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DFB-Pokal Frauen|28.10.2021|13:30

Siegens Müller: "Können Geschichte schreiben"

Paul Müller: "Wir müssen geduldig bleiben, die Konzentration hochhalten".[Foto: imago]

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Die Sportfreunde Siegen aus der Frauen-Regionalliga West treffen am Sonntag (ab 12 Uhr) im Achtelfinale des DFB-Pokals auf den Zweitligisten SV Henstedt-Ulzburg. Trainer des Außenseiters ist Paul Müller. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht der 44 Jahre alte Betreiber einer Kfz-Werkstatt mit Mitarbeiter Peter Haidinger über Verletzungssorgen und die Möglichkeit, Historisches für den Verein zu schaffen.

FUSSBALL.DE: Im Achtelfinale des DFB-Pokals der Frauen empfängt Ihre Mannschaft am Sonntag den Zweitligisten SV Henstedt-Ulzburg. Wie groß ist die Vorfreude, Herr Müller?

Paul Müller: Riesig, weil wir mit einem Sieg Geschichte schreiben können. Der Verein und die Spielerinnen freuen sich unheimlich auf diese Partie.

Wie gut sind Sie über den Gegner informiert?

"Um ganz ehrlich zu sein: Dem VfL Wolfsburg oder Bayern München würde ich gerne aus dem Weg gehen"

Müller: Ich habe durch gute Kontakte zu Zweitligatrainern einiges in Erfahrung bringen können. Auch die jüngste Partie des SV Henstedt-Ulzburg, die 1:3 bei der SG 99 Andernach verloren ging, habe ich mir auf Video angeschaut. Ich habe alle Register gezogen, um an Infomaterial zu kommen. (lacht)

Wie groß ist aus Ihrer Sicht der Unterschied zwischen einer Spitzenmannschaft der Regionalliga und einem Team der 2. Frauen-Bundesliga?

Müller: Die Spitzenteams aus der Regionalliga können mit den Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte der 2. Frauen-Bundesliga definitiv mithalten. Diese Erfahrungen haben wir bereits in vielen Testspielen gegen Zweitligisten gemacht. Und das wollen wir auch im DFB-Pokal unter Beweis stellen.

Worauf wird es ankommen, um die klassenhöheren Gäste auszuschalten und erstmals seit dem Jahr 2000 wieder das Viertelfinale zu erreichen?

Müller: Es wird viel auf die Tagesform ankommen. Ich erwarte ein hart umkämpftes Spiel mit vielen Zweikämpfen. Wir müssen geduldig bleiben, die Konzentration hochhalten, wollen die Partie so lange wie möglich offen gestalten. Die Mädels müssen wissen, dass sie sich mit einem möglichen Einzug in das Viertelfinale des DFB-Pokals einen Eintrag in die Geschichtsbücher des Vereins verdienen können. Wenn uns das als Regionalligist gelingt, wäre es eine positive Überraschung.

In den ersten beiden Pokalrunden feierten Ihre Sportfreundinnen gegen den TuS Immendorf und beim FSV Babelsberg 74 zwei deutliche Siege mit insgesamt 23:0 Toren. Sind Ihre Spielerinnen im DFB-Pokal besonders motiviert?

Müller: Das weiß ich nicht, aber K.o.-Spiele liegen uns offenbar. Auch im Verbandspokal haben wir im Spiel beim SV Hohenlimburg 1910 beim 8:0-Erfolg keinen Gegentreffer zugelassen. (lacht) Die Mannschaft hat in den bisherigen Pokalspielen auf jeden Fall ein ganz anderes Gesicht gezeigt als in den Meisterschaftspartien.

Wie erklären Sie sich denn den Unterschied zwischen dem bislang guten Abschneiden im DFB-Pokal und dem recht enttäuschenden neunten Tabellenplatz in der Regionalliga West?

Müller: Die Spielerinnen sind vor einem DFB-Pokalspiel wesentlich konzentrierter. Das merke ich beim Aufwärmen und auch in der Kabine. Beim 6:0 in Babelsberg war es besonders extrem. Durch eine konzentrierte, geschlossene Mannschaftsleistung sind wir souverän in das Achtelfinale eingezogen.

Würde ein Weiterkommen im DFB-Pokal einen neuen Schub für die Ligaspiele geben oder befürchten Sie eher eine zu große Ablenkung?

Müller: Ich bin davon überzeugt, dass sich ein Weiterkommen im DFB-Pokal positiv auf den Ligabetrieb auswirken würde.

Was zeichnet Ihre Mannschaft in dieser Saison besonders aus?

Müller: Die Mädels verstehen sich nicht nur auf dem Platz, sondern unternehmen auch sonst sehr viel zusammen. Demnächst wollen wir uns beispielsweise gemeinsam ein Bundesligaspiel von Borussia Dortmund anschauen. Die verletzungsbedingten Ausfälle von Stammspielerinnen wie Valentina Vogt und Sabrina Schneider, die sich jeweils das Kreuzband gerissen haben, wurden gut kompensiert. Leider fallen jetzt auch noch Abwehrspielerin Hannah Sieberg mit einem Mittelfußbruch und Angreiferin Lotta Fernholz wegen eines Meniskusrisses aus. Alle vier waren in den ersten beiden Pokalspielen noch dabei. Dennoch werden wir ein schlagkräftiges Team aufbieten können.

Der Vorgängerverein TSV und die Sportfreunde Siegen dominierten einst den Frauenfußball in Deutschland, mussten aber nach dem Zwangsabstieg 2001 aus der Bundesliga einen Neuanfang starten. Wird mittelfristig eine Rückkehr angestrebt?

Müller: Wir versuchen alles, damit wir einen vernünftigen Aufbau in der Mädchen- und Frauenabteilung hinbekommen. Der Verein steht dahinter, möchte möglichst bald wieder höherklassig spielen.

Vor wenigen Monaten verpassten die Sportfreunde Siegen den Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga erst durch zwei 0:1-Niederlagen in den Playoff-Spielen gegen die SV 07 Elversberg. Aktuell ist die Tabellenspitze in der Regionalliga West aber schon ein Stück entfernt. Wie lauten Ihre Ziele für den weiteren Saisonverlauf?

Müller: Wir werden aufgrund der vielen Ausfälle den Kader in der Winterpause auf zwei oder drei Positionen verändern. In der aktuellen Situation müssen wir den Blick in der Tabelle zunächst einmal nach unten richten. Wir wollen uns aber so schnell wie möglich weiter nach oben orientieren.

Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren standen die Sportfreunde Siegen zuletzt im Achtelfinale des DFB-Pokals der Frauen, verloren 0:10 beim damaligen 1. FFC Frankfurt. Das Erreichen der nächsten Runde wäre der größte Erfolg seit dem Einzug in das Pokalfinale 2000. Was würde das für den Verein und das Team bedeuten?

Müller: Es wäre ein großer Erfolg für die Mädchen- und Frauenabteilung im Verein. Es ist schön, ein Frauenteam im Siegerland zu haben, das eine Mannschaft aus der ersten oder zweiten Liga ärgern kann.

Vor einem Jahr trafen Sie mit dem VfL Bochum bereits auf den Serien-Pokalsieger VfL Wolfsburg. Wie sehr hätten Sie Lust auf ein Wiedersehen in einem möglichen Viertelfinale?

Müller: Um ganz ehrlich zu sein: Dem VfL Wolfsburg oder Bayern München würde ich gerne aus dem Weg gehen, weil man als unterklassige Mannschaft gegen solche Spitzenteams schnell unter die Räder kommen kann. Für die Spielerinnen wäre es sicherlich eine schöne Erfahrung. Aber ich würde mich über eine vermeintlich lösbare Aufgabe mehr freuen. Bevor wir uns darüber Gedanken machen, müssen wir aber erst einmal gegen den SV Henstedt-Ulzburg bestehen. Wir sollten nicht vergessen, dass wir der Außenseiter sind.

Wie wird die Vorbereitung auf das Pokalspiel aussehen?

Müller: Freitag ist Abschlusstraining, Samstag bekommen die Spielerinnen frei und am Sonntag werden wir uns eineinhalb Stunden vor dem Spiel treffen und uns auf die Partie einschwören.

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