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Bufdis |01.07.2021|16:00

Bufdis im Verein: Buchholzer FC als Vorbild

Keine Grenzen gesetzt: Die Bufdis können den Angestellten zahlreiche Aufgaben abnehmen.[Foto: Buchholzer FC]

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Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) hat in den letzten Jahren stetig Zulauf erfahren und ist seit seiner Gründung am 1. Juli 2011 unabdingbar für viele gesellschaftliche Bereiche. Vor allem im Sportsektor konnte durch den Einsatz der Bundesfreiwilligendienstler (Bufdis) viel erreicht werden. Eine herausragende Leistung verzeichnet der Buchholzer FC (BFC), der sich von Tag eins bis heute durch die enge Zusammenarbeit mit dem BFD bundesweit einen Namen gemacht hat.

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums soll diese Vereinsarbeit nicht nur gewürdigt werden, sondern auch anderen Vereinen Mut machen, künftig auf Bufdis zu setzen.

Der BFD feiert seinen ersten Runden! Und obwohl das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) in Deutschland bereits seit 1964 existiert, ist dieses Jubiläum durchaus besonders. Anders als das FSJ ist dessen Nachfolger BFD nämlich nicht an eine bestimmte Altersgrenze geknüpft. So können seit dem 1. Juli 2011 erstmals auch Erwachsene, die älter als 27 Jahre sind, einen Freiwilligendienst leisten. Was den BFD von seinem Vorgänger unterscheidet, ist neben dem Beitritt in jedem Lebensalter auch der veränderte Tätigkeitsbereich. Entgegen der früheren Einsatzmöglichkeiten, die sich im FSJ - wie der Name schon sagt - hauptsächlich auf den sozialen und ökologischen Bereich beschränkten, sind die Tätigkeitsfelder des BFD wesentlich facettenreicher. Sicherlich auch deshalb haben im vergangenen Jahrzehnt rund 400.000 Menschen einen Freiwilligendienst in den Bereichen Kultur, Denkmalpflege, Katastrophenschutz, Bildung oder Sport geleistet. Ein deutliches Nachfrageplus verzeichnete der Sportbereich, in dem Interessent*innen ab einem halben Jahr bis zu 18 Monaten eine der bundesweit 78.000 Einsatzstellen besetzen konnten.

Obwohl es den BFD nun bereits seit zehn Jahren gibt, ist der Einsatz von Bufdis in Sportvereinen noch immer nicht alltäglich. Wie ein Verein das Konzept des BFD umsetzen kann, zeigt der BFC bundesweit in einzigartiger Weise.

"Die kleinen Kicker sind natürlich geflasht, dass sie Selfies mit einem echten Europameister machen dürfen, der auch noch aus ihrem Verein kommt"

Win-Win-Situation für alle Beteiligten

Während bei der Vereinsgründung im Jahr 1998 lediglich eine einzige Mannschaft zum Fußballverein gehörte, konnte der BFC im Gründungsjahr des BFD, 2011, bereits 25 Teams zum Klub zählen. Hinter diesem rasanten Wachstum stecken unzählige Stunden, Nächte, Monate und sogar Jahre akribischer Arbeit - und zwar auf rein ehrenamtlicher Basis! Der Fußballverein erhielt bereits im Jahr 2006 - damals noch zu Zeiten des FSJ - eine Zulassung als selbstständiger Träger des FSJ und war damit sogar der einzige Verein im Niedersächsischen Fußballverband (NFV), der neben der Funktion als Einsatzstelle auch eine selbständige Trägerschaft innehatte. Diese fand aufgrund der erfolgreichen Jugendarbeit in den folgenden Jahren immer mehr Zulauf. Seither nahm die Anzahl der Bufdis kontinuierlich zu, denn viele junge Menschen wollten sich im BFD ihrer Leidenschaft widmen: dem Fußball.

Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Der Verein kann engagierte Helfer*innen für die Vereinsarbeit gewinnen, während die Bufdis ihre Leidenschaft ausleben und sich sozial engagieren können. Beim BFC übernehmen die Bufdis den gesamten organisatorischen Ablauf innerhalb des Vereins, bei Turnieren und Ausfahrten sowie Platzarbeiten. Außerdem machen sie ihre C- bzw. B-Trainerlizenz beim NFV und können somit anschließend die U-Teams des Vereins betreuen. Eine besondere Rolle kommt ihnen auch in Schulen zu. Hier übernehmen die Freiwilligen die Leitung von Fußball-AGs sowie die Ballschulen in Kitas. Ein Konzept, das sich wiederrum auf die Mitgliederzahl auswirkt, denn durch die offensive Herangehensweise werden Kindergarten- und Schulkinder dem Fußball nähergebracht und Mitglieder akquiriert.

Wie sehr sich dieses Konzept, das der BFC nun seit einigen Jahren konsequent fortführt, bewährt, zeigt die Anzahl der Bufdis, die im vergangenen Jahrzehnt für den Fußballverein tätig waren. 85 Männer und Frauen haben ihren BFD in Buchholz absolviert. Dabei kamen die Bewerber*innen nicht nur aus angrenzenden Städten, sondern beinahe aus dem ganzen Bundesland nach Niedersachsen. Neben Bufdis aus Bayern, NRW, Hessen oder Schleswig-Holstein gab es sogar internationale Bewerber aus Australien und Peru, die für ein Jahr in der Nordheide lebten.

Dass der BFC zu solch einer großen Anlaufstelle geworden ist, liegt insbesondere an der professionellen Medienarbeit. Durch Artikel in regionalen Zeitungen, die Kreisverbände des NFV sowie auf der eigenen Vereinshomepage wirbt der Fußballverein gezielt und sympathisch für neue Bufdis - mit Erfolg! Und das zahlt sich aus, denn auch ehemalige Bufdis bleiben dem BFC häufig nach ihrem sozialen Jahr als Trainer*innen erhalten, während andere sogar den Sprung in die Nachwuchsleitungszentren norddeutscher Bundesligisten geschafft haben.

U 21-Europameister beim BFC groß geworden

Apropos Bundesligist. Der BFC ist nicht nur in Sachen BFD auf Bundesliganiveau. Seit kurzem ist der Sportverein auch eine internationale Erfolgsschmiede. Im Verein wurde U 21-Europameister Anton Stach groß. Von 2001 bis 2011 spielte der heutige Fürther für die Buchholzer Jugend. Und auch heute hält sich der 22-Jährige noch auf der Anlage seines Heimatvereins fit, wie der erste Vorstandsvorsitzende Klaas Jensen verrät.

Das freut vor allem die Kids in den U-Mannschaften. "Die kleinen Kicker sind natürlich geflasht, dass sie Selfies mit einem echten Europameister machen dürfen, der auch noch aus ihrem Verein kommt", sagt Jensen und fügt stolz hinzu: "Wie heißt es so schön auf einem unserer Image-Plakate: Den Adler auf der Brust, aber den BFC im Herzen."

Und stolz können die Buchholzer auf ihren Verein allemal sein. Pro Jahr sind hier bis zu zehn Bufdis beschäftigt, deren Betreuung seit 2011 stetig weiterentwickelt wird. Kaum zu glauben, dass diese enge Zusammenarbeit mit pädagogischer Betreuung seit zehn Jahren ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis läuft. Wie nachhaltig das Konzept des BFC ist, zeigt sich anhand der Konstellation dieser Helfer*innen. Denn die Betreuer*innen beim BFC sind nicht selten ehemalige Bufdis des Vereins, die ihre Erfahrungen aus ihrem Einsatz teilen und teilweise sogar durch ein Studium im pädagogischen Bereich, angeschlossen an den BFD, mit Fachwissen ergänzen können.

Ein beispielloses Konzept, das nicht nur den Bufdis jede Menge Möglichkeiten eröffnet, Kontakte zu knüpfen und sich sozial zu engagieren, sondern vor allem auch den Verein tatkräftig und an der richtigen Stelle unterstützt. So entsteht ein Kreislauf, in dem der BFD beim BFC stetig wächst. Mit mehr als 800 Mitgliedern und 40 Teams zählt der BFC inzwischen zu den 15 größten, reinen Fußballvereinen Niedersachsens.

Dieses Wachstum ließ auch neue, nicht alltägliche Teams zu. So konnte der Fußballclub ein Team für Jungen und Mädchen mit Handicap sowie die Mannschaft der Ballzwerge (Bewegungsprojekt für Kleinkinder) ins Leben rufen. Kein Wunder, dass Fußballprofi Claudio Pizarro den BFD als prominenter Pate unterstützt. Respekt verdient vor allem die Umsetzung des Konzeptes, die im Nachhinein einfacher scheint, als es 2006 tatsächlich der Fall war.

Selbst Bufdi-Stelle ausschreiben? Das müsst ihr beachten!

Bufdis für den eigenen Sportverein einsetzen, kann jeder Sportverein, der gemeinnützig ist und die organisatorischen und personellen Bedingungen für die sinnvollen Tätigkeiten im Sportverein auf eine Bufdi-Stelle ausrichten kann. Bezüglich der Aufgaben, die ein*e Freiwillige*r im Fußballverein abdecken kann, sind keine Grenzen gesetzt. Vor allem arbeitsmarktneutrale Tätigkeiten können die ehrenamtlichen Helfer*innen abnehmen.

Beim BFC übernimmt ein Bufdi beispielsweise zu 80 Prozent Traineraufgaben und zu 20 Prozent Organisatorisches sowie Arbeiten an der Sportanlage. Was genau gemacht wird, ist von Verein zu Verein unterschiedlich. Bei der Beantragung eines BFD kommt es zusätzlich darauf an, welches Vereinsziel verfolgt wird. Wenn ein Verein als Träger tätig werden will, muss er sich an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFZA) wenden.

Will der Verein "nur" Einsatzstelle sein, wendet man sich in dem jeweiligen Bundesland an denjenigen Träger, der dort Freiwilligendienste im Sport anbietet (z.B. Landessportbünde). Auch kostenmäßig ist die Beschäftigung von Bufdis in Amateurvereinen tragbar. Als Eigenanteil bleibt dem Verein die Zahlung des Taschengeldes für den*die Freiwilligendienstler*in sowie die Kosten für Kranken- und Rentenversicherung.

Ihr seid an einem BFD beim Buchholzer FC interessiert? Der Klub sucht zum 1. August 2021 noch einen siebten und letzten Bufdi für die nächsten Monate. Alle Infos unter www.fwd-fussball.de .

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