Braunschweigs Lyn Meyer: Erste Torjägerkanone im Kinderzimmer
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Nationalspielerinnen hautnah: Besuch beim ASV Herzogenaurach sorgt für strahlende Gesichter.[Foto: Yuliia Perekopaiko/DFB]
Die erste Frage ging an Ena Mahmutovic: "Wie wird deine Rache für den Kakerlaken-Prank aussehen?" Was bei den Eltern für viele fragende Gesichter sorgte, brachte den ersten Lacher unter den rund 40 Mädchen hervor.
Sie hatten die Clips genau verfolgt, die aus dem Trainingscamp der deutsche Frauen-Nationalmannschaft in den vergangenen Tagen in den sozialen Medien veröffentlicht worden waren. "Etwas Genaues ist noch nicht geplant", antwortete die Torhüterin lachend, betonte aber, sich etwas überlegen zu wollen. Damit war das Eis endgültig gebrochen.
Die Stimmung war locker an diesem Freitagnachmittag auf dem Vereinsgelände des ASV Herzogenaurach, nur wenige Kilometer Luftlinie vom adidas-HomeGround entfernt. Mit Ena Mahmutovic, Linda Dallmann, Franziska Kett, Shekeira Martinez und Larissa Mühlhaus waren gleich fünf Nationalspielerinnen zu Besuch, um den Spielerinnen der B- und C-Jugend Fragen zu beantworten und eine Trainingseinheit zu beobachten.
Auf Bierbänken saßen die Profis zwischen den Nachwuchskickerinnen, als Gastgeschenk bekam jedes Mädchen ein Trikot überreicht – was die strahlenden Augen noch größer werden ließ.
"Es erinnert an bisschen an die eigene Zeit, in der man selbst in dem Alter war und Fußball gespielt hat"
In lockerer Atmosphäre beantworteten die Nationalspielerinnen Fragen, etwa wann sie mit dem Fußball angefangen haben, oder wie lange sie mit Jungs spielten. Larissa Mühlhaus verriet, dass sie vor dem Spiel immer ein bestimmtes Getränk dabeihaben muss, Franziska Kett berührt den Rasen mit den Händen. Und Linda Dallmann? "Ich habe mit jedem Ritual schon verloren", erzählte sie lachend.
Das Thema Ausrüstung durfte in der adidas-Heimat Herzogenaurach natürlich nicht fehlen, und so erfuhren die Mädchen, dass Ena Mahmutovic am liebsten in pinken Torhüterinnentrikots spielt, vor jedem Spiel ein neues Paar Handschuhe anzieht, während Larissa Mühlhaus und Franziska Kett am liebsten weiße und Dallmann und Martinez gerne schwarze Trikots tragen.
Bevor die beiden Mädchenteams erst fleißig Autogramme und Fotos sammelten und dann selbst für eine Trainingseinheit auf den Platz gingen, gaben die Profis den jungen Talenten noch einige hilfreiche Tipps, etwa wie sie mit Druck umgehen, oder was einen guten Elfmeter ausmacht.
"Es war super", freute sich Sascha Kreutzer, 1. Vorsitzender des ASV Herzogenaurach im Anschluss. "Es war familiär und lokal, das war uns sehr wichtig. Vor allem der Austausch, dass sich die Nationalspielerinnen unter unsere Spielerinnen gemischt haben und die Nähe spürbar war."
"Es erinnert an bisschen an die eigene Zeit, in der man selbst in dem Alter war und Fußball gespielt hat", "Wenn ich das in dem Alter erlebt hätte, hätte ich mich total darüber gefreut. Das hat man den Mädels auch angesehen, daher war es ein gelungener Nachmittag."
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