"Ein Ort, an dem Menschen mit Handicap wirklich im Zentrum stehen"
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Jada Asamoah: "Mein Vater gibt mir viele Tipps, was Mentalität und Einstellung angeht."[Foto: imago]
Die Rückennummer 14 ist beim FC Schalke 04 eng mit dem Namen einer echten Vereinslegende verbunden: Gerald Asamoah, Ex-Nationalspieler und Vizeweltmeister von 2002, hat beim Traditionsklub aus Gelsenkirchen den Status einer Ikone. Inzwischen trägt auch seine Tochter die 14 auf dem S04-Trikot. Jada Asamoah spielt bei den U 19-Juniorinnen der Königsblauen. Zuletzt durfte sich die 18-Jährige allerdings schon bei den Schalke-Frauen zeigen - und machte gleich mal mit einem Dreierpack auf sich aufmerksam.
Im Interview mit FUSSBALL.DE erzählt Jada Asamoah, wie sich mit ihrem berühmten Vater über Fußball austauscht, wo sie mit ihrem Zwillingsbruder Jaden früher gekickt hat und welche Ziele sie für die kommenden Jahre hat.
FUSSBALL.DE: Hallo Jada, wie kam es zu deinem ersten Pflichtspieleinsatz für das Schalker Team I im Kreispokal bei Erle 08, und was bedeutet es dir, "oben" mitzuspielen?
Jada Asamoah: Ich hatte bereits im Testspiel gegen die SpVg Aurich erste Minuten bei Team I sammeln dürfen. Der Einsatz im Kreispokal kam tatsächlich ein bisschen überraschend. Ich hatte vorher gut bei den U 19-Juniorinnen trainiert und wurde dann gefragt, ob ich im Kreispokal bei Team I dabei sein möchte. Natürlich habe ich sofort zugesagt. Es hat sehr viel Spaß gemacht, da es dort noch mal ein anderes Tempo, eine andere Körperlichkeit ist und ich dort viel lernen kann. Bei Team I mitzuspielen, bedeutet mir viel, weil solche Chancen zeigen, dass sich harte Arbeit auszahlt. Gleichzeitig ist es Motivation, weiter an mir zu arbeiten und mich zu beweisen.
"Ein Hattrick bei meinem ersten Pflichtspieleinsatz ist natürlich ein Traum"
Dir ist in der Partie nicht nur das erste Tor gelungen, sondern insgesamt ein Hattrick: Hast du dich für weitere Einsätze bei den Frauen empfohlen, oder wirst du zunächst wieder bei den U 19-Juniorinnen spielen?
Asamoah: Ein Hattrick bei meinem ersten Pflichtspieleinsatz ist natürlich ein Traum. Ich habe einfach versucht, meine Leistung zu bringen und der Mannschaft zu helfen. Ob ich dauerhaft bei den Frauen spiele oder erst mal weiter bei der U 19, entscheidet das Trainerteam. Ich bin für beides dankbar und will mich einfach weiterentwickeln.
Was bedeutet es dir, das S04-Trikot zu tragen?
Asamoah: Das S04-Trikot zu tragen, ist für mich etwas Besonderes. Schalke ist ein großer Traditionsverein mit einer riesigen Fanbasis. Und vor allem, weil mein Vater hier gespielt hat. Jetzt selbst das Logo auf der Brust zu tragen, erfüllt mich mit Stolz und Dankbarkeit.
War es schon immer dein Wunsch, Fußball zu spielen? Du bist ja familiär eindeutig vorbelastet…
Asamoah: Der Wunsch, Fußball zu spielen, war eigentlich schon immer da. Da ich aber zuerst Tennis gespielt habe, bin ich nie dazu gekommen. Vor drei Jahren habe ich mich dann dazu entschieden, mit Fußball anzufangen.
Was bist du für eine Spielerin, wo siehst du selber Stärken und möglicherweise auch Schwächen?
Asamoah: Ich würde sagen, meine Stärken liegen in meiner Schnelligkeit und in meinem Durchsetzungsvermögen. Natürlich gibt es aber auch noch Dinge, an denen ich weiter arbeiten muss.
Ist Gerald ein strenger Vater, was den Fußball angeht? Welche Tipps gibt er dir, wie tauscht ihr euch über den Fußball aus?
Asamoah: Mein Vater ist schon ehrlich und direkt, aber nicht streng. Er gibt mir viele Tipps - vor allem, was Mentalität und Einstellung angeht. Wir sprechen über die Spiele, er sagt mir was gut war und was ich besser machen kann. Aber zuhause ist er vor allem Papa und nicht Trainer.
"Der Name bringt Aufmerksamkeit mit sich, aber ich sehe das positiv: Ich bin stolz auf meinen Namen, möchte mir aber natürlich auch meinen eigenen Weg erarbeiten"
Ist er dein großes Vorbild?
Asamoah: Natürlich ist er ein Vorbild für mich, nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. Was er erreicht hat und wie er dabei er selbst geblieben ist, beeindruckt mich sehr.
Wie ist es denn für dich, den bekannten Namen Asamoah zu tragen? Du wirst doch auf dem Platz sicherlich ständig so angesprochen: "Bist du die Tochter von Asa"?
Asamoah: Ja, das passiert schon öfter. Der Name bringt Aufmerksamkeit mit sich, das ist klar. Aber ich sehe das positiv: Ich bin stolz auf meinen Namen, möchte mir aber natürlich auch meinen eigenen Weg erarbeiten.
Dein Zwillingsbruder Jaden spielt bereits seit seiner Kindheit Fußball, im vorigen Sommer ist er von der U 19 des TSV Meerbusch zu Alemannia Aachen gewechselt. Habt Ihr als Kinder oft zusammen gekickt, zum Beispiel im heimischen Garten?
Asamoah: Ja, wir haben oft gemeinsam im Garten oder auf dem Bolzplatz gekickt.
Was sind deine Ziele, mit Schalke und im Fußball insgesamt?
Asamoah: Kurzfristig möchte ich mich sportlich weiterentwickeln und so viele Spielminuten wie möglich sammeln. Langfristig träume ich davon, mich im Seniorinnenbereich festzuspielen und vielleicht auch einmal höherklassig oder internationale Erfahrungen sammeln zu können. Auf Schalke möchte ich meinen Teil zum sportlichen Erfolg beitragen.
Und was machst du außerhalb des Platzes?
Asamoah: Ich studiere evangelische Religion und Sport auf Lehramt.
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