibt der defensive Mittelfeldspieler Aleksandar Nogovic. Der Vertrag des 25-Jährigen verlängerte sich per Option um ein weiteres Jahr (bis 2019). Nogovic ist seit 2008 für den VfB am Ball, gehört damit zu den dienstältesten Spielern im Kader. In dieser Saison kam er auf 26 Einsätze und 15 Gelbe Karten. Kein anderer Spieler aus der Nord-Staffel wurde häufiger verwarnt.
Grahle wird Lehrer: Auf Linksverteidiger Matti Grahle muss die SV Drochtersen/Assel in der kommenden Saison verzichten. Der 24 Jahre alte Defensivspezialist befindet sich in den letzten Zügen seines Lehramtsstudiums und will künftig als Lehrer an einer Schule arbeiten. Grahle kickt seit 2015 für Drochtersen/Assel. In der laufenden Saison kam er zu 30 Einsätzen für die SVD. Dabei erzielte Grahle ein Tor und bereitete einen Treffer vor.
Hildesheim hofft auf Flensburg: Der VfV Borussia 06 Hildesheim beendete die Saison auf dem möglichen Abstiegsplatz 16. Das heißt: Die Entscheidung, ob Hildesheim in der 4. Liga bleibt, fällt erst am 27. Mai. Nur wenn sich Nord-Meister SC Weiche Flensburg 08 in der Aufstiegsrunde zur 3. Liga gegen Nordost-Titelträger FC Energie Cottbus (24. und 27. Mai) durchsetzt, spielt Hildesheim auch in der nächsten Saison viertklassig. Unabhängig vom Klassenverbleib bleibt Stammtorhüter Nils Zumbeel dem VfV treu. Der 28 Jahre alte Schlussmann verlängerte seinen Vertrag um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2019. Zumbeel ist seit 2014 im Verein und bestritt exakt 100 Viertligaspiele.