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U 21-EM |11.06.2021|08:00

Dorsch-Bruder: Im Auto nach Ljubljana

Bruder Florian Dorsch (r.) mit U 21-Europameister Niklas: "Ich bin stolz wie Bolle auf ihn."[Foto: privat]

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Auf einmal ist die Oma weltberühmt. Also zumindest in Deutschland, wo sie inzwischen jeder Fußballfan kennt. Im kleinen Burgkunstadt in Franken hat die 72-Jährige in den letzten Tagen einen Megahype ausgelöst, etwas unfreiwillig, aber manchmal kann man den Lauf der Dinge einfach nicht aufhalten. Mit ihrer Videobotschaft an Enkel Niklas Dorsch, den frischgebackenen U 21-Europameister, vor dem Finale gegen Portugal ist Rita Deuerling zur prominentesten Großmutter der Republik geworden.

Niklas' drei Jahre älterer Bruder Florian (26), nach wie vor für seinen Heimatverein 1. FC Baiersdorf am Ball, verrät im Interview, was in den letzten Tagen in der Heimat los war – und wann Oma Rita der Familie die Haxe serviert.

FUSSBALL.DE: Florian Dorsch, hat der Wahnsinn um ihren "kleinen" Bruder Niklas inzwischen auch Sie erreicht?

Florian Dorsch: Das hält sich zum Glück in Grenzen, das Interesse hat sich schon stark auf unsere Oma konzentriert. Ich muss sagen, das war seit Montag schon ein bisschen viel. Ständig standen Kamerateams und Reporter vor ihrer Tür. Sie hat das alles bereitwillig mitgemacht, aber es ist auch schön, wenn das jetzt wieder nachlässt.

"Wenn dein Brüderchen im EM-Endspiel steht und mit Deutschland den Titel holen kann, dann nimmt man etwas Stress doch gerne in Kauf"

Was sagen Sie denn dazu, dass Ihr Brüderchen einen EM-Pokal mit nach Hause bringt?

Dorsch: Das ist unfassbar. Ich bin stolz wie Bolle auf ihn und feiere die gesamte Truppe richtig ab. Da sieht man einmal, was mit Teamgeist geht. Deutschland war ja keineswegs der Favorit auf den EM-Titel. Im Gegenteil: Nachdem die Gruppenphase nicht so gut gelaufen ist, hat man von den Jungs das nicht erwartet. In den K.o.-Spielen aber waren sie von Beginn an voll da. Erst musst du bei einem Elfmeterschießen, wie im Viertelfinale gegen Dänemark, auch ein bisschen Glück und die richtigen Nerven haben. Dann die super Leistung im Halbfinale gegen Holland und das Endspiel logischerweise als krönender Abschluss eines Turniers. Mit der Vorstellung gegen Portugal haben die Jungs noch einmal einen draufgesetzt und am Ende völlig verdient den Pokal geholt.

Waren Sie live vor Ort?

Dorsch: Ja klar, fast mit der gesamten Familie. Unsere Eltern waren dabei und noch zwei Freunde von Niklas. Nachdem die Truppe das Halbfinale gegen Dänemark gewonnen hatte und somit im Endspiel stand, hat Niklas über den DFB die Karten für uns organisiert. Wir sind am Sonntag früh von zu Hause aus losgefahren, bis in Sloweniens Hauptstadt sind es ja von Baiersdorf doch noch 700 Kilometer.

Mussten Sie sich wegen der Corona-Bestimmungen für die Einreise nach Slowenien noch testen lassen?

Dorsch: Wir haben alle noch einen PCR-Test gemacht. Dann wurden aufgrund der sinkenden Inzidenzen am Samstag die Regeln gelockert, sodass das gar nicht mehr nötig war. So kurzfristig war das ziemlich stressig, aber hey: Wenn dein Brüderchen im EM-Endspiel steht und mit Deutschland den Titel holen kann, dann nimmt man so etwas doch gerne in Kauf. (lacht)

"Man of the Match", gefeiert in den Medien: Niklas Dorsch!

Dorsch: Ich kann es immer noch nicht glauben, was da passiert ist. Als Familienangehöriger hast du da draußen auf der Tribüne ja fast genau so viel Adrenalin wie die Spieler auf dem Platz. Niklas war in genau dem richtigen Moment in Topform, er hat eine Führungsrolle übernommen, Kommandos gegeben und sich mit Leidenschaft in jeden Zweikampf geschmissen, das war überragend!

Sein Interview nach dem Abpfiff war fast noch besser, danach ging die Geschichte mit "Oma, ich liebe dich!" so richtig steil…

Dorsch: Er hat einfach frei drauflos geplaudert, das ist so seine Art. Ich muss zugeben, dass ich an der Geschichte mit Oma nicht ganz unschuldig bin. Am Samstag waren wir mit der Familie bei ihr zum Essen, und da habe ich zu ihr gesagt: Oma, willst du dem Niklas nicht einen Gruß schicken, da freut der sich vor dem wichtigsten Spiel seines Lebens. Ich habe das also auf dem Handy aufgenommen und Niklas per WhatsApp gesendet. Das war privat gedacht, wir haben nicht geahnt, dass er das Video auf Social Media postet. Tja, so war es dann in der Welt. (lacht)

Wann gibt es denn Omas berühmte Haxe und dazu ihr selbst gebrautes Bier aus dem EM-Pokal?

Dorsch: Niklas ist jetzt erst einmal im Urlaub, er soll sich erst einmal von dem Stress und den Feierlichkeiten nach dem Spiel ausruhen. Wenn er nach Hause kommt, gehen wir dann zu Oma und lassen uns die Haxe schmecken. Das Bierchen müssen wir kaufen, Oma braut nicht mehr selbst.

Bei Oma Rita stand auch das beste Tor, munkelt man?

Dorsch: Genau! Das war aus Blech, und zwar in einem Garagenhof. Da haben Niklas und ich als Kinder ständig gekickt. Das Tor hat bei jedem Schuss laut gescheppert. Die Nachbarn haben sich immer gefreut, wenn wir kamen, also jeden Tag gleich nach der Schule. (lacht) Für uns gab es nur Fußball, Papa Thomas war anfangs auch unser Trainer in der Jugend beim 1. FC Baiersdorf. Ich bin mit sechs in den Verein gegangen, und Niklas, dreieinhalb Jahre jünger, war immer dabei. Der passte zwar noch in kein Trikot, aber das war uns doch egal.

Niklas ist dann recht früh weitergezogen.

Dorsch: Man hat früh gesehen, was er am Ball konnte, sein Talent musste gefördert werden. Also ist er mit acht Jahren in die deutsch-tschechische Fußballschule in Rehau bei Hof gewechselt und mit elf dann schon zum 1. FC Nürnberg .

Von Nürnberg aus ging's zum großen FC Bayern, schon mit 14 hat Ihr Bruder das heimische Nest verlassen. Wie war das für ihn und die Familie?

Dorsch: Die gewohnte Umgebung, seine Heimat, Freunde und Familie zu verlassen, ist immer schwer, gerade als Jugendlicher. Er hat das aber ganz gut hinbekommen, war bei den Bayern im Fußballinternat untergebracht und hat eben den Traum vom Fußball gelebt.

Beim FC Bayern hat er den Sprung zu den Profis nicht geschafft beziehungsweise ist ihm lediglich ein Einsatz in der Bundesliga vergönnt gewesen. Nach drei Jahren in der Münchner U 23 ist er dann zum 1. FC Heidenheim gewechselt. War das der richtige Schritt?

Dorsch: Ja! Heidenheim mag zwar vom Namen her kein großer Verein sein, aber es ist doch für einen jungen Spieler für seine Entwicklung besser, wenn er in der 2. Liga auf seine Einsätze kommt statt in der ersten Liga möglicherweise auf der Bank zu sitzen. In Heidenheim konnte er weiter auf sich aufmerksam machen, sodass ihn vor einem Jahr Gent verpflichtet hat.

Belgien bringt zwar Weltklassefußballer hervor, die spielen aber nicht in der heimischen Liga, weil diese nicht zu den Topadressen im europäischen Fußball zählt. Niklas Dortsch hat zwar bei KAA einen Vertrag bis 2024, aber nach dem Triumph bei der U 21-EM dürfte ihn jetzt die Bundesliga locken, oder?

Dorsch: Das kann durchaus passieren. In Gent war in dem Jahr viel Unruhe, es wurde gleich viermal der Trainer gewechselt, sodass Niklas sich schon seine Gedanken gemacht hat. Mal sehen, wo wir ihn noch sehen werden.

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