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Torjägerin |13.10.2021|16:30

Sieg gegen RB Leipzig? "Gerne wiederholen"

Toptorjägerin und stolze Mutter von Zwillingen: Sarah Grünheid.[Foto: Borussia Bocholt/privat/Collage FUSSBALL.DE]

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Deutlich mehr als 100 Tore hat Sarah Grünheid in der 2. Frauen-Bundesliga bereits erzielt. Seit Saisonbeginn stürmt die 31-Jährige für Borussia Bocholt. Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen: Sechs Tore in sechs Ligaspielen. Wir sprechen mit der Stürmerin über die Torjägerkanone für alle und das anstehende Duell gegen RB Leipzig.

FUSSBALL.DE: Mit Ihren drei Treffern hatten Sie entscheidenden Anteil am wichtigen 4:2-Auswärtserfolg beim Aufsteiger SV Henstedt-Ulzburg. Wie groß waren Freude und Erleichterung, Frau Grünheid?

Sarah Grünheid: Riesig, denn es waren drei ganz wichtige Punkte für uns. Wir hatten deshalb auch spontan im Bus getanzt und eine Party gefeiert. Wir waren auf der Rückreise aus Schleswig-Holstein insgesamt sieben Stunden unterwegs, aber die Zeit verging wie im Flug. Es war wie bei unserem ersten Auswärtserfolg beim FC Ingolstadt 04. Auch da hatten wir eine schöne Rückfahrt. (lacht)

Mit jetzt sechs Saisontreffern liegen Sie in der Torjägerliste aktuell an zweiter Stelle hinter der Nürnbergerin Nastassja Lein, die bislang achtmal erfolgreich war. Wie viele Treffer haben Sie sich für diese Spielzeit vorgenommen?

"Sollte es mit dem Gewinn der Torjägerkanone klappen, würde die Trophäe auf jeden Fall einen Ehrenplatz in unserem Zuhause bekommen"

Grünheid: Ganz ehrlich: Mir ist viel wichtiger, dass wir als Mannschaft funktionieren. Ich habe mir auch in der Vergangenheit nie eine gewisse Toranzahl vorgenommen und werde es auch so beibehalten. Klar ist, dass ich so viele Treffer wie möglich erzielen und der Mannschaft damit helfen möchte. Wenn es für das Team gut läuft, ist mir mein persönlicher Erfolg so etwas von egal. Mir war das noch nie wichtig.

FUSSBALL.DE rief gemeinsam mit dem kicker und in Kooperation mit Volkswagen die Torjägerkanone für alle ins Leben. Bis in die unterste Spielklassenebene werden die besten Torschütz*innen ausgezeichnet. Wie finden Sie das?

Grünheid: Ich finde es cool, dass auch Amateurspieler*innen diese Auszeichnung am Ende der Saison erhalten können. Es ist eine Würdigung der sportlichen Leistung, die in den unteren Klassen sehr gut ankommt.

Sie waren 2018 schon mal Torschützenkönigin in der damals noch zweigeteilten 2. Frauen-Bundesliga. Wie sehr würden Sie sich persönlich über den Gewinn einer Torjägerkanone freuen?

Grünheid: Wenn ich persönlich etwas zum Mannschaftserfolg beisteuern kann, erfüllt mich das mit Stolz. Sollte es mit dem Gewinn der Torjägerkanone klappen, würde die Trophäe auf jeden Fall einen Ehrenplatz in unserem Zuhause bekommen. Das sind Sachen, an die man sich nach einer Fußballerkarriere gerne zurückerinnern würde.

Ihre Treffsicherheit ist bemerkenswert. Ihre Ausbeute lag in den vergangenen Jahren immer im zweistelligen Bereich. Inzwischen sind es in der 2. Frauen-Bundesliga mehr als 100 Tore. Gab es nie die Option, zu einem etablierten Bundesligisten zu wechseln?

Grünheid: Doch, die gab es. Aber mir waren und sind neben dem sportlichen Aufstieg auch andere Dinge sehr wichtig. Ich möchte dort spielen, wo ich mich wohlfühle und die totale Unterstützung erfahre. Ich höre in diesen Fällen immer auf mein Bauchgefühl. Ich bin sehr dankbar und vergesse nicht, was die Vereine für mich in der Vergangenheit getan hatten.

Was meinen Sie konkret?

Grünheid: Es war immer ein Geben und Nehmen. In den ersten drei Jahren bei Arminia Bielefeld hatte ich beispielsweise meine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Sparkasse in Bochum absolviert. Die Arminia hatte mich dabei komplett unterstützt, bezahlte mir das Auto und das Benzin, um täglich zum Training zu kommen. So etwas vergesse ich nicht. Deshalb bin ich auch nach dem zwischenzeitlichen Abstieg in Bielefeld geblieben. Erst in diesem Sommer ist aus familiären Gründen die Entscheidung für einen Vereinswechsel gefallen.

Um wieder näher bei der Familie im Ruhrgebiet sein zu können, sind Sie seit Saisonbeginn für Borussia Bocholt am Ball. Was haben Sie sich vorgenommen?

Grünheid: Wie schon gesagt: Ich habe Arminia Bielefeld sehr viel zu verdanken und habe den Verein schweren Herzens verlassen. Mit Bocholt streben wir erst einmal den Klassenverbleib an. Danach wollen wir in der Tabelle weiter nach oben schauen.

Wie bewerten Sie den Saisonstart mit sieben Punkten aus den ersten sechs Spielen?

Grünheid: Wir hätten durchaus drei oder vier Punkte mehr auf dem Konto haben können. Die Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg ist beispielsweise unglücklich gelaufen und zum Saisonauftakt bei der SG 99 Andernach waren wir noch nicht richtig eingespielt.

Was zeichnet die Mannschaft in dieser Saison besonders aus?

Grünheid: Der Zusammenhalt ist schon bemerkenswert. Ich weiß, dass sich die mannschaftliche Geschlossenheit über die gesamte Saison auszahlen wird. Es kommt nicht immer darauf an, die besten Spielerinnen zu haben. Unser einziges Manko ist, dass wir noch keine stabile Anfangsformation gefunden haben, um uns noch besser einzuspielen. Bis ein Rädchen ins andere greift, benötigen wir noch ein wenig Zeit.

Ihr Team hatte im DFB-Pokal der Frauen durch eine 0:1-Heimniederlage gegen den Bundesligisten SV Werder Bremen den Einzig in das Achtelfinale nur knapp verpasst. Wie tief sitzt dieser Stachel noch?

Grünheid: Das ist für mich abgehakt. Mit Arminia Bielefeld bin ich vor zwei Jahren bis ins Halbfinale vorgestoßen und weiß, was ein solcher Erfolg in einer Mannschaft auslösen kann. Von daher ist es schade, dass wir nicht mehr dabei sind. Wir hätten gegen Werder Bremen aus meiner Sicht ein wenig offensiver spielen können, dann wäre vielleicht mehr möglich gewesen. Insgesamt ist die Niederlage sehr unglücklich zustande gekommen. Wir haben gesehen, dass wir an einem guten Tag mit einem Bundesligisten durchaus mithalten können.

Am Sonntag kommt in der Liga mit RB Leipzig ein ambitionierter Gegner, der zuletzt aber eine überraschende 0:1-Heimniederlage gegen die SG 99 Andernach hinnehmen musste. Mit welcher Erwartungshaltung gehen Sie in diese Partie?

Grünheid: Schon in der abgelaufenen Saison hatte unsere Mannschaft gegen RB Leipzig gewonnen. Das würden wir natürlich gerne wiederholen. Bei unseren Gästen läuft es aktuell nicht ganz so rund, wir wollen diese Verunsicherung ausnutzen. Ich weiß, dass RB Leipzig eine gute Mannschaft hat. Aber wir werden auf Sieg spielen.

Sie sind jetzt 31 Jahre. Wie sieht es mit der Karriere nach dem Fußball aus?

Grünheid: An ein Karriereende denke ich auf jeden Fall noch lange nicht, wenn Sie das meinen. (lacht) Dafür fühle ich mich noch viel zu fit. Momentan bin ich beruflich im Vermögensmanagement bei unseren Geschäftsführern tätig, befinde mich aber bis im Juni 2022 in Elternzeit.

Wie verbinden Sie den Fußball mit der Betreuung Ihrer Zwillinge Luisa und Phil?

Grünheid: Auf meine Frau Tanja, mit der ich bei Arminia Bielefeld noch zusammengespielt habe, und mich kommt in der Tat viel Arbeit zu. Unsere Zwillinge sind inzwischen 14 Monate und halten uns mächtig auf Trab. (lacht) Unser Zeitmanagement ist sehr ambitioniert, aber wir bekommen das bisher ganz gut unter einen Hut.

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