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Corona-Konzept |30.03.2021|15:00

Meyer: "Im Sport von Inzidenzwerten lösen"

Ist unter anderem Internist der deutschen Fußball-Nationalmannschaft: Prof. Dr. Tim Meyer[Foto: Thomas Boecker/DFB]

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Sport ist in Zeiten von Corona ein viel diskutiertes Thema. Professor Tim Meyer ist der Auffassung, man müsse sich, um wieder eine Wiederaufnahme des Sportbetriebs zu ermöglichen, von den Inzidenzwerten lösen und vor allem Kindern und Jugendlichen mehr Chancen zum Sport-machen geben. Dafür braucht es jedoch auch ein durchdachtes Hygienekonzept.

FUSSBALL.DE: Herr Professor Meyer, Ihr Konzept für die Wiederaufnahme des Sportbetriebs im Saarland in den verschiedenen Sportarten fußt unter anderem darauf, sich beim Neustart von den Inzidenzwerten als Ausgangspunkt zu lösen? Können sie erklären, warum?

Professor Tim Meyer:  Dafür gibt es einen übergreifenden Grund: Mit zunehmender Immunität in der Bevölkerung, zum Beispiel durch die Impfungen, aber auch als Folge von durchgemachten Corona-Infektionen, verliert der Inzidenzwert an Aussagekraft. Zudem kann es ausgesprochen hinderlich sein, diesen Wert für jeden kleinen Schritt zu Rate zu ziehen, weil dann ein ständiges Hin und Zurück entstehen kann, was erlaubt ist und was nicht. Das verhindert Planungssicherheit.

Die saarländische Landesregierung plant weitreichende Lockerungen ab 6. April, soweit es die Inzidenzzahlen zulassen.

"Ein sportgerechtes Konzept ist hilfreich"

Meyer:  Wenn die Politik den Weg der Inzidenzen nicht gänzlich verlassen möchte, dann könnte man ja den Einstieg in ein solches Konzept durchaus an einen Inzidenzwert koppeln - und dann mit dem Konzept weiterarbeiten, ohne dass die Inzidenz eine weitere Rolle spielt. Irgendwann wird der Sport sowieso wieder gestartet werden müssen, und dann ist ein sportgerechtes Konzept vielleicht hilfreich.

Sie haben sich in Ihrem Konzept vom bisher in den Rechtsverordnungen genutzten Begriffs des "Kontaktsports" frei gemacht. Wie und warum?

Meyer:  Dieser Begriff wurde in einem komplett anderen Zusammenhang entwickelt und jetzt trotzdem für die Zwecke des Infektionsschutzes verwendet. Das ist nicht sachgerecht, wenn man die Gefährlichkeit von Sportarten für die Virusübertragung charakterisieren möchte. Wir haben stattdessen zwei Kriterien für diese Zielsetzung angewendet. Das erste Kriterium ist ganz einfach und wahrscheinlich auch konsensfähig: drinnen oder draußen. Klar ist dabei: Draußen ist günstiger als drinnen. Das zweite Kriterium ist komplizierter und vermutlich eher zu diskutieren. Am ehesten passt der Begriff der "Nähe".

Warum ist dieses Kriterium sinnvoll?

Meyer:  Wir wissen, dass Corona im Wesentlichen auf drei Wegen weitergegeben wird. Mit Abstand der wichtigste ist die Tröpfcheninfektion, und die erfordert eine gewisse Nähe. Danach kommen die Aerosole - also ganz kleine, leichte Tröpfchen, die in der Luft eine Weile quasi "schweben". Dieser Übertragungsweg spielt vorwiegend drinnen eine Rolle. Erst das dritte sind die Kontakte. Die sind deutlich unwichtiger als die anderen beiden Übertragungswege. Dass man durch einen Kontakt Corona weitergibt, ist erheblich weniger wahrscheinlich als über Tröpfchen oder Aerosole.

Wie wurden die Sportarten dann eingeteilt?

Meyer:  Die muss man sich einzeln genau anschauen und dabei eventuell auch verschiedene Unterdisziplinen berücksichtigen. Bei einigen ist es ziemlich simpel. Zum Beispiel Einzel im Tennis. Das ist draußen, es gibt große Abstände, da braucht man nicht lange drüber zu reden. Eine Sportart wie Ringen ist auch ziemlich einfach zu bewerten - sie ist drinnen, und Abstand halten ist vollkommen unmöglich, wenn man ein sportarttypisches Training machen will. Auf Basis der beiden Kriterien entstehen dann drei Kategorien. In der ersten Kategorie sind die Sportarten, die draußen stattfinden ohne Nähe - am günstigsten. Am ungünstigsten sind Sportarten drinnen, die mit Nähe stattfinden. Und in der Mitte haben wir gemeinsam die Sportarten, die entweder draußen stattfinden und bei denen eine gewisse Nähe entsteht, oder diejenigen, die drinnen stattfinden ohne Nähe der Sporttreibenden.

Was bedeutet das konkret für einzelne Sportarten?

Meyer:  Die Sportarten der ersten Kategorie - draußen und ohne Nähe - können meiner Meinung nach sofort wieder in den Trainingsbetrieb gehen. Die ungünstige Variante - drinnen mit Nähe - kann nur mit einem vorgeschalteten Testkonzept wieder starten. Die mittlere hat die Wahl: Entweder liefern die Sportarten Konzepte, wie sie trainieren können mit organisatorischen Auflagen, z. B. Abstände. Oder, wenn das für sie nicht praktikabel ist, machen sie auch ein Testkonzept. Das Ganze würde dann anlaufen, und über den Landessportverband könnten auftretende Fälle registriert werden, die zumindest mutmaßlich in Verbindung mit dem Sport stehen könnten, und entsprechend nachverfolgt werden. Die Zuständigkeit der Gesundheitsämter bliebe davon natürlich unberührt.

Sie sprechen den Landesportverband Saar (LSVS) an. Welche Rolle kommt ihm im Konzept zuteil?

Es ist wichtig, dass man es möglichst merkt, falls doch vermehrt im Sport Coronafälle auftreten. Das kann sein, weil das Konzept vielleicht an irgendeiner Stelle nicht stimmig ist oder weil bestimmte Dinge nicht angemessen umgesetzt werden. Deswegen brauchen wir ein Monitoring - sprich: Man braucht Kenntnis von möglichst allen Ansteckungsfällen, die mit dem Sport in Zusammenhang gebracht werden. Außerdem - das ist eine Lehre aus den Konzepten für den Profisport aus dem vergangenen Jahr - wird es immer wieder Fragen von Sportler*innen und Verbänden geben, die einer Klärung bedürfen. Deswegen ist ein unabhängiges Kontrollgremium erforderlich. Das kann nur mit dem LSVS gehen.

Welche Perspektive tut sich dann nach dem Wiedereinstieg auf?

Meyer:  Wenn das Ganze über einen Zeitraum von drei oder vier Wochen gut gelaufen ist, dann kann man quasi in die nächsthöhere Kategorie aufsteigen. Für die Kategorie "draußen und keine Nähe" würde das bedeuten, dass Wettkämpfe beginnen könnten. Für die anderen beiden käme dann entsprechend die jeweils höhere Kategorie in Frage. Es war auch der Gedanke dabei, alles möglichst simpel zu halten. Zweiergruppen, Abstand von zwei Metern, Abstand von fünf Metern - solche Regelungen sollten vermieden werden. Die sind wenig sportgerecht und wirken, als hätte man die Verhältnisse in einem Supermarkt auf den Sport heruntergebrochen.

Ihr Konzept fand beim LSVS großen Anklang, auch der Sportausschuss des saarländischen Landtages hat es positiv beschieden. Der Ministerrat hat es aber bislang nicht berücksichtigt.

Meyer:  Ich kann grundsätzlich verstehen, dass ein Land sich überlegen muss, wie es sich in Bezug auf bundeseinheitliche Regelungen positioniert, weil ja auch viele Bürger*innen über den "Flickenteppich" spotten. Insofern scheint es mir nachvollziehbar, dass einem die Bundeseinheitlichkeit wichtiger ist, als ein innovatives Konzept zu diskutieren. Ein Grund, warum das Konzept entstand, liegt in den bislang aus meiner Sicht sehr sportfernen und bürokratisch wirkenden Regelungen. Beispielsweise die vorgegebenen Gruppengrößen im Training: Ich kann da die Sportarten und ihre Eigenarten nicht wirklich wiedererkennen, sondern sehe eher, dass einfach das Dezimalsystem bemüht wurde. Mal fünf Sportler, mal zehn, mal 20. Das ist willkürlich und orientiert sich nicht an den Realitäten des Sports. Vielleicht hilft unser Vorschlag wenigstens dabei, einmal zu diskutieren, ob es vernünftige Alternativen zum aktuellen Vorgehen gibt, die die Bedürfnisse des Sports besser berücksichtigen, ohne zu große Risiken einzugehen.

Ein weiterer wichtiger Teil Ihres Konzepts ist die Forderung nach einer vollumfänglichen Öffnung des Sportbetriebs für Kinder und Jugendliche.

Meyer:  Wir haben als Grundsatz aufgenommen, dass es uns noch wichtiger ist, Kinder und Jugendliche zum Sport zurückzubringen, als Erwachsene. Die positiven Wirkungen des Sports für diese Altersgruppe muss ich nicht alle aufzählen. Wir haben uns von dem Gedanken leiten lassen, dass das, was die Regierung für ausreichend hält in Kindergärten und Schulen, auch ausreichend sein sollte für den Sport. Das heißt also: Wenn zwei Tests pro Woche in der Schule stattfinden, und ich lese, dass das einige Schüler*innen so nicht annehmen, wahrscheinlich auch weil sie bei einem positiven Test Angst vor einer Quarantäne haben, dann mutmaße ich mal, dass die Bereitschaft, sich testen zu lassen, erheblich steigt, wenn die Tests auch für den Sport gebraucht werden können. Was allerdings gelöst werden muss - und das können nicht wir, das kann nur die Politik: Die Testergebnisse müssen irgendwie ordentlich dokumentiert werden. Es kann ja nicht sein, dass ein/e Schüler*in abends in seinen/ihren Verein kommt und sagt: Hallo, heute morgen war ich negativ, und alle müssen es glauben. Diesen Punkt muss man irgendwie lösen. Aber das Problem besteht ohnehin - nicht nur für den Sport. Wenn ein/e Schüler*in abends ins Kino gehen würde, müsste er/sie ja auch belegen, dass ein negativer Test vorliegt.

Sie haben das Hygienekonzept für die Deutsche Fußball-Liga federführend entwickelt, begleiten es seit nun fast 12 Monaten. Wie viel steckt vom DFL-Konzept in diesem Konzept für den Saarsport drin?

Meyer:  Klar ist: Die Konzepte, die im Profifußball oder anderen professionellen Sportarten derzeit gefahren werden, sind nicht auf den Amateur- oder Freizeitsport übertragbar, weil das zu teuer würde. Einige Grundzüge aus diesen Konzepten kann man aber sicherlich gut gebrauchen und sie sind ja auch von vielen Verbänden schon im vergangenen Jahr übernommen worden, ehe alles auf Eis gelegt wurde. Wir haben beispielsweise viel gelernt über Übertragungswege und ähnliches. Fußball ist wohl die Sportart, die am intensivsten untersucht worden ist. Selbst wenn man nicht zu 100 Prozent ausschließen kann, dass es zu Ansteckungen auf dem Spielfeld kommt, ist es doch sehr unwahrscheinlich. In unserem Konzept für den Freizeit- und Breitensport ist auch aufgeführt, dass vorerst alle Einschränkungen rund um das Spielfeld oder die Halle bestehen bleiben. Das heißt also beispielsweise: Die Umkleide bleibt geschlossen, um eben das Übertragungsrisiko, das dort wesentlich höher ist, bestmöglich einzuschränken.

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