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Oberliga-Stürmer|18.09.2021|11:55

Harnik: "Wie die Kirsche auf der Sahnetorte"

Harnik: "Oft werde ich hervorragend bedient und muss nur noch den Kopf oder Fuß hinhalten."[Foto: imago]

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Vier, eins, vier, eins! Nein, das sind nicht die Lotto-Superzahlen der vergangenen Wochen, sondern die Tore, die Ex-Bundesligaprofi Martin Harnik (34) an den ersten vier Spieltagen in der Oberliga Hamburg für Serienmeister TuS Dassendorf erzielt hat. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht der frühere Nationalstürmer von Österreich über den Wechsel in den Amateurfußball und die Torjägerkanone für alle.

FUSSBALL.DE: Schnüren Sie am Samstag ab 13 Uhr im Spitzenspiel gegen Concordia Hamburg wieder einen Viererpack, Herr Harnik?

Martin Harnik: (lacht) Mal langsam. Wie kommen Sie denn darauf?

Nach dem Gesetz der Serie in dieser Saison wären wieder vier Tore dran!

"Jetzt geht es auf dem Fußballplatz nur noch darum, Spaß am Spiel und mit dem Team zu haben"

Harnik: Das mag statistisch stimmen. Allerdings ist das Duell mit Cordi das absolute Topspiel in unserer Liga. Wir treffen auf einen Gegner auf Augenhöhe. Da ist schon ein Sieg - und nur darum geht es unter dem Strich im Mannschaftssport - alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Grundsätzlich freue ich mich aber auch deshalb auf die Partie, weil wir ein Heimspiel haben und wir daher auf unserem Naturrasen antreten werden. Ich muss zugeben, dass es mir auf den zahlreichen kleinen Kunstrasenplätzen in unserer Liga nach wie vor schwerfällt, meine beste Leistung abzurufen. Die beiden bisherigen Viererpacks sind mir jedenfalls in Heimspielen geglückt. Das ist sicher kein Zufall. Sollte mir auch gegen Cordi der eine oder andere Treffer gelingen, hätte ich nichts dagegen. Erneut vier Tore zu erzielen, dürfte allerdings schwierig werden.

Von insgesamt 15 Dassendorfer Saisontreffern gehen zehn auf Ihr Konto. Wie erklären Sie sich diesen herausragenden Start?

Harnik: Der entscheidende Grund ist, dass wir für diese Liga eine Supermannschaft haben. Es ist nämlich nicht so, dass ich zahlreiche Tore nach Einzelleistungen erzielt habe. Vielmehr kreieren wir als Team zahlreiche Chancen. Oft werde ich hervorragend bedient und muss nur noch den Kopf oder Fuß hinhalten. Ich würde mich als letztes Glied in einer erfolgreichen Kette beschreiben. Das hat bisher in der Tat gut funktioniert.

Wie gut ist Ihr Fitnesszustand im Vergleich zu Ihrer Profizeit?

Harnik: Ich würde sagen, ich liege so bei 75 bis 80 Prozent. Um dieses Niveau in etwa zu halten, reichen mir die zwei bis drei Trainingseinheiten, die wir pro Woche absolvieren.

Wie haben Sie sich während der langen Corona-Pause fitgehalten?

Harnik: Das war schon eine sehr frustrierende Zeit, zumal ich vor einem Jahr gerade erst den harten Schnitt vollzogen und mich gegen den Profifußball entschieden hatte. Dann nach nur zwei Ligaspielen für Dassendorf fast acht Monate lang gar nicht Fußball spielen zu können, war äußerst schwierig. Zum einen sportlich, weil ich schon immer ein Bolzplatzkind war. Ich habe zwar gerne oft und auch lange trainiert, aber 30 Minuten im Kraftraum waren für mich schon eine Qual. Vor allem aber war es sozial hart, denn das Gemeinschaftsgefühl innerhalb eines Teams und speziell in der Kabine hat mir unglaublich gefehlt. Umso mehr genießen wir es jetzt, endlich unserer Leidenschaft wieder nachgehen zu können.

Warum bereitet es Ihnen so große Freude, nach vielen Profijahren jetzt im Amateurfußball aktiv zu sein?

Harnik: Ich fand den Amateurfußball immer schon Weltklasse. Und das hat auch nichts mit fehlendem Ehrgeiz zu tun. Ich ärgere mich immer noch bei jedem Training, wenn wir verlieren oder wenn mir etwas misslingt. Aber ich nehme es nicht mehr - wie früher im Profibereich - mit nach Hause. Jetzt geht es auf dem Fußballplatz nur noch darum, Spaß am Spiel und mit dem Team zu haben.

Haben Sie sich eine bestimmte Marke an Saisontoren vorgenommen?

Harnik: Das habe ich noch nie gemacht und das wird sich auch in der 5. Liga nicht ändern. Es ist klar, dass wir in jedem Spiel das Maximale herausholen wollen. Wenn ich dazu mit Toren beitragen kann, ist es umso besser.

In der Bundesliga hat es für Sie nicht zum Gewinn der Torjägerkanone gereicht. Würden Sie die Trophäe jetzt gerne in der 5. Liga holen?

Harnik: Wie schon gesagt: Im Mittelpunkt unseres Sports steht der Erfolg der Mannschaft. Nur wenn der stimmt, hat man auch die Chance auf einen tollen Einzelpreis. Der wäre dann so etwas wie die Kirsche auf der Sahnetorte. Ich hätte natürlich nichts dagegen, mir eine Kanone in die Vitrine zu stellen.

Wie finden Sie grundsätzlich die Idee von kicker, FUSSBALL.DE und Volkswagen, nicht nur bei den Profis Torjägerkanonen zu vergeben, sondern auch runter bis zur 11. Liga bei den Männern und bis zur 7. Liga bei den Frauen?

Harnik: Für jeden Amateurfußballer ist das sicherlich ein großer Anreiz und sorgt auch für zusätzliche Aufmerksamkeit. Allein schon deshalb ist das sehr interessant. Sämtliche Ligen in einer Spielklassenebene bundesweit miteinander zu vergleichen, ist sicherlich schwierig, allein schon wegen der teilweise unterschiedlichen Anzahl an Ligaspielen. Dennoch halte ich es für eine gute Sache, die auch die Wertschätzung für den Amateurfußball unterstreicht.

Die Rahmenbedingungen in der Oberliga sind - nicht nur wegen der zahlreichen Kunstrasenplätze - komplett andere, als Sie es über viele Jahre in der Bundesliga gewohnt waren. Mal ehrlich: Wie schwer ist Ihnen die Umstellung gefallen?

Harnik: Klar, es sind andere Plätze, andere Kabinen, eine andere medizinische Betreuung. Die gesamte Belastung, körperlich und vor allem mental, ist zum Glück nicht mehr so groß. Was sich aber nicht ändert, ist die Leidenschaft für den Fußball. Ich gehe nach wie vor auf den Platz, um zu gewinnen.

Haben Sie schon gemerkt, dass Gegenspieler gegen einen bekannten Ex-Profi besonders motiviert sind?

Harnik: Dass gegen uns sämtliche Gegner in der Oberliga Hamburg heiß sind, hat in erster Linie etwas damit zu tun, dass die TuS Dassendorf so etwas wie die Benchmark, das Maß der Dinge, in dieser Liga ist. Durch meine Verpflichtung hat sich das vielleicht noch verstärkt. Da ich meine Gegenspieler mit viel Respekt behandele, gehe ich davon aus, dass es umgekehrt genauso ist. Ein hartes Tackling oder auch mal ein Foul gehören im Fußball dazu. Das nehme ich nicht persönlich.

Die TuS Dassendorf ist mit vier Siegen optimal gestartet, führt die Tabelle an. Lautet das Ziel, zum siebten Mal die Oberliga-Meisterschaft zu holen?

Harnik: Definitiv. Wir wollen Meister werden und uns außerdem möglichst über den Hamburger Verbandspokal für den DFB-Pokal qualifizieren. Das sind unsere großen Ziele.

Und der Aufstieg in die Regionalliga Nord?

Harnik: Das ist keine Option. Für den Verein nicht, weil er sich aus wirtschaftlichen und vor allem infrastrukturellen Gründen in der Oberliga Hamburg mit ihren zahllosen Derbys genau richtig aufgehoben fühlt. Aber auch für mich nicht.

Warum nicht?

Harnik: Ich habe mich vor einem Jahr ganz bewusst und aus freien Stücken gegen den Profi- und für den Amateurfußball entschieden. Ich möchte in Hamburg Fußball spielen, kann aber auf weite Auswärtsfahrten gut verzichten. Das hatte ich lange genug. Wenn ich wollte, könnte ich sicherlich noch in der 3. oder 4. Liga kicken, auch in der näheren Umgebung. Aber das ist mir zu nah am Profifußball. Das möchte ich nicht mehr.

Nah am Profifußball sind Sie dafür jetzt in einer anderen Rolle!

Harnik: Das stimmt. Ich begleite als freier Mitarbeiter für den Sender Sport1  regelmäßig Spiele der 2. Bundesliga, so auch beispielsweise am Samstagabend das Nordderby zwischen meinen beiden ehemaligen Klubs SV Werder Bremen und Hamburger SV. Das macht mir viel Spaß. Die Tätigkeit ist aktuell aber nebenberuflich geplant. Dazu bin ich in verschiedenen Bereichen unternehmerisch aktiv, habe gerade auch ein neues und spannendes Projekt in der Pipeline, das demnächst vorgestellt wird.

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