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Amateurstatistiken

Erfolgsduo |17.07.2016|17:00

Bestes Duo Deutschlands: 100 Tore. Jeweils!

Jeweils 100 Tore. Marvin Stämpfli (rechts) und Adulai Gano waren in der abgelaufenen Saison nicht zu stoppen. [Foto: Steven Wiesner]

Marvin Stämpfli und Adulai Gano von den C-Junioren des SV Lindenau waren in der abgelaufenen Saison nicht zu stoppen. Im Schnitt feierte alle sieben Minuten einer der beiden Stürmer einen Treffer. Warum die Marke von exakt 100 Toren kein Zufall ist und bei welchem namhaften Klub das Erfolgsduo nun anheuert? FUSSBALL.DE hat beim Verein aus Leipzig nachgehört.

Bisher hatten sie maximal um die 40 Tore in einer Saison erzielt. In der zu Ende gegangenen Spielzeit aber pulverisierten sie ihre eigenen Bestmarken um ein Vielfaches und schossen sich in die Geschichtsbücher: die C-Junioren Marvin Stämpfli und Adulai Gano vom Leipziger Amateurverein SV Lindenau . Jeweils 100-mal netzten die zwei Teenager ein. Bei genauerem Hinsehen steckte sogar Berechnung dahinter.

Tim Wendt hat womöglich die Saison seines Lebens hinter sich. Der C-Junior vom SV Lindenau brachte in der abgelaufenen Runde 41 Treffer auf die Anzeigetafel. Ein Jahreswert, der selbst Weltklasse-Stürmer wie Robert Lewandowski neidisch zurücklassen würde. Doch Tim Wendt hat eben auch einen Fehler gemacht: Er hat sich Marvin Stämpfli und Adulai Gano als Mitspieler ausgesucht. Und so sind es die beiden, die die Schlagzeilen bestimmen. Denn sie ließen das Netz mehr als doppelt so oft zappeln. Stämpfli und Gano erzielten wundersame 100 Tore. Jeweils. In ganz Deutschland gab es 2015/2016 kein erfolgreicheres Duo, egal ob Mann oder Junior, als die beiden Angreifer des kleinen Leipziger Amateurvereins vom Charlottenhof.

297 Saisontore

"Als Marvin und Adu um die 90 Tore hatten, dachten wir, es wäre eine geile Geschichte, wenn beide mit 100 aufhören"

Wenn man in Leipzig bisher vom „Zweieck“ sprach, war meistens vom Stadtteilladen die Rede. Einem Begegnungsort, an dem alle Bewohner zusammenkommen können, um Sorgen und Wünsche miteinander zu teilen. Nun aber hat Leipzig wohl ein neues Zweieck. So wie der VfB Stuttgart der 90er-Jahre einst das „magische Dreieck“ mit Giovane Elber, Krassimir Balakov und Fredi Bobic hatte, so hatte der SV Lindenau in dieser Saison Marvin Stämpfli und Adulai Gano. Traditionell sind Fußballtrainer zwar darum bemüht, vielmehr ihr Kollektiv als einzelne Spieler ins Schaufenster zu stellen. Und da ist auch Volker Kretschmer keine Ausnahme: „Es geht nur übers Team.“ Dennoch kommt der 56-Jährige nicht umhin, seine beiden Bomber als „außergewöhnlich gute Stürmer“ zu preisen. „Was Marvin und Adu in dieser Saison gemacht haben, war schon irre.“

Kretschmer macht diesen Job jetzt seit mehr als 20 Jahren. So etwas hat er aber noch nicht erlebt. Zwar hatte Lindenaus C-Jugend in der vorangegangenen Saison in Phillipp Kohl schon mal einen rekordverdächtigen Torjäger, der 70 Tore zustande brachte. Marvin Stämpfli und Adulai Gano aber sind nun nochmal in neue Dimensionen vorgestoßen. Sie trafen schon allein öfter als jedes weitere Team in der 1. Kreisklasse (Eintracht Schkeuditz stellte mit insgesamt 94 Treffern die zweitbeste Offensive der Liga). Das Angriffsduo besorgte damit auch mehr als zwei Drittel der 297 Lindenauer Liga-Tore . Bis zu zwölf Mal pro Spiel versauten sie dem gegnerischen Keeper das Wochenende. Im Schnitt fiel alle sieben Minuten entweder ein Tor von Stämpfli oder Gano.

Dass am Ende beide Tor-Barometer bei exakt 100 stehengeblieben sind, war allerdings kein Zufall. „Als Marvin und Adu um die 90 Tore hatten, dachten wir, es wäre eine geile Geschichte, wenn beide mit 100 aufhören“, verrät Kretschmer. Marvin Stämpfli ergänzt: „Es wäre doch traurig gewesen, hätte einer am Ende mehr oder weniger Tore gehabt.“ Und so wurde die letzte Partie trotz eines 31:1-Erfolges nochmal zu einem kleinen Drahtseilakt. „Das war ein anspruchsvoller Vormittag“, lacht Kretschmer. Denn Gano brauchte noch sechs Einschläge für die epische Marke, Stämpfli sogar deren neun. Nach 48 Minuten hatten die beiden dann aber ihre noch fehlenden Tore markiert und sich somit zur „Lindenauer Hundertschaft“ gemacht.

Wechsel zu Lok Leipzig

Dass dieses Unikum jedoch derart planbar war, stellt auch seinen Wert etwas in Relation. Nicht ohne Grund ist die 1. Kreisklasse die tiefste Junioren-Spielklasse in Sachsen, die Qualität der Gegnerschaft dementsprechend. Waren sie jetzt so gut oder die Widersacher so schwach? „Es war wohl ein Mix aus beidem“, gesteht Stämpfli. Die Jungs vom SV Lindenau gewannen jedes ihrer 22 Liga-Spiele, der bescheidenste Dreier war ein 6:2-Sieg. Die größte Schwierigkeit bestand im Grunde darin, hungrig zu bleiben und nach dem zehnten Tor auch das elfte und zwölfte machen zu wollen. Kretschmer befürchtet daher: „Sportlich hat das Jahr die Jungs kaum weitergebracht.“ Für die 15-jährigen Marvin Stämpfli und Adulai Gano bleibt ihr Tor-Wahnsinn zumindest eine unglaubliche Geschichte, die sie vermutlich noch ihren Enkelkindern erzählen werden.

Zu dieser Geschichte gehört aber auch, dass der SV Lindenau kein Gebrauch von seinem Aufstiegsrecht macht und eine Spielgemeinschaft bilden muss, weil zu viele Spieler den Verein verlassen. Auch der Rekord-Sturm. Stämpfli und auch Gano, der erst vor drei Jahren mit seiner Familie aus Lissabon nach Leipzig kam, wechseln gemeinsam in die B-Jugend von Lok Leipzig, dem zweitgrößten Klub in der Sachsenmetropole hinter RB. Dort werden sie in der kommenden Saison mindestens drei Ligen höher zum Einsatz kommen und zeigen müssen, aus welchem Holz sie tatsächlich geschnitzt sind. Für die Jungs eine große Gelegenheit, für den SV Lindenau ein herber Verlust. „Das ist absolut traurig für uns“, sagt Volker Kretschmer. „Aber bei so viel Sonne brauchst du auch etwas Schatten.“

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