So geht es mit der Regionalliga-Reform weiter
Die AG Regionalliga-Reform hat ihre Arbeit abgeschlossen. Sie spricht sich klar für eine viergleisige Regionalliga aus, damit alle Meister in die 3. Liga aufsteigen können.
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Levan Kenia: "Ich könnte mir durchaus vorstellen, beim KFC zu verlängern."[Foto: imago images]
Er wurde schon als "Lionel Messi" seines Heimatlandes gefeiert, spielte als Jugendlicher beim großen FC Barcelona vor und sollte später in der Bundesliga für Furore sorgen. Trotz 27 Länderspiele für Georgien und dem DFB-Pokalsieg mit dem FC Schalke 04 hat es bei Levan Kenia für die ganz große Karriere nicht gereicht. Im Interview spricht der 31-Jährige über die Gründe, seinen Spitznamen "Shakira" und seinen Wechsel zum KFC Uerdingen, dem aktuell der Abstieg in die Oberliga droht.
FUSSBALL.DE: Herr Kenia, wie kam Ihr Wechsel nach Uerdingen zustande?
Levan Kenia: Das hat vor allem mit Dmitry Voronov zu tun, den ich schon lange kenne und der mich zum KFC geholt hat, als er dort Cheftrainer wurde. Für mich war das eine spannende Aufgabe, denn ich hatte vorher entschieden, meine Profikarriere zu beenden. In der Coronazeit mit den Lockdowns war das sicherlich die richtige Entscheidung. Mein Traum war, Trainer zu werden, diese Chance hat mir der KFC als Assistent von Dmitry Voronov gegeben.
Dmitry Voronov ist beim KFC kein Trainer mehr und unter dem neuen Chefcoach Alexander Voigt, früher Bundesligaprofi beim 1. FC Köln, wurden Sie als spielender "Co" wieder reaktiviert. Wie gefällt Ihnen diese Rolle?
"Mein damaliger Mitspieler meinte, ich wäre so klein und wendig und würde meine Hüfte wie die Sängerin Shakira schwingen. Es gibt schlechtere Spitznamen"
Kenia: Eigentlich hatte ich nicht vor, wieder zu spielen, denn ich hatte in meiner Karriere so viel mit Verletzungen zu kämpfen, dass jetzt der passende Zeitpunkt für mich war, ein neues Kapitel im Fußball aufzuschlagen. Aber dann haben der Verein und ich uns darüber unterhalten, ob ich der Mannschaft mit meiner Erfahrung weiterhelfen kann. So sind wir im Dezember zu der Entscheidung gekommen, dass beide Seiten vielleicht davon profitieren könnten.
Der KFC hat, damals noch unter dem Namen Bayer 05, als DFB-Pokalsieger und Europapokal-Teilnehmer eine glorreiche Vergangenheit, aber im Moment droht der Abstieg in die Oberliga.
Kenia: Es sieht ganz danach aus, schließlich sind wir Tabellenletzter in der Regionalliga West. Allerdings ist klar, dass wir uns nicht aufgeben werden, außerdem hoffen wir auf einen Schub dadurch, dass das Insolvenzverfahren beendet ist. Leider hat der Verein in den letzten Jahren unruhige Zeiten erlebt, das ist für so einen Traditionsklub, der früher große Erfolge feiern durfte, natürlich nicht schön.
Würden Sie auch bei einem Abstieg in Uerdingen bleiben?
Kenia: Mein Vertrag läuft zwar im Juni aus, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, beim KFC zu verlängern. Die Perspektive muss stimmen, wenn das Ziel Rückkehr in die Regionalliga heißt und der KFC nach dem Stadionumbau auch wieder in seine Heimat Grotenburg zurückkehrt, dann können wir uns sicher gerne darüber unterhalten.
Sie waren im Fußball viel unterwegs, in Deutschland haben Sie außer für Schalke auch für Fortuna Düsseldorf gespielt. Nach der Jugendzeit bei Dynamo Tiflis und vier Jahren auf Schalke, wo Sie als Riesentalent vorgestellt wurden, zählen auch Stationen unter anderem in Lviv in der Ukraine und in Düdelingen in Luxemburg zu Ihrer Vita. Sie haben sehr viel erlebt.
Kenia: Leider hatte ich schon früh in meiner Karriere mit schweren Verletzungen zu kämpfen. Das fing schon auf Schalke an, wo ich noch ein Jahr in der U 19 gespielt habe und dann einen guten Start in der Bundesliga-Mannschaft hatte. Aber dann habe ich mich verletzt und bin lange ausgefallen. Wegen eines Knorpelschadens konnte ich fast drei Jahre lang nicht Fußball spielen, das hat mich sehr zurückgeworfen. Ich habe immer wieder versucht, mich heranzukämpfen, aber an meine Leistungen von damals konnte ich nie mehr so richtig anknüpfen.
Dabei haben Sie sogar als 14-Jähriger an einem Sichtungslehrgang beim großen FC Barcelona vorgespielt und wurden schon zum "Messi Georgiens" ausgerufen.
Kenia: Das hatte auch damit zu tun, dass ich mit 16 schon Nationalspieler war. Von daher waren die Erwartungen groß, aber im Fußball ist man schnell oben – und genauso schnell wieder unten. Ich hatte leider viel Verletzungspech, sonst hätte meine Karriere vielleicht einen anderen Verlauf genommen. Ich möchte die ganzen Jahre aber trotzdem nicht missen, denn ich habe viel Erfahrung in mehreren Ländern gesammelt, konnte verschiedene Sprachen und Kulturen kennenlernen.
Bleibt noch eine Frage: Warum ist Ihr Spitzname eigentlich "Shakira"?
Kenia: (lacht) Den habe ich in Düsseldorf verpasst kommen. Mein damaliger Mitspieler Bruno Soares hat mich so genannt, weil er meinte, ich wäre so klein und wendig und würde meine Hüfte wie die Sängerin Shakira schwingen. Es gibt schlechtere Spitznamen.
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