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Immer noch da |29.11.2021|16:20

Nando Rafael: Ex-Bundesligastürmer in 8. Liga

Nando Rafael: "Es ist schön, meine Erlebnisse mit den jungen Spielern zu teilen und ihnen Tipps mitzugeben".[Foto: FC Union Niederrad 07/Collage FUSSBALL.DE]

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Nando Rafael (37) war Profi bei Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC, Fortuna Düsseldorf und beim FC Augsburg, kickte außerdem in China und für die Nationalmannschaft von Angola. Jetzt ist der Angreifer in der Frankfurter Kreisoberliga (8. Liga) für den FC Union Niederrad 07 am Ball. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Rafael über Fußball in Niederrad und erzählt Anekdoten aus seiner Profizeit.

FUSSBALL.DE: Sie waren Erstligaprofi in Deutschland, China und Dänemark - jetzt spielen Sie Fußball in der 8. Liga. Wie kam es zu Ihrem Wechsel zum Frankfurter Kreisoberligisten FC Union Niederrad 07, Herr Rafael?

Nando Rafael: Ich lebe seit einigen Jahren in Frankfurt und kenne daher viele Leute in der Stadt. Dazu gehört auch Dominik Abdallah vom FC Union Niederrad. Nachdem ich bereits vor zwei Jahren für die SG Germania Birklar kurz in der Kreisoberliga gespielt hatte, wollte ich es jetzt noch einmal wissen und mich wieder fit machen.

Wie lautet ihr Zwischenfazit nach den ersten Wochen im Trikot Ihres neuen Klubs?

"Um Foto-Wünsche komme ich fast bei keinem Spiel herum - aber das ist gar kein Problem für mich. Im Gegenteil: Ich finde es super, dass man mich noch so gut kennt"

Rafael: Es gefällt mir sehr gut im Verein, ich wurde hervorragend aufgenommen. Zu Beginn waren viele Mitspieler etwas aufgeregt. Mit einem ehemaligen Bundesligaprofi spielt man in der 8. Liga nun einmal nicht unbedingt jeden Tag. (lacht) Natürlich musste auch ich mich erst einmal an das neue Umfeld und den "anderen" Fußball gewöhnen. Das Tempo ist sicher nicht mit dem aus meiner Profizeit zu vergleichen. Aber dennoch wird auch hier Fußball gespielt. Und nur darum geht es für mich. Ich will einfach nur Spaß haben.

Sie sagen, dass Ihre Mitspieler aufgeregt waren. Was sagen die Teamkollegen zu Ihrer Präsenz in der 8. Liga?

Rafael: Sie freuen sich über einen prominenten Mitspieler und sind sehr interessiert. Ich werde viel über meine Profikarriere ausgefragt. Beispielhafte Fragen sind: Wie ist es, vor mehr als 70.000 Zuschauern in Berlin zu spielen? Wie bist du mit dem großen Druck umgegangen? Es ist schön, meine Erlebnisse mit den größtenteils jungen Spielern zu teilen und ihnen Tipps für ihren eigenen Weg mitzugeben. Aber nicht nur meine Mitspieler zeigen Interesse an meiner Person, sondern auch Gegenspieler. Um Foto-Wünsche komme ich fast bei keinem Spiel herum - aber das ist gar kein Problem für mich. Im Gegenteil: Ich finde es super, dass man mich noch so gut kennt.

Wie lauten Ihre Ziele mit Union Niederrad?

Rafael: Wir stehen unten drin und wollen unbedingt da herauskommen. Unsere Ziele sind dementsprechend eine positive Weiterentwicklung und schlussendlich der Klassenverbleib. Die vergangenen Wochen liefen teilweise auch vielversprechend, ich konnte auch schon treffen. Allerdings habe ich noch mit muskulären Problemen zu kämpfen. Ich merke, dass ich noch längst nicht bei 100 Prozent bin und sich mein Körper beispielsweise auch erst auf Spiele auf Kunstrasen einstellen muss.

Wie lange wollen Sie noch kicken? Feilen Sie schon an der Karriere nach der Karriere?

Rafael: Erst einmal möchte ich in dieser Saison mein Bestes geben, um mit Union Niederrad in der Klasse zu bleiben. Danach werde ich sehen, ob ich noch ein weiteres Jahr dranhänge. Parallel zum Kicken in der 8. Liga habe ich vor kurzem die Spielerberatung "Football For Everyone" gegründet. Gemeinsam mit meinen Kollegen möchte ich vor allem Spielern helfen, die unter dem Radar bleiben, aber großes Potential besitzen. Genauso wie ich damals die Chance erhalten habe, mich bei Hertha BSC zu beweisen, möchte auch ich in- und ausländischen Spielern die Möglichkeit bieten, sich zu zeigen und ihren Traum von einer Profikarriere zu erfüllen.

Sie kickten viele Jahre in der Bundesliga, hatten aber auch spannende Auslandsstationen. Wo hatten Sie Ihre schönste Zeit?

Rafael: Ich habe mich zwar überall wohlgefühlt, aber herausheben muss ich die Stationen bei Hertha BSC und beim FC Augsburg. Bei Hertha wurde ich als 18-Jähriger zum Profi. Ich kam als Teenager aus dem Nachwuchsbereich von Ajax Amsterdam in die größte deutsche Stadt und spielte auf einmal vor 74.000 Zuschauern. Das war Wahnsinn für mich. Hertha BSC war für mich der Türöffner für die Profikarriere - dem Verein werde ich auf ewig dankbar sein. In Augsburg haben wir 2011 mit dem erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga Geschichte geschrieben. Wir hatten ein unglaubliches Team mit einer perfekten Chemie. Das hat sich bemerkbar gemacht. Den Moment des Aufstiegs werde ich nie vergessen.

War das der größte Moment in Ihrer Karriere?

Rafael: Das würde ich schon sagen. Zwar bin ich auch einige Jahre zuvor schon mit Borussia Mönchengladbach in die Bundesliga aufgestiegen. Aber der Aufstieg mit Augsburg war definitiv besonderer. Nicht nur, weil es für den Verein ein historischer Erfolg war. Sondern auch, weil ich selbst als Topscorer in der Mannschaft einen großen Anteil daran hatte. Es freu mich sehr, dass der FC Augsburg bis heute in jeder Saison den Klassenverbleib sichern konnte und seit unserem Aufstieg vor zehn Jahren erstklassig spielt.

Gab es auch eine Station, auf die Sie lieber verzichtet hätten?

Rafael: Nein. Sicherlich war ich nicht immer zufrieden mit meinen Einsatzzeiten. Beim VfL Bochum beispielsweise war ich fitter denn je, konnte mich aber nicht durchsetzen. Das hat mich natürlich enttäuscht. Grundsätzlich bin ich aber jemand, der keine Entscheidungen bereut, sondern immer versucht, das Gute in allem zu sehen. Alle Erlebnisse sind Erfahrungen, aus denen man lernt und die einen zu dem Menschen machen, der man heute ist. Das klingt vielleicht sehr philosophisch - für mich steckt in diesem Satz aber viel Wahrheit.

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