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Zwischen Bundesliga und Amateurfußball |28.08.2015|10:05

Champions League oder SV Heimstetten? Beides!

Trotz seines Jobs als Co-Trainer beim FC Bayern engagiert sich Roman Langer noch immer in seinem Heimatverein. [Foto: 2015 Getty Images]

Beim SV Heimstetten groß geworden, entschied sich Roman Langer bereits in jungen Jahren für eine Trainerkarriere. Mit Erfolg! Bundesliga und Champions League, mit dem Frauenteam des FC Bayern startet der 25-Jährige heute in die neue Saison. In seinem Heimatverein packt Langer trotzdem noch mit an.

Roman Langer verdankt seine steile Karriere im Fußballgeschäft vor allem Frauen. Das war schon im Falle seines allerersten „Türöffners“, wie er sagt, vor rund acht Jahren so. Langer spielte damals für die U 17-Bayernauswahl, die zu einem Einladungsturnier nach Mosambik reiste. Als das Team in Johannesburg umstieg und auf den Weiterflug wartete, kam Langer mit einer Sekretärin des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) ins Gespräch. Vier Monate später begann er im Verband eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann. „Ich wüsste nicht, was ich ohne die Bayernauswahl heute machen würde“, sagt der 25-jährige Blondschopf.

Als BFV-Angestellter lernte er bei Projekten für die Frauenfußball-WM 2011 Tanja Wörle kennen, die nicht nur jahrelang Spielerin beim FC Bayern war, sondern auch die Schwester des Trainers, Thomas Wörle, ist. „Vor gut einem Jahr rief sie mich dann wieder an und sagte, ihr Bruder könnte einen Assistenten gebrauchen.“ Auf diese Weise wurde Langer mit gerade einmal 24 Jahren Co-Trainer eines Profiteams. Im Frühjahr 2015 ballten sich dann die Höhepunkte: Innerhalb von drei Wochen wurde Langer Ehemann, Vater und Deutscher Meister - und durfte sogar mit den Stars der Herrenmannschaft auf dem Münchner Rathausbalkon feiern.

Anpacken beim Heimatverein

"Noch vor einem Jahr hätte ich mir das nicht träumen lassen"

Aufgrund des großen Erfolges gab Langer nun sogar seinen unbefristeten Job beim BFV auf. Der FC Bayern verlängerte mit dem Co-Trainer um weitere zwei Jahre und startet in eine stressige Saison. Das Münchner Team bestreitet als Titelverteidiger am heutigen Freitag um 18 Uhr gegen Turbine Potsdam die Auftaktpartie der neuen Bundesligasaison. Auch die große Bühne der Champions League wartet auf das Frauenteam. „Anfang Oktober zum Beispiel, da haben wir drei Auswärtsspiele in einer Woche, da werden wir nur unterwegs sein“, sagt Langer.

Natürlich hatte er auch in der Vorbereitung viel zu tun: Einheiten für das Trainingslager in der Schweiz konzipieren, Videoanalysen der künftigen Gegner und die enge Zusammenarbeit mit dem Chefcoach. Langer führt plötzlich ein komplett professionelles Trainerleben. „Noch vor einem Jahr hätte ich mir das nicht träumen lassen“, gesteht er. Aktuell verfügt er zwar nur über die C-Lizenz, doch für ihn steht fest: Er will Trainer bleiben.

Im Sportpark des SV Heimstetten ist Roman Langer ein bekannter Mann. Während er auf dem Vereinsgelände über seinen Werdegang Auskunft gibt, klopfen ihm pausenlos Leute auf die Schulter. „Servus Roman, wie geht`s?“ „Gut, und selber?“, entgegnet Langer immer wieder. Sein Vater war hier einst Abteilungsleiter, Langer spielte bis zur D-Jugend beim SVH. Er ist das, was man einen „Hoaschdenger Buam“ nennt - einer von ihnen. Und er lässt es sich auch nicht nehmen, in seinem Heimatverein östlich von München mit anzupacken. Soweit es der neue Job zulässt. Er erledigt Verwaltungsangelegenheiten und organisiert die Großfeld-Jugend. Immerhin, die Wege sind kurz. „Mit den Mädels trainieren wir ja sowieso in Aschheim, das kann ich alles mit dem Radl abfahren“, sagt er.

A-Jugend bei 1860

Doch wer schon so jung die Spielerlaufbahn für den Trainerjob aufgibt, hat auch die Schattenseiten des Fußballs erlebt. Bei Langer ist es genauso. „In der D-Jugend bin ich zu 1860 gegangen“, erzählt er. Er spielte in einem Jahrgang mit dem heutigen Hoffenheim-Profi Tobias Strobl oder dem Löwen-Kapitän Christopher Schindler. „Mit Torwart Vitus Eicher bin ich von Erding aus immer zusammen zum Training gefahren“, lächelt Langer, der in der A-Jugend als vielversprechender Verteidiger galt.

Dann häuften sich die Verletzungen: Syndesmosebandriss, Reha, herankämpfen. Kreuzbandriss, Reha, herankämpfen. Irgendwann jedoch klappte das mit dem Herankämpfen nicht mehr. „Ich bin so einer, ich hole mir die körperliche Fitness vor allem über die Spiele“, sagt Langer. Aufgrund seiner vielen Verletzungen verlor er den Anschluss, die Lücke vom Jugend- zum Profifußball wurde zu groß.

2010 ging Langer zurück zum SV Heimstetten, die Mannschaft stieg 2012 in die neue Regionalliga auf. Langer kam bis 2013 allerdings gerade einmal auf neun Einsätze in der ersten Mannschaft. Das gesundheitliche Pech hatte ihn nach wie vor fest im Griff. Bänderriss, Meniskusanriss und dann auch noch das Guillain-Barré-Syndrom, mit dem einst auch Markus Babbel zu kämpfen hatte. „Ich hab` mir irgendwann gedacht: Weißt was, du machst jetzt deine Ausbildung und fängst in Heimstetten als Jugendleiter an.“

Es schwingt immer noch ein wenig Frust mit in seiner Stimme, wenn er über die damalige Entscheidung spricht. Doch aus heutiger Sicht ist alles in Ordnung. „Ein kleiner Vorteil“ könne es schon sein, so früh mit der Trainerkarriere zu beginnen, aber da müsse man natürlich hart an sich arbeiten, wie ein Fußballer auch. „Ich will in den kommenden zwei Jahren alles aufsaugen, alles lernen von Tom“, sagt er über Thomas Wörle und seine Arbeit beim FC Bayern. „Egal, ob Jugend, Männer, Frauen, es ist ein unglaublich professionell geführter Verein.“

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