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US-Studium |18.04.2021|18:30

Fußball-Studentin in den USA: "Wahnsinn"

"Die Professionalität unseres Uni-Teams hier ist nochmal größer": Anna Aehling (l. im Uni-Trikot) studiert im US-Staat Indiana.[Foto: Rüdiger Zinsel/privat]

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Dank eines Fußball-Stipendiums lebt Anna Aehling endlich ihren "amerikanischen Traum". Hatte sich ihr Studienbeginn an der Indiana University und das Engagement beim dortigen Women's Soccer Team zunächst coronabedingt um ein halbes Jahr verzögert, startet die westfälische U 20-Nationalspielerin, die in Deutschland zuletzt für den Zweitligisten FSV Gütersloh 2009 spielte, nun in der höchsten College-Division richtig durch. Wir haben mit der 20-jährige Coesfelderin über die Unterschiede zum deutschen Fußball, den straffen Trainings- und Spielplan und ihren Traum gesprochen, eines Tages für die DFB-Frauen aufzulaufen. 

FUSSBALL.DE: Haben Sie sich schon in Ihrer neuen Heimat eingelebt?

Anna Aehling:  Ja, für mich läuft es hier in Bloomington sehr gut! Die Mannschaft ist super nett, und die Gegebenheiten hier sind wirklich der Wahnsinn. In den ersten Wochen war es schon eine kleine Umstellung für mich, weil das Training hier ein bisschen anders ist und auch der Spielrhythmus. Wir hatten kurz vor Ostern zum Beispiel vier Spiele in neun Tagen.

Mit wem aus der Heimat halten Sie Kontakt?

"Wir hatten kurz vor Ostern zum Beispiel vier Spiele in neun Tagen"

Aehling:  Ich versuche, mit meiner Familie und meinen engsten Freunden möglichst oft über Facetime Kontakt zu haben. Da sind auch viele Spielerinnen dabei, mit denen ich auf dem FLVW-Internat war, zum Beispiel U 20-Torhüterin Wiebke Willebrandt, die im Sommer ebenfalls in die USA kommt, oder auch Soffe und Sjoeke (die A-Nationalspielerinnen Sophia Kleinherne und Sjoeke Nüsken, Anm.d.Red.) . Manchmal ist es schon schwierig mit der Zeitverschiebung. Denn über den Tag hinweg habe ich meistens sehr viel zu tun, und abends, wenn ich ein bisschen Zeit habe, schlafen in Deutschland schon alle. (lacht)  Aber ich versuche, immer die Tageszeiten zu finden, an denen ich sie anrufen kann.

Wie sieht Ihre erste sportliche Zwischenbilanz im "Hoosier State" aus?

Aehling:  Wir sind hier schon am Saisonende angekommen und haben uns sehr gut geschlagen. Wir haben die meisten Punkte für Indiana seit 1998 geholt und haben einen guten Schritt nach vorne gemacht! Wir haben die Saison in der 14er-Liga auf dem fünften Platz abgeschlossen. Aber ich glaube, in den nächsten Jahren ist da noch mehr drin. Die Saison war wirklich intensiv, denn wir hatten in fast jeder Woche zwei Spiele. Und dazwischen noch Training, das aber meistens etwas lockerer war. Übrigens ist es hier so, dass ein Match in die Verlängerung geht, wenn es nach 90 Minuten Unentschieden steht. Das war manchmal auch sehr kräfteraubend. Meine Hauptposition in dieser Saison war die rechte Innenverteidigung. Linke Innenverteidigerin war mit Oliwia Wos eine weitere deutsche Spielerin. In zwei oder drei Spielen hat mich mein Trainer Erwin van Bennekom auch auf den Außenverteidigerpositionen eingesetzt.

Wie sieht Ihr wöchentliches fußballerisches Pensum aus?

Aehling:  Meistens haben wir am Donnerstag und Sonntag ein Spiel und an allen anderen Tagen Training. Außer montags, das ist meistens unser "day off". Dazu kommt, dass wir viel reisen müssen. Zum Beispiel mussten wir auch nach Pennstate in Pennsylvania fliegen und diese Reisen nehmen nochmal ein bisschen mehr Zeit in Anspruch. Insgesamt haben wir in der Saison schon einen ordentlich straffen Zeitplan mit Fußball und Uni. Aber alles ist machbar, und Zeit für Teamabende hatten wir auch. (lacht)  Dazu muss man sagen, dass wir hier täglich auf Corona getestet werden, auch schon 70 Prozent unserer Mannschaft geimpft sind, und wir uns eigentlich ausschließlich in unserer "Mannschafts-Bubble" aufhalten.

Und das wöchentliche Studienpensum?

Aehling:  Also, ich bin keine Person, die alles sehr schnell fertig bekommt, sondern brauche immer ein bisschen mehr Zeit, um meine Hausaufgaben zu erledigen. Deswegen sitze ich unter der Woche häufig bis neun oder zehn Uhr abends an meinen Hausaufgaben. Aber dafür schaffe ich es meistens, dass ich am Wochenende mehr Zeit habe und dann viel unternehmen kann. Mein Studiengang ist "Outdoor Recreation, Parks & Human Ecology". Bisher macht es mir sehr viel Spaß, mein Lieblingsfach ist "Management in Recreation, Park and Tourism", wo ich sehr viel über Leadership lerne und wie man eine Organisation oder ein Unternehmen leitet.

Was ist der größte Unterschied zwischen dem Leben im westfälischen Fußball-Internat und der Zeit als "Fußball-Studentin" in den USA?

Aehling:  Der größte Unterschied liegt wohl im schulischen Bereich, denn momentan habe ich viele "Online Classes", bei denen ich mir meine Zeit selber einteilen kann, während ich in Deutschland genau vorgegebene Zeiten hatte. Außerdem haben wir hier im sportlichen Bereich während der Saison nicht so viel Zeit, individuell etwas für uns zu machen, da wir eigentlich immer spielen, regenerieren, wieder spielen und wieder regenerieren. Da konnte ich im FLVW-Internat nochmal ein bisschen mehr individuell arbeiten. Dazu habe ich hier wohl im Sommer mehr Zeit. Ich muss auch sagen, dass die Professionalität unseres Uni-Teams hier nochmal größer ist. Wir haben sehr oft Gespräche mit unseren Coaches, haben viele Video- und Gegneranalysen, und die Voraussetzungen hier sind wirklich der Wahnsinn.

Und wie sind Ihre derzeitigen Kontakte zur DFB-Auswahl und den Trainer*innen dort?

Aehling: Da unsere U 20-WM ja leider endgültig abgesagt wurde, hatten wir auch keine Maßnahmen mehr mit dem DFB. Im Moment habe ich dementsprechend auch keinen Kontakt zu Trainerin Kathrin Peter, die früher ja auch meine Trainerin in der Westfalenauswahl und im FLVW-Internat war. Ich versuche, mich hier in Indiana bestmöglich weiterzuentwickeln und das Beste aus mir raus zu holen. Und natürlich wäre es dann schön und auch ein Traum, irgendwann mal eine Einladung von den DFB-Frauen zu bekommen.

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