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AOK-Frauenmeisterschaft Niedersachsen Ost: HSC Hannover – Hannover 96 II, 2:8 (1:3), Hannover
HSC Hannover hat den Start ins neue Fußballjahr nach neun Misserfolgen am Stück in den Sand gesetzt. Diesmal musste eine 2:8-Niederlage gegen die Reserve von Hannover 96 verdaut werden. Was die Favoritenrolle betrifft, waren sich die Experten vorab einig und wurden in ihrer Einschätzung letztlich auch nicht enttäuscht.
Für das erste Tor sorgte Nele Marie Dyrøy Wilhelmy. In der zehnten Minute traf die Spielerin von Hannover 96 II ins Schwarze. HSC Hannover hatte sich schnell wieder gesammelt und erzielte in Person von Sandra Gregarek den Ausgleich (13.). Sophia Burkowski brachte Hannover 96 II nach 30 Minuten die 2:1-Führung. Michelle Kilian nutzte die Chance für die Gäste und beförderte in der 38. Minute das Leder zum 3:1 ins Netz. Es waren die Gäste, die zur Pause eine Führung ihr Eigen nannten. Zum Seitenwechsel ersetzte Sophie Bohm von Hannover 96 II ihre Teamkameradin Milena Gawlina. In Durchgang zwei lief Samantha-Josephin Just anstelle von Alina Gross für HSC Hannover auf. Mit dem zweiten Treffer von Gregarek rückte das Schlusslicht wieder ein wenig an Hannover 96 II heran (52.). Bohm (55.) und Dyrøy Wilhelmy (60.) erhöhten, ehe Burkowski das 6:2 besorgte (62.). In der 62. Minute stellte Marius Meister um und schickte in einem Doppelwechsel Nele Alfing und Alissa Antic für Elina Lühmann und Theamaria Busse auf den Rasen. Die nächsten beiden Treffer waren einer Spielerin vorbehalten: Dyrøy Wilhelmy schnürte einen Doppelpack (65./66.), sodass Hannover 96 II fortan mit 8:2 führte. Marius Meister wollte HSC Hannover zu einem Ruck bewegen und so sollten Pia Lossdörfer und Dilara Schnur eingewechselt für Celine Schröder und Friederike-Michelle Peter neue Impulse setzen (78.). Hannover 96 II stellte in der 79. Minute mit einem Dreifachwechsel groß um und schickte Antonie Hoche, Sema Mikayilli und Alina Lehnert für Dyrøy Wilhelmy, Jana Menger und Burkowski auf den Platz. Das Team von Trainer Martin Drießlein überrannte HSC Hannover förmlich mit acht Toren und fährt so mit einem verdienten Sieg in der Tasche nach Hause.
Mit 34 Gegentreffern hat HSC Hannover schon ein Riesenproblem. Aber nicht das einzige, wenn man dazu noch die Offensive betrachtet. Die Mannschaft erzielte auch nur fünf Tore. Das heißt, das Heimteam musste durchschnittlich 3,78 Treffer pro Partie hinnehmen und bejubelte dagegen im Schnitt nicht einmal ein Tor pro Spiel. Die chronische Abwehrschwäche zeigte sich auch im Spiel gegen Hannover 96 II – HSC Hannover bleibt weiter unten drin.
Bei Hannover 96 II präsentierte sich die Abwehr angesichts 24 Gegentreffer immer wieder wackelig. Allerdings traf die Offensive dafür auch gerne ins gegnerische Tor (35). Im Klassement machte Hannover 96 II einen Satz und rangiert nun auf dem dritten Platz. Die bisherige Spielzeit von Hannover 96 II ist weiter von Erfolg gekrönt. Hannover 96 II verbuchte insgesamt fünf Siege und drei Remis und musste erst eine Niederlage hinnehmen.
HSC Hannover kam in den letzten fünf Spielen nicht in Fahrt und steckte in dieser Zeit fünf Niederlagen ein und entschied kein einziges Match für sich. Dagegen reitet Hannover 96 II derzeit auf einer Welle des Erfolges. Vier Siege und ein Remis heißt hier die jüngste Bilanz.
Nächster Prüfstein für HSC Hannover ist SV Wendessen (08.11.2026, 13:00 Uhr). Hannover 96 II misst sich am selben Tag mit TSV Barmke (15:00 Uhr).