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DFB-Star |21.10.2021|15:40

Gündogan: Kunstrasen für Ex-Klub gesponsert

Stehen auch dank Nationalspieler Ilkay Gündogan auf der neuen Kunstrasenanlage: Kicker und Verantwortliche des SV Gelsenkirchen-Hessler 06.[Foto: SV Gelsenkirchen-Hessler 06]

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Es ist das Jahr 1993, als ein kleiner Junge aus der Nachbarschaft zum Fußballspielen hierher kommt. Schon sein Vater und sein Onkel waren im Verein. Er selbst ist erst drei Jahre alt, doch sein großes Talent zeigt sich bald. Gekickt wird meistens auf der harten Asche, nur ganz selten dürfen die Kinder im Sommer auf den schönen Naturrasenplatz. Von einem Kunstrasen, wie er heute auf vielen Anlagen zu finden ist, wagen sie noch nicht einmal zu träumen, so etwas gibt es zu der Zeit einfach nicht.

Mehr als ein Vierteljahrhundert später toben Kids in dem gleichen Alter, in dem besagter Junge damals an dieser Stelle gegen den Ball trat, über einen feinen Kunstrasenplatz. Mitfinanziert hat ihn der Junge von damals. Heute ist er 30 Jahre alt und spielt in einer der besten Mannschaften der Welt. Sein Name: Ilkay Gündogan.

Beim SV Gelsenkirchen-Hessler 06 startete die Laufbahn des deutschen Nationalspielers und Stars von Manchester City. Opa Ismail kommt in den 70er-Jahren als Gastarbeiter in den Ruhrpott und schuftet, ganz klassisch, als Bergmann. Frau und Kinder bleiben zunächst in der Türkei, 1979 zieht dann auch der Rest der Familie nach Gelsenkirchen. Ismails Söhne Irfan, Ihsan und Ilhan wollen zum Fußball, der nächste Klub in dem Stadtteil Heßler, in dem sie wohnen, ist 06. In der dritten Generation folgen Irfans Kinder Ilker und Ilkay sowie Ihsans Söhne Ilkan und Okan, allesamt kicken sie in der Jugend bei den Blau-Weiß-Blauen, nur Ihsans Tochter Tugce hat mit Fußball nichts am Hut - außer, dass sie später natürlich die Spiele ihres durch den Fußball berühmt gewordenen Cousins Ilkay verfolgt.

ManCity-Meisterprämie für Hessler 06

"Für uns ist das wie nach Hause kommen. Wenn Ilkay zeitlich gekonnt hätte, wäre er auch dabei gewesen"

Am 16. Oktober dreht sich das Rad der Geschichte und hält dort an, wo für die Gündogans in Deutschland einst alles begann. Auf dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportplatz bolzen die Minikicker nach Herzenslust. Zu verlockend ist auch das satte Grün, das hier liegt, auch wenn es aus Kunstfasern besteht. Genau 705.712,38 Euro hat der Platz gekostet, zu den reinen Baukosten von 610.072,77 Euro kamen externe Planungskosten in Höhe von 95.639,61 Euro hinzu. Gut 400.000 Euro finanzierte die Stadt Gelsenkirchen als Eigentümerin der Bezirkssportanlage im Westen der Schalke-Stadt, 300.000 Euro investierte der Verein - einen großen Teil der Summe spendierte ein ehemaliger 06-Spieler aus seiner letzten Meisterprämie in der glitzernden Premier League: eben ManCity-Profi Ilkay Gündogan.

"Für uns ist das wie nach Hause kommen", betont Ilhan Gündogan. Der 37-Jährige hat es sich nicht nehmen lassen, bei der offiziellen Eröffnung des Platzes dabei zu sein. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler, seit einigen Jahren zusammen mit seinem 21 Jahre älteren Bruder Irfan auch Ilkays Berater, lebt eigentlich in Dubai. Doch um in Heßler ein paar alte Kumpels zu treffen, setzte er sich in den Flieger und stand am Samstagmorgen um 11 Uhr pünktlich auf dem Platz. "Wenn Ilkay zeitlich gekonnt hätte, wäre er auch dabei gewesen", nickt sein Onkel Ilhan. "Er weiß, wo er herkommt und hat noch einige seiner Freunde in Gelsenkirchen beziehungsweise im Stadtteil Heßler. Wir planen auch noch einen Termin, bei dem er dann auf dem Platz ist, aber wir können jetzt noch nicht sagen, wann das klappen wird."

Als der DFB-Auswahlspieler hört, dass sich sein ehemaliger Verein einen Kunstrasen wünscht, um einen der zwei Ascheplätze mit einem modernen Untergrund zu ersetzen, signalisiert er sofort seine Unterstützung. Weil die Stadt Gelsenkirchen nicht gerade mit Geld gesegnet ist, müssen Amateurklubs wie Hessler 06 oder andere, in der Regel lange warten, bis bei ihnen tatsächlich eine neue Spielfläche gebaut wird. "Als Ilkay gehört hat, dass die Planung eines Kunstrasens beziehungsweise dessen Umsetzung aus finanziellen Gründen sehr weit in der Ferne liegen würde, war für ihn sofort klar, dass er sich daran finanziell beteiligen würde", verrät Ilhan Gündogan.

Er selbst wird als Sechsjähriger bei Hessler 06 angemeldet und spielt von der E-Jugend bis zur ersten Mannschaft für den Klub, in dem unter anderem auch der frühere Nationaltorhüter und Schalker Held Norbert Nigbur groß wird. "Wir haben damals meist auf der Asche gespielt, von solch einem Kunstrasen, wie er jetzt hier liegt, hätten wir nur träumen können", erinnert sich Ilhan Gündogan. "Das gab es nicht. Im Gegenteil, ich kenne noch den schwarzen Aschenplatz. Wir haben immer graue Asche dazu gesagt."

Mit 23 hört er mit dem aktiven Fußball auf und konzentriert sich auf sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum. Nun trifft er an der Kanzlerstraße unter anderem seinen früheren Trainer Jürgen Salitz. "Mit seinem Sohn André habe ich früher in der Jugend zusammengekickt, ebenso wie mit Ajdin Mehmedagic, der heute zweiter Vorsitzender des Vereins ist", nickt Ilhan Gündogan und führt aus: "Viele unserer Freunde von früher leben noch hier, einige spielen auch noch bei 06. Wir sind in Heßler aufgewachsen und viele Familienmitglieder haben, wie Illy und ich, hier im Verein Fußball gespielt. Von daher haben wir auch heute noch eine enge Bindung zum Verein, auch wenn wir inzwischen alle woanders leben und es auch schon ein paar Jahre her ist, dass ein Gündogan bei 06 gespielt hat."

"Guter, bodenständiger Junge"

Schon mehr als 20 Jahre im Verein tätig ist Rainer Konietzka. Er freut sich, dass der Verein, dessen erste Mannschaft in der Bezirksliga spielt und im Nachwuchs gut aufgestellt ist, durch den neuen Platz einen wichtigen Schub erhält. "Alleine hätten wir das nicht stemmen können, daher sind wir Illy sehr dankbar, dass er sich bei seinem Jugendverein engagiert", strahlt der erste Vorsitzende der 06er und fügt an: "Das ist ein guter, bodenständiger Junge, der seine Heimat nicht vergessen hat."

Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Karin Welge, die wegen einer Erkrankung bei der Einweihung am Samstag fehlte, hatte im Juni – an der Seite von Ilhan Gündogan und Rainer Konietzka – den ersten Spatenstich für den Kunstrasen gesetzt. Bezirksbürgermeisterin Marion Thielert gab in Vertretung des Stadtoberhaupts das Spielfeld nun offiziell frei. Rund neun Wochen Bauzeit liegen hinter dem Areal, das eine Gesamtfläche von 7507,26 Quadratmetern umfasst, wobei der Platz selber 64 Meter breit und 100 Meter lang ist. Neben dem Kunstrasen mit Toren und Eckfahnen entstanden dabei auch Ballfangzäune und Barrieren, Trainer- und Mannschaftsbänke sowie gepflasterte Zuwegungen, Zufahrten und aufbereitete Umgebungsflächen auf dem Vereinsgelände. Etliche Vereinsmitglieder hatten viel ehrenamtliche Arbeit in die wichtige Modernisierung investiert.

Bereits in den letzten Wochen hatte alle Mannschaften des SV Hessler 06, von den Senioren bis zu den Bambinis, schon mindestens einmal auf dem Grün trainieren oder spielen dürfen. Die erste Mannschaft hat bereits zwei Heimspiele in der Bezirksliga sowie ein Kreispokal-Match auf dem neuen Schmuckstück ausgetragen. Die Bilanz: 5:2 gegen den SV Zweckel, 6:2 gegen den SC Hassel und erneut 5:2 gegen die SG Suderwich. "Das kann sich doch sehen lassen", schmunzelt Rainer Konietzka.

Doch damit nicht genug. Auf der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportanlage wird weiter gewerkelt. Als nächstes ist die Haupttribüne dran, inklusive eines neuen Kabinentrakts. Die seit fast zwei Jahren laufenden und unter anderem durch Corona verzögerten Arbeiten sollen Anfang des Jahres abgeschlossen sein. Hessler 06 hofft dann, bei der nächsten offiziellen Eröffnung einen prominenten Gast aus dem eigenen Stall begrüßen zu dürfen: natürlich Ilkay Gündogan.

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