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Faktencheck |11.06.2021|15:00

Schweinfurt vs. Havelse: Duell um die 3. Liga

Die 3. Liga im Visier: der 1. FC Schweinfurt und der TSV Havelse.[Foto: imago/Collage DFB]

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Wer verschafft sich die bessere Ausgangslage für den Aufstieg in die 3. Liga? Diese Frage wird am Samstag (ab 13 Uhr, live im BR und bei MagentaSport) im Hinspiel der Playoffs zwischen dem 1. FC Schweinfurt 05 aus der Regionalliga Bayern und dem Regionalliga Nord-Vertreter TSV Havelse beantwortet. Das Rückspiel findet exakt eine Woche später in Garbsen statt. Der FUSSBALL.DE-Faktencheck.

Die Saison des 1. FC Schweinfurt 05: Hinter dem 1. FC Schweinfurt 05 liegt eine besonders lange Spielzeit. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 entschied sich der Bayerische Fußball-Verband (BFV), die Spielzeit in der Regionalliga Bayern zu unterbrechen und - anders als die weiteren Regionalverbände - nicht vorzeitig zu beenden. So wurden nach der Saisonfortsetzung im Oktober weitere Partien absolviert, bevor der zweite Lockdown für die nächste lange Pause sorgte. In diesem Jahr wurde der bayerische Teilnehmer an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga laut einem ausdrücklichen Wunsch der Vereine in Form von Playoffs ermittelt. Voraussetzung für die Teilnahme an den Playoff-Spielen war eine Platzierung unter den vier besten Teams der Regionalliga Bayern sowie ein Zulassungsantrag beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) für die Saison 2021/2022 in der 3. Liga. Da die U 21 des 1. FC Nürnberg als Tabellenzweiter auf einen solchen Antrag verzichtet hatte, nahmen nur der SV Viktoria Aschaffenburg, die SpVgg Oberfranken Bayreuth und der 1. FC Schweinfurt 05 teil. Mit zehn Punkten aus vier Begegnungen setzten sich die "Schnüdel" in dieser Runde deutlich gegen Aschaffenburg (vier Zähler) und Bayreuth (drei Punkte) durch und qualifizierten sich damit für die Playoffs um den Aufstieg.

Die Saison des TSV Havelse: Nachdem schon die vorherige Spielzeit 2019/2020 wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochen und der Abstieg ausgesetzt worden war, startete die Regionalliga Nord im Spätsommer 2020 inklusive der Aufsteiger mit insgesamt 22 Mannschaften. Um eine "Mammutsaison" mit 42 Spieltagen zu vermeiden, wurde nach einem Vorschlag des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) in zwei regionalen Staffeln gespielt. Anschließend sollten sich dann eine Meister- und eine Abstiegsrunde anschließen. Soweit kam es durch die erneut erhöhten Corona-Fallzahlen allerdings nicht. Bis zur Unterbrechung Anfang November hatten die Mannschaften höchstens zehn Spiele absolviert. Von allen Vereinen, die eine Zulassung für die 3. Liga beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) betragt hatten, kam der TSV Havelse auf den besten Punkte-Quotienten (2,22), weil der SC Weiche Flensburg 08 (2,67) und die U 23 des SV Werder Bremen (2,50) auf eine mögliche Zulassung verzichtet hatten. Der NFV-Spielausschuss hatte zuvor bereits einstimmig beschlossen, dass trotz des erneuten Saisonabbruchs ein Kandidat der Regionalliga Nord für die Entscheidungsspiele um den Aufstieg zur 3. Liga gemeldet werden soll. Auch die Vereine der Nord-Staffel sprachen sich in einer schriftlichen Abfrage unabhängig davon mehrheitlich für den TSV Havelse aus.

Die Historie: Der 1. FC Schweinfurt 05 gehörte 1974 zu den 40 Gründungsmitgliedern der damals zweigleisigen (Nord- und Süd-Staffel) 2. Bundesliga. Sprang in der ersten Spielzeit noch der dritte Platz heraus, stiegen die "Schnüdel" ein Jahr später in die damals noch drittklassige Bayernliga ab. Dort ging der Traditionsklub auch in zwölf der nächsten 14 Jahre - zweimal war der Verein sogar in die Landesliga Nord abgestiegen - an den Start. 1990 gelang unter Trainer Werner Lorant die Rückkehr in die - nun eingleisige - 2. Bundesliga. Dort konnte sich der Verein ein Jahr lang halten. Durch die am Saisonende 1993/1994 verpasste Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga ging es für den 1. FC Schweinfurt 05 für vier Spielzeiten in die Viertklassigkeit. Eine weitere Saison in der 2. Bundesliga kam noch 2001/2002 dazu. Nach finanziellen Problemen im Sommer 2004 rutschten die Unterfranken teilweise bis in die sechsthöchste Spielklasse ab. Seit der Saison 2013/2014 geht der Verein in der Regionalliga Bayern an den Start, gewann dort in diesem Jahr in den Playoffs zum ersten Mal die Meisterschaft. Auch der TSV Havelse kann auf eine Vergangenheit in der 2. Bundesliga zurückblicken. Den Garbsenern gelang ebenfalls 1990 unter dem späteren und langjährigen Bundesliga-Trainer Volker Finke (SC Freiburg) der Sprung in die zweithöchste Spielklasse. Nur ein Jahr später stieg der TSV aber bereits wieder ab (gemeinsam mit Schweinfurt). In der Zeit danach wurde der Verein sogar bis in die sechstklassige Landesliga Hannover (2002 bis 2005) durchgereicht. Seit der Spielzeit 2010/2011 ist der TSV Havelse in der Regionalliga Nord zu Hause.

"Am Samstag steht ein Highlight für die gesamte Stadt an"

Süd-Nord-Duelle: In dieser Spielzeit wird seit der Einführung 2012/2013 zum neunten Mal mindestens ein Aufsteiger in die 3. Liga in zwei Aufstiegsspielen ermittelt. Dabei kommt es jetzt zum dritten Mal zum Duell zwischen einem Verein aus der Regionalliga Bayern und der Regionalliga Nord. Der Vertreter aus Norddeutschland war in den bisherigen Vergleichen jeweils die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg, die in diesem Sommer vom Bundesligisten aufgelöst wird. Sowohl am Ende der Saison 2015/2016 (1:0 und 0:2 gegen den SSV Jahn Regensburg) als auch 2018/2019 (3:1 und 1:4 gegen die U 23 des FC Bayern) hatten die "Wölfe" jeweils das Nachsehen. Nicht nur gegen Gegner aus der Regionalliga Nord ist die Bilanz für die bayerischen Vereine in den Aufstiegsspielen positiv. Mit Ausnahme der beiden ersten Vertreter TSV 1860 München II (in der Saison 2012/2013 gegen die SV 07 Elversberg) und FC Bayern München II (2013/2014 gegen Fortuna Köln) gelang bei insgesamt sieben Teilnahmen fünfmal in Folge der Sprung in die 3. Liga. Die Würzburger Kickers (2015/2016) und der SSV Jahn Regensburg (2016/2017) schafften im Anschluss sogar den direkten Durchmarsch in die 2. Bundesliga. Der Starter aus der Regionalliga Nord konnte sich in sieben Versuchen bislang dreimal durchsetzen.

Die Trainer: Tobias Strobl ist seit November 2019 Trainer beim 1. FC Schweinfurt 05. Damit hatte der 33-Jährige während dieser außergewöhnlich langen Saison in der Regionalliga Bayern die Nachfolge von Timo Wenzel (inzwischen FC 08 Homburg) angetreten. In den seitdem gerade einmal sechs ausgetragenen Ligaspielen holte der gebürtige Ingolstädter, der auch schon beim TSV 1860 Rosenheim und der zweiten Mannschaft des FC Ingolstadt 04 an der Seitenlinie stand, zwölf Punkte. Die Qualifikation für den DFB-Pokal-Wettbewerb verpassten die Schweinfurter zwar im Ligapokal. In den Playoffs der Regionalliga Bayern behaupteten sich die "Schnüdel" mit zehn Punkten aus vier Begegnungen aber deutlich vor Aschaffenburg (vier Zähler) und Bayreuth (drei Punkte). Für Jan Zimmermann werden die Aufstiegsspiele zur 3. Liga die beiden letzten Partien an der Seitenlinie des TSV Havelse sein. Der 41-Jährige wird nach zweieinhalb Jahren in Doppelfunktion als Trainer und Sportdirektor bei den Garbsenern als neuer Cheftrainer zum benachbarten Zweitligisten Hannover 96 wechseln. Der gebürtige Hannoveraner Zimmermann hatte den 1. FC Germania Egestorf/Langreder 2011 noch als Spielertrainer in der Landesliga übernommen und führte den Dorfverein aus dem Calenberger Land bis in die Regionalliga Nord. Nach sieben Jahren wechselte er zum TSV Havelse. Als Spieler war Zimmermann nach Stationen beim TSV Havelse und bei Arminia Hannover auch für die U 23 von Borussia Mönchengladbach, den FC Carl Zeiss Jena, Eintracht Braunschweig, den VfB Lübeck, den SC Verl, 1. FC Wunstorf sowie noch einmal Havelse und Germania Egestorf am Ball.

Der direkte Vergleich: In der Saison 1990/1991 der 2. Bundesliga trafen der 1. FC Schweinfurt 05 und der TSV Havelse erstmals direkt aufeinander. Im Hinspiel behielt der TSV vor eigenem Publikum 4:1 (2:1) die Oberhand. Zu den Torschützen gehörte übrigens der spätere Nationalspieler Jens Todt (SC Freiburg, SV Werder Bremen, VfB Stuttgart). In der Rückrunde trennten sich die beiden Klubs in Schweinfurt 1:1 (0:1). Am Saisonende stiegen beide Teams ab, Schweinfurt als Schlusslicht, Havelse als Tabellenvorletzter.

Die Stimmen: "Am Samstag steht ein Highlight für die gesamte Stadt an", ist bei Schweinfurts Trainer Tobias Strobl die Vorfreude auf die Aufstiegsspiele groß. "Am Ende des Tages wird viel davon abhängen, welche Mannschaft mit diesem positiven Druck besser umgehen kann." Havelses Trainer Jan Zimmermann erklärt im Gespräch mit FUSSBALL.DE : "Die beiden Playoff-Spiele um den Aufstieg werden für alle herausragende Erlebnisse. Jetzt können wir in zwei Spielen etwas Großes erreichen. Die Schweinfurter Mannschaft spielt zielstrebig und mutig nach vorne, verfügt auch über einige herausragende Einzelspieler. Ich sehe im Übrigen bei beiden Mannschaften gewisse Ähnlichkeiten. Ich bin überzeugt, dass es zwei sehr enge und spannende Duelle werden."

Die personelle Situation: Der 1. FC Schweinfurt 05 kann nicht auf Vitus Scheithauer und Maximilian Bauer (beide Knieverletzung) zurückgreifen. Während Außenverteidiger Bauer schon seit Mitte April fehlt und damit auch den Saisonendspurt verpasste, verletzte sich Innenverteidiger Scheithauer im Ligapokal-Spiel beim VfB Eichstätt (0:2). Auch der TSV Havelse kann nicht auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Die langzeitverletzten Torben Engelking und Marco Schleef (beide Kreuzbandriss) fallen weiterhin aus.

Der Modus: Die Aufstiegsspiele zwischen den Vertretern der Regionalligen Bayern und Nord werden nach einem Beschluss des DFB-Präsidiums in diesem Jahr am Samstag, 12. Juni, und am Samstag, 19. Juni, nach dem Europapokalmodus ausgetragen. Bei Punkt- und Torgleichheit nach beiden Begegnungen gibt die Zahl der auswärts geschossenen Tore den Ausschlag. Ist auch diese identisch, geht es nach dem Rückspiel in die Verlängerung. Fallen dort keine Tore, entscheidet das Elfmeterschießen.

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