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"Wir wollen die Position ganz oben": Dominik Milaszewski (o.4.v.l.) und der FC Besa Essen.[Foto: FC Besa Essen]
Alle vier Minuten ein Tor: Der FC Besa Essen ist furios in die Kreisliga C Gruppe 1 in Essen gestartet. Bei der DJK Dellwig III stand am Ende ein 22:0 (9:0) zu Buche. Für nicht weniger als 13 Treffer war Dominik Milaszewski verantwortlich. Ein Wert, der bundesweit in dieser Spielzeit noch nicht erreicht wurde.
"Während der Vorbereitung habe ich in einem Spiel auch schon mal acht Tore erzielt, an 13 Treffer kann ich mich aber nicht erinnern", sagt Dominik Milaszewski im Gespräch mit FUSSBALL.DE. "Wir haben insgesamt einen sehr guten Tag erwischt. Es hat sich bezahlt gemacht, dass wir den Gegner immer wieder früh unter Druck gesetzt haben. Bis zum Ende haben wir auch nicht nachgelassen."
Dass er gleich 13 Tore selbst erzielt hat, bedeutet dem 41-Jährigen "nicht allzu viel", so Milaszewski. "Von Außenstehenden und Freunden wird man natürlich darauf angesprochen. Und auch meine Kinder haben sich über so viele Tore gefreut. Mein Fokus liegt aber nicht auf der Anzahl der Treffer, die man ohnehin nicht als Einzelner erzielen kann. Für mich steht das Team im Mittelpunkt - und dass ich der Mannschaft helfe."
"Ich war sonst eher der Vorbereiter"
Bei der Art der Tore gegen die DJK Dellwig III war die gesamte Palette vertreten - von einem Distanzschuss über zwei Kopfbälle bis zu Abschlüssen im Strafraum. "Wir haben viele Tore über mehrere Stationen gut herausgespielt", sagt er. Ein spezieller Treffer ragt für den Torjäger dabei aber nicht heraus.
Das Toreschießen ist für den gebürtigen Essener auch noch gar nicht so lange eine seiner wesentlichen Aufgaben. "Ich kam früher vor allem als Zehner oder Achter zum Einsatz", sagt Milaszewski, der während seiner Laufbahn unter anderem auch 75 Partien in der vierthöchsten Spielklasse und 201 Begegnungen in der 5. Liga absolviert hat. "Daher war ich sonst eher der Vorbereiter. Dass ich noch immer in einer körperlich guten Verfassung bin, hilft mir dabei, die Bälle gut zu behaupten."
Beide Qualitäten brachte Dominik Milaszewski zum Beispiel in der Saison 2023/2024 ein. In der Kreisliga B1 Essen erzielte er im Trikot der zweiten Mannschaft von Rot-Weiss Essen nicht nur 41 Tore. Der Routinier bereitete dabei auch "einen großen Teil" der insgesamt 82 Treffer seines damaligen Teamkollegen Emre Kilic vor, der mit dieser Ausbeute die Torjägerkanone für alle in der 9. Liga gewann.
Dass der Linksfuß inklusive seines Doppelpacks zum 4:2 (2:1) gegen die SpVg Schonnebeck III als Drittplatzierter nun selbst in der bundesweiten Rangliste der 10. Liga aussichtsreich platziert ist, nimmt er "für den Moment gerne mit". Milaszewski betont jedoch: "Es ist jetzt nicht so, dass ich ständig nach der Reihenfolge schaue. Vor 20 Jahren wäre das vermutlich noch anders gewesen. Das Wichtigste ist, dass wir die Spiele für uns entscheiden."
Denn nach dem siebten Platz in der Gründungssaison strebt der FC Besa Essen - Besa ist ein traditionelles albanisches Kulturgebot und bedeutet auf Deutsch so viel wie "ein Versprechen halten" - in dieser Spielzeit höhere Ziele an. "Wir wollen aufsteigen, und dafür ist der Kader auch zusammengestellt worden", sagt Milaszewski, der nicht der einzige Zugang mit höherklassiger Erfahrung ist. Fatmir Ferati, der in der U 19 des FC Schalke 04 unter anderem an der Seite von Weltmeister Julian Draxler auf dem Feld stand, hat unter anderem 26 Regionalliga-Partien in seiner Vita stehen.
Nicht nur die Zielsetzung des Klubs überzeugte Dominik Milaszewski von einem Wechsel zum FC Besa Essen. "Wir sind auch wie eine Familie, ich habe die Menschen im Umfeld als sehr herzlich kennengelernt", nennt der Torjäger stellvertretend für das Miteinander im Klub das Fest, das der Verein im Rahmen des "SOCCA World Cup 2026" - der inoffiziellen Weltmeisterschaft im Kleinfeldfußball in Essen - mit den Teams aus dem Kosovo und aus Albanien veranstaltet. Gleichzeitig kann es der Familienvater auch organisatorisch gut unter einen Hut bringen, seinen achtjährigen Sohn Kian zum Training bei Rot-Weiss Essen zu bringen. "Beide Trainingsgelände liegen nur wenige 100 Meter auseinander."
Mit dem FC Besa Essen will Dominik Milaszewski dort die Grundlage dafür legen, dass es auch weiterhin sportlich gut läuft. "In dieser Saison steigen zwei Teams aus unserer Liga auf", berichtet der Torjäger. "Wir wollen das aber von der Position ganz oben schaffen. Die anderen Teams werden gegen uns als Aufstiegsfavoriten besonders motiviert sein, aber der Herausforderung stellen wir uns gerne."
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