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Familienbande |27.05.2021|16:00

Die Günters: Run auf EM-Trikots mit der 26

Zu Besuch bei der U 21-EM in Prag: Jonas und Clemens Günter, Benjamin Moosmann, Manuel Klausmann, Ferdinand Fleig, Fabian Kunz (oben, v.l.), Simon Günter, Oliver und Manuel Hilser, Clemens Rapp (unten v.l.). Rechts: Christian Günter.[Foto: privat, Getty Images; Collage: FUSSBALL.DE]

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Wenn die deutsche Nationalmannschaft mit dem Trainingslager in Seefeld die Vorbereitung auf die Europameisterschaft einläutet, dann ist in einem kleinen Ort in Südbaden die Aufregung groß. Einer der 26 EM-Fahrer im Kader von Bundestrainer Joachim Löw kommt aus Tennenbronn: Die Rede ist von Christian Günter.

Der 28-jährige Profi des SC Freiburg ist neben Kevin Volland von der AS Monaco sicherlich die größte Überraschung im DFB-Aufgebot für das am 11. Juni beginnende Turnier, in dem der Weltmeister von 2014 am 15. Juni im ersten Spiel in München gleich auf Frankreich, den Weltmeister von 2018, trifft. "Christian hat die Nominierung absolut verdient. Jogi Löw war so oft im Freiburger Stadion, dass er seine starken Leistungen nicht übersehen konnte", findet wohl nicht nur Simon Günter.

Der 30-Jährige ist der Cousin des Spätberufenen, so wie seine beiden Brüder Clemens (31) und Jonas (29). Ihr Vater Michael und Christians Vater Eckhard sind Brüder. Ihre fußballerischen Wurzeln haben die Günters sowie die angeheiratete Familie Hilser mit den drei Brüdern Sascha, Oliver und Manuel – ebenfalls Christians Cousins – beim FV Tennenbronn .

Simon gehört zum Trainerteam der ersten Mannschaft, selbst mitspielen kann er nicht mehr, nachdem ihm mit 25 zum ersten Mal das Kreuzband riss. Sein Bruder Clemens gehört als Leiter des Spielausschusses der Frauen- und Damenabteilung dem Vorstand des FVT an. Jonas spielt in der dritten Mannschaft, Manuel und Oliver Hilser in der ersten. Sascha Hilser, ehemaliger Stürmer unterstützt den FVT neben dem Platz. Die Geschwister Matthias und Marius Zehnder (A-Jugend), auch Teil der Günter-Verwandtschaft, spielen ebenfalls aktiv für den FVT. Selbstverständlich waren auch viele Onkel und Tanten schon für Tennenbronn im Einsatz: Ob als Fan, Spieler oder Funktionär, die Günters sind auf dem "Schächle" fast immer zu finden.

"Christian hat uns natürlich direkt informiert, nachdem ihn Jogi Löw angerufen und von der Nominierung berichtet hat. Da haben wir zu Hause erst einmal Bier und Sekt aufgemacht"

Bei Oma und Opa auf dem Bolzplatz

Bis heute ist der Kontakt des stürmischen Linksverteidigers zur Familie und zum Heimatverein ganz eng. "Wegen Corona ist der Spielbetrieb bei uns ja seit mehr als einem halben Jahr stillgelegt, aber davor war Christian regelmäßig bei uns auf dem Platz", berichtet Simon Günter. Autogramme schreiben oder für Selfies posieren muss der bisher einmalige Nationalspieler von 2014 dann nicht. "Wenn er uns besucht, ist das eigentlich nichts Besonderes. In Tennenbronn kennen ihn doch alle."

Mit vier Jahren meldet Papa Eckhard den kleinen Christian beim FVT an und wird praktischerweise gleich sein Trainer. Weil der Junge so gut ist, darf er einen Jahrgang überspringen und kickt alsbald mit seinen Cousins Clemens und Simon in der E-Jugend des Dorfvereins. Der "Schächle", wie die heute feine Anlage des FVT heißt, hat damals noch einen Aschenplatz. Auf Rasen kicken die Günters und Hilsers daher meist nur, wenn sie mittwochs zu Christians Opa und Oma in die Hermannstraße fahren. "Die Eltern, Großeltern, Tanten und Onkels haben Kaffee getrunken und Kuchen gegessen, und wir sind natürlich sofort raus auf die Wiese", erinnert sich Simon Günter und lacht.

Vereinsjubiläum statt WM

Dass der zwei Jahre jüngere Cousin fußballerisch was drauf hat, merken sie schnell in Tennenbronn. "Christian war schon damals sehr schnell und als Linksfuß eine Ausnahme", berichtet Simon Günter und führt aus: "Auch weil wir ihn in der Mannschaft hatten, haben wir öfter auch mal gegen größere Vereine, wie zum Beispiel Villingen 08 , gewonnen. Christian war auch der einzige aus einem kleinen Verein, der es über die Kreisauswahl auch in die südbadische Landesauswahl geschafft hat. Bei uns hat er noch offensiv gespielt und daher viele Tore gemacht, erst beim SC Freiburg wurde er zum Verteidiger umgeschult."

2006, im Alter von 13 Jahren, wechselt Christian Günter zum Sportclub. Jeden Tag fahren Papa Eckhard und Mama Andrea ihren Sohn die gut 70 Kilometer von Tennenbronn bis in die Universitätsstadt. 2012 führt der angehende Industriemechaniker den SC Freiburg als Kapitän zum DFB-Pokalsieg der A-Junioren, im selben Jahr schafft er auch den Sprung in die erste Mannschaft und somit in die Bundesliga.

Auch der DFB klopft an, nach ersten Partien für die U 20- und U 21-Nationalelf wird Christian Günter kurz vor der Weltmeisterschaft in Brasilien sogar in den Kader der A-Auswahl berufen. Sein Einsatz am 13. Mai 2014 im Testspiel gegen Polen bleibt vorläufig sein einziger für das Team von Bundestrainer Joachim Löw. Statt nach Rio zu fliegen, verbringt Christian Günter den Sommer in der Heimat. Zum 100-jährigen Jubiläum des FV kommt er mit dem SC Freiburg für einen Benefizkick nach Tennenbronn.

Dass er geschlagene sieben Jahre später seinen Traum von einem großen Turnier doch noch verwirklichen kann, scheint weit weg. "Als wir jetzt von seiner Berufung in den EM-Kader erfahren haben, waren wir hellauf begeistert", gibt Simon Günter strahlend zu. "Christian hat uns natürlich direkt informiert, nachdem ihn Jogi Löw angerufen und von der Nominierung berichtet hat. Da haben wir zu Hause erst einmal Bier und Sekt aufgemacht."

30 Trikots mit der 26 bestellt

Eine richtige Feier will die Familie dann nach der Euro nachholen, sofern es die Coronaregeln zulassen. Vorher wird aber in Tennenbronn kräftig mitgefiebert, wenn es am 2. und 7. Juni in den Testspielen gegen Dänemark beziehungsweise Lettland um einen Platz in der ersten Elf geht. "Christian wird in der Vorbereitung Vollgas geben, so wie es seine Art ist, und um seine Chance kämpfen", weiß Simon Günter nach einem Telefonat mit seinem Cousin.

Spätestens wenn es dann gegen Frankreich so richtig ernst wird, dürfte es wohl in Deutschland kaum einen Ort geben, in dem das EM-Fieber höher ist als im kleinen Tennenbronn. "Wir haben alle schon Deutschland-Trikots mit der Nummer 26 bestellt, insgesamt fast 30 Stück, auch die Frauen", berichtet Simon Günter strahlend. "Am liebsten würden wir die Spiele alle zusammen im Vereinsheim gucken. Mal sehen, ob es die Coronavorschriften dann schon erlauben."

Noch schöner wäre ein gemeinsamer Ausflug nach München – falls bei den Heimspielen Zuschauer*innen im Stadion auch tatsächlich erlaubt sein werden, so wie es sich die UEFA wünscht. "Wenn wir Karten bekommen, fahren wir natürlich dahin", kündigt Simon Günter an. Die Tennenbronner Delegation mit der 26 auf dem Rücken ist bereit für eine erfolgreiche deutsche EM.


Der Fußball-Stammbaum der Familie Günter/Hilser

Vater Eckhard Günter (ehem. Spieler erste Mannschaft / Jugendtrainer von Christian und den Cousins Clemens und Simon)

Onkel Roland Günter (ehem. Spieler und langjähriger Vorstand FVT), Söhne Daniel und Patrick Günter (ehem. Spieler)

Onkel Michael Günter (ehem. Spieler erste Mannschaft und Jugendtrainer), Söhne Clemens (Spieler dritte Mannschaft und Spielausschussleiter Frauen/Damen), Simon (Trainerteam erste Mannschaft) und Jonas (Spieler dritte Mannschaft)

Onkel Reinhard Günter (ehem. Spieler)

Tante Claudia Hilser, geb. Günter (ehem. Spielerin Damen/Jugendtrainerin), Söhne Sascha (ehem. Spieler erste Mannschaft), Oliver und Manuel Hilser (beide aktive Spieler erste Mannschaft)

Tante Luzia Zehnder, geb. Günter (nicht im Verein), aber die Söhne Matthias (Spieler dritte Mannschaft) und Marius (Spieler A-Jugend)

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