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Erklärt Teilnehmenden und Schüler*innen die nächste Übung: Referent Daniel Stredak.[Foto: dpa picture-alliance/DFB]
Am Dienstagvormittag, den 14. April 2026, machte die bundesweite Schulfußball-Tour des DFB Station in Hamburg – und bot Lehrkräften eine praxisorientierte Fortbildung mit klarer Zielsetzung: mehr Bewegung, mehr Fußball und mehr Begeisterung im Schulalltag.
Gemeinsam mit dem Deutschen Fußball-Bund, dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli hatte der Hamburger Fußball-Verband (HFV) in die Sporthalle Hamburg eingeladen – und 131 Lehrkräfte waren dabei. Die Fortbildung war Teil der DFB-Initiative "Jahr der Schule", die darauf abzielt, Bewegungsangebote nachhaltig im schulischen Umfeld zu stärken und Kinder sowie Jugendliche stärker für Sport zu aktivieren.
Unter der Leitung von Daniel Stredak, Co-Trainer der U 20-Junioren und Teil des Teil Kompetenzteams des DFB, stand die Fortbildung ganz im Zeichen der "Schule des Kleinfeldfußballs". Im Fokus: einfache Organisationsformen, viele Ballkontakte und spielnahe Trainingsmethoden, die sich direkt in den Sportunterricht integrieren lassen.
Die Teilnehmenden erhielten zahlreiche praxisnahe Trainingsformen und methodische Ansätze, die insbesondere auf kindgerechten Fußball im Schulkontext abzielen. Dabei wurde deutlich: Niedrigschwellige Angebote und kleine Spielformen – wie etwa drei-gegen-drei – ermöglichen maximale Aktivität bei gleichzeitig minimalem Organisationsaufwand.
"Wir haben mit einer gemischten Schulklasse und den teilnehmenden Lehrkräften zusammen Fußball, Handball und Basketball gespielt, auf vier Feldern, im 3-gegen-3. Damit wollen wir zeigen, wie einfach maximal viele Kinder in Bewegung kommen können", erklärt Daniel Stredak. Dabei gehe es gar nicht vorrangig um Fußball, sondern den gesamten Kontext Sport. "Damit wollen wir auch die Ängste nehmen, es sei komplex oder man müsse unbedingt Fußballtrainer sein."
Kathrin trainiert die Kicking Girls an der Grundschule Wesperloh und will viele Ideen direkt mit ins nächste Training nehmen: "Besonders gut fand ich, dass man den Kindern mit verschiedenen Sportarten quasi einen leichten Zeitvertreib vermittelt – dabei hatten alle Spaß."
Genau diese Vermittlung von Spaß an der Bewegung stand im Fokus der Fortbildung – und ist das Ziel der bundesweiten Schulfußball-Tour. Für HFV-Präsident Christian Okun der richtige Schritt: "Das Jahr der Schule und die Maßnahmen verdeutlichen die große Bedeutung der Schule für das Vereinswesen: Es ist unmittelbar miteinander verzahnt. Deswegen ist es großartig, dass wir Maßnahmen mit Lehrerinnen und Lehrern umsetzen können, um die Bewegung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu fördern."
Das unterstreichen auch der FC St. Pauli und der HSV, die diese Aktion unterstützten. "Es ist wichtig, dass junge Leute sich bewegen, sich in Vereinen engagieren, vor allem auch in der Schule – und dass der Schulfußball weiter gefördert wird", erklärt Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli.
Loïc Favé, Co-Trainer der 1. Herren des HSV, ergänzt: "Dass früh viele Bewegungserfahrungen gesammelt werden, ist sehr wichtig. Deshalb unterstützen wir vom HSV die Bewegung von Kindern in der Schule."
Neben den praktischen Inhalten bot die Veranstaltung auch Raum für Austausch und Vernetzung. Lehrkräfte aus verschiedenen Schulformen sowie Vertreter*innen aus Vereinen nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen und neue Ideen für die eigene Praxis mitzunehmen. Gerade die enge Verzahnung von Schule und Verein wurde dabei als zentraler Erfolgsfaktor hervorgehoben. Ziel ist es, langfristige Strukturen zu schaffen, die Fußballangebote sowohl im Unterricht als auch in Nachmittagsangeboten ermöglichen.
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