"Schule des Kleinfeldfußballs": Bewegte Pause 3.0
Sport kann in der Schule auf viele Arten gefördert werden. Zum Beispiel mit der "bewegten Pause 3.0", die Sebastian Kath in Lachendorf ins Leben gerufen hat.
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Kehrt mit seiner Freundin Sarah zur Ehrung nach München zurück: Torjäger Jonas Telschow.[Foto: Kirchhörder SC 58/Privat]
Für Torjäger Jonas Telschow haben sich in der zurückliegenden Saison gleich zwei Wünsche erfüllt. Mit dem Kirchhörder SC 58 wurde er in der Bezirksliga Staffel 6 souverän Meister und feierte mit dem Dortmunder Klub bei 13 Punkten Vorsprung vor dem SV Arant Gevelsberg nach zuvor drei vergeblichen Anläufen die Rückkehr in die Landesliga - mit sagenhaften 168:35 Toren.
Der 26 Jahre alte Angreifer, der Deutsch und Sport auf Lehramt studiert und ab Oktober sein Masterstudium beginnen wird, steuerte allein 71 Treffer zum Gesamterfolg bei. Damit sicherte er sich nicht nur die bundesweite Torjägerkanone für alle in der 8. Liga. Er übertraf auch den bisherigen Rekord für die Spielklasse von Ilyas Afsin, der in der Saison 2024/2025 für den SV Krupunder/Lohkamp 70-mal getroffen hatte. Insgesamt kam Telschow in den beiden jüngsten Spielzeiten auf überragende 112 Saisontore.
Nach dem 18:0-Auswärtserfolg beim VfB Altena stand das Team um Trainer Heiko Hofmann, der den Verein nach dem Aufstieg verlassen hat, schon drei Spieltage vor dem Saisonende als Meister fest. Torjäger Telschow steuerte gleich neun Tore zum höchsten Saisonerfolg und zur vorzeitigen Meisterschaft bei. Damit legte er auch die Messlatte für seine direkten Konkurrenten im Rennen um die Torjägerkanone noch ein Stückchen höher - und lag auch am Ende vorne.
"Während der Hinrunde hatten wir nach zwei Niederlagen in Folge einige Probleme", erinnert sich Telschow. "Daraufhin haben wir eine Krisensitzung anberaumt, uns ausgesprochen und bis zum vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft nur noch einen Punkt abgegeben", verrät der Goalgetter im FUSSBALL.DE-Gespräch.
Die 3:4-Auswärtsniederlage am vorletzten Spieltag beim ASSV Letmathe will Telschow dabei gar nicht bewerten, "weil sich der Großteil der Mannschaft noch in Feierlaune befand und gar nicht auf dem Platz war", wie der Torjäger süffisant hinzufügt. "Wir waren gut aus der Winterpause gekommen, haben schnell die Tabellenführung erobert. Danach durchlebte unser direkter Konkurrent SV Arant Gevelsberg eine kleine Schwächephase, die wir bis zum Schluss konsequent ausgenutzt haben."
Nicht wenige Vereine aus höheren Spielklassen hätten gerne einen Torjäger wie Jonas Telschow in ihren Reihen. Doch der gebürtige Dortmunder blieb nach vorherigen Stationen in der Ober- und Westfalenliga (beim FC Brünninghausen, TuS Bövinghausen und dem SV Westfalia Rhyern) lieber dem Kirchhörder SC treu und erzielte seine Treffer in der Bezirksliga.
Am kommenden Sonntag (ab 15 Uhr) feiert der 1,84 Meter große Angreifer mit dem Auswärtsspiel beim Stadtrivalen SV Brackel 06 jedoch seine Premiere in der Landesliga. "Tatsächlich habe ich noch nie in der Landesliga gespielt und bin sehr gespannt auf das fußballerische Niveau", sagt Telschow. In der zurückliegenden Saison musste der Kirchhörder SC seine Kräfte meist mit Vereinen aus dem Hagener Raum messen. "In der Landesliga freue ich mich auf die Dortmunder Derbys gegen SV Westrich, TuS Eichlinghofen und meinen Ex-Vereinen FC Brünninghausen und Hombrucher SV."
Mike Tyrala (28), der jüngere Bruder von Ex-Bundesligaprofi Sebastian Tyrala (38/jetzt Trainer beim FC Roj in der Westfalenliga), hat beim Kirchhörder SC zusammen mit Co-Trainer Lukas Greis die Nachfolge von Aufstiegstrainer Heiko Hofmann angetreten. Die Zielsetzung beim KSC, der den Großteil seines Aufstiegskaders halten konnte, ist mit dem Klassenverbleib klar formuliert.
"Wir wollen eine gute Runde und weiterhin attraktiven Fußball spielen", formuliert Torjäger Telschow, der sich für die neue Spielklasse keine persönliche Toranzahl vorgenommen hat. Dass die Mannschaft gut vorbereitet ist, zeigte der 5:2-Heimsieg im Westfalenpokal gegen den höherklassigen TuS Erndtebrück. Ein Treffer ging dabei auf Telschows Konto.
Für den Gewinn der Torjägerkanone wird Jonas Telschow am Donnerstag, 1. Oktober, im Rahmen des Länderspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien in der Münchner Allianz Arena gemeinsam mit den weiteren Sieger*innen ausgezeichnet. "Es wird mit Sicherheit ein extrem cooles Event", freut er sich auf die Ehrung vor großer Kulisse.
Für den Dortmunder wird es das zweite Mal sein, dass er die Münchner Allianz Arena von innen sieht. "Vor einem Jahr hatte ich mit meiner Freundin Sarah einen Städtetrip nach München unternommen", berichtet er. "Bei der Stadionführung standen wir zwar nicht auf dem Platz, durften aber neben den Auswechselbänken das schöne Stadion bestaunen. Diesmal sogar kurzzeitig im Mittelpunkt zu stehen wird für mich als Amateursportler ein einmaliges Erlebnis."
Kein Wunder, dass Telschow regelrecht ins Schwärmen gerät. "Schon der Gedanke, dass mir die Torjägerkanone im Rahmen eines Länderspiels überreicht wird, ist grandios", so Telschow. "Ich hoffe, dass ich die eine oder andere prominente Persönlichkeit kennenlernen darf. Ein Treffen mit dem ehemaligen BVB-Trainer Jürgen Klopp, der die deutsche Nationalmannschaft als neuer Bundestrainer wieder nach vorne bringen soll, wäre für mich das absolute Highlight."
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