1. Pokalrunde |12.09.2020|22:35

Spätes 0:1! Todesfelde verpasst Sensation

Starker Auftritt nicht belohnt: Der SV Todesfelde scheitert an Osnabrück.[Foto: imago]

Der SV Todesfelde ist in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals knapp an einer Sensation vorbeigeschrammt. Der Underdog aus der Oberliga Schleswig-Holstein unterlag bei seiner ersten DFB-Pokal-Teilnahme überhaupt dem Zweitligisten VfL Osnabrück im heimischen Joda-Sportpark vor 500 Zuschauern 0:1 (0:0). Erst in der Schlussphase erzielte Offensivspieler Sebastian Klaas (77.) das Siegtor für die Gäste aus Osnabrück.

Todesfeldes Bürgermeister Karl-Heinz Ziegenbein hatte im Vorfeld der Partie von der "Jahrhundertveranstaltung für das Dorf" gesprochen. Der SV Todesfelde , der sich durch ein sensationelles 3:2 gegen Drittliga-Aufsteiger VfB Lübeck im Endspiel um den Landespokal von Schleswig-Holstein für den DFB-Pokal qualifiziert hatte, war in der ersten Hauptrunde der einzige Oberligist, der sein Heimrecht wahrnahm. Lange Zeit durfte das Team von Trainer Sven Tramm von der zweiten Runde träumen, stand am Ende aber mit leeren Händen da.

Jena hat knapp das Nachsehen

Der FC Carl Zeiss Jena aus der Regionalliga Nordost hat im vierten Anlauf seit 2015/2016 den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals verpasst. Die Mannschaft von Trainer Dirk Kunert unterlag im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld 0:2 (0:0) gegen den Bundesligisten SV Werder Bremen.

Für die Bremer Treffer der Partie waren Angreifer Josh Sargent (49.) und Tahith Chong (88.), Neuzugang von Manchester United, verantwortlich. Der FC Carl Zeiss Jena hatte sich zuletzt vor fünf Jahren durch ein 3:2 nach Verlängerungen gegen den Hamburger SV für die zweite Pokalrunde qualifiziert.

Union Fürstenwalde führt in Wolfsburg nur kurz

Gleich bei seiner Premiere im DFB-Pokal hätte der FSV Union Fürstenwalde aus der Regionalliga Nordost fast für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Die Mannschaft von Trainer und Ex-Bundesligaprofi Matthias Maucksch, die im Finaltag der Amateure durch ein 2:1 gegen den Ligakonkurrenten SV Babelsberg 03 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Verbandspokal von Brandenburg gewonnen hatte, führte gegen den Bundesligisten VfL Wolfsburg schon 1:0, musste sich am Ende aber noch 1:4 (1:2) geschlagen geben.

Darryl Geurts (9., Foulelfmeter) schoss Fürstenwalde im Wolfsburger AOK-Stadion zunächst in Führung. Damit kommt der 26-jährige Offensivspieler nach fünf Pflichtspiel-Einsätzen in dieser Saison bereits auf vier Tore. Der VfL Wolfsburg drehte aber noch vor der Partie durch einen Doppelpack von Joao Victor (23./29.) die Partie. Yannick Gerhardt (60.) und Josuha Guilavogui (77.) legten im zweiten Durchgang nach.

FV Engers: Pokal-Abenteuer endet in Bochum

Für den FV Engers aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ist die DFB-Pokalsaison mit der ersten Hauptrunde beendet. Der Zweitligist VfL Bochum behielt im heimischen Vonovia Ruhrstadion 3:0 (1:0) die Oberhand. Der Fünftligist aus Engers hatte sich durch ein 5:0 gegen den Ligakonkurrenten FC Blau-Weiß Karbach erstmals zum Pokalsieger des Fußballverbandes Rheinland gekürt und sich so die Teilnahme am DFB-Pokal gesichert.

Robert Zulj (23.), Simon Zoller (52.) und der erst zwei Minuten zuvor eingewechselte Milos Pantovic (65.) sorgten für das Weiterkommen der favorisierten Bochumer.

FC Oberneuland: Mönchengladbach zu stark

Für den FC Oberneuland , Aufsteiger in die Regionalliga Nord , war der Klassenunterschied zu Borussia Mönchengladbach dann doch zu groß. Der Bundesligist und Champions League-Teilnehmer zog durch ein 8:0 (5:0) im eigenen Borussia-Park in die nächste Runde ein. Für den FCO ist der Pokalwettbewerb dagegen wie im Vorjahr (1:6 gegen den SV Darmstadt 98) nach der ersten Hauptrunde beendet.

Patrick Herrmann (13./14.), Jonas Hofmann (19.), Ramy Bensebaini (25.) und Nico Elvedi (35.) sorgten schon in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse. Im zweiten Durchgang legten Florian Neuhaus (52./84.) und Ibrahima Traore (76.) weitere Treffer nach.

Nationalspieler Hector leitet Altglienickes 0:6 ein

Im Vergleich zum Berliner Verbandspokal-Finale gegen den FC Viktoria Berlin (6:0) endete das DFB-Pokal-Spiel für den Nordost-Regionalligisten VSG Altglienicke genau mit dem umgekehrten Ergebnis. Die Mannschaft von Trainer Karsten Heine unterlag 0:6 (0:3) gegen den Bundesligisten 1. FC Köln.

Im Kölner RheinEnergieStadion sorgten Nationalspieler Jonas Hector (17., Foulelfmeter) sowie Elvis Rexhbecaj (36./63.), Rafael Czichos (43.), Salih Özcan (68.) und Dominick Drexler (85.) mit ihren Treffern für das Weiterkommen des Favoriten.

Eintracht Celle: Sieben Gegentore bei Pokalpremiere

Im ersten DFB-Pokalspiel seiner Vereinsgeschichte hatte der MTV Eintracht Celle gegen den Bundesligisten FC Augsburg 0:7 (0:2) das Nachsehen. Die Mannschaft von Trainer Hilger Wirtz von Elmendorff hatte sich durch zwei "Joker"-Tore von Felix Krüger im Endspiel des Niedersachsenpokals der Amateure gegen den MTV Gifhorn (3:2) für die erste Hauptrunde qualifiziert. In Augsburg war die Eintracht jedoch ohne Chance.

Für den FCA trugen sich Ruben Vargas (20.), Daniel Caligiuri (30.), Alfred Finnbogason (47., Foulelfmeter), Florian Niederlechner (57.), André Hahn (66.) und der eingewechselte Fredrik Jensen (88./90.) in der heimischen WWK-Arena gegen den Fünftligisten aus Niedersachsen in die Torschützenliste ein.