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Blindenfussball|24.09.2022|20:20

St. Paulis Rasmus Narjes: "Geiles Gefühl"

Blindenfussballer des Jahres Rasmus Narjes (Hier: Dritte Person von Rechts): "Das ist eine schöne Auszeichnung, mir aber trotzdem persönlich nicht so wichtig"[Foto: Carsten Kobow/ DFB-Stiftung Sepp Herberger]

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Der alte und neue Deutsche Meister im Blindenfußball heißt FC St. Pauli. Die Hamburger setzten sich am fünften und letzten Spieltag der Blindenfußball-Bundesliga mit 4:0 gegen den Tabellenzweiten MTV Stuttgart durch und behaupteten mit 18 Punkten erneut Rang eins, wie schon im Vorjahr. Gekickt wurde am vorigen Samstag auf dem Roncalliplatz in Köln, direkt vor dem berühmten Dom. 

Nicht nur für Nationalspieler Rasmus Narjes, zweifacher Torschütze für St. Pauli gegen Stuttgart, war es ein besonderes Wochenende. Der 22-Jährige wurde mit nunmehr elf Treffern nicht nur bester Goalgetter der Saison, sondern auch zum "Blindenfußball-Spieler des Jahres" ausgezeichnet.

Im Interview mit FUSSBALL.DE erzählt der Jurastudent, wie er den finalen Spieltag mitten in der Kölner City erlebt hat und wie er zum Blindenfußball kam.

FUSSBALL.DE: Rasmus Narjes, habt Ihr am Wochenende schön die Deutsche Meisterschaft gefeiert?

"Ich habe immer Fußball im Radio gehört und meinen Eltern mitgeteilt, dass ich auch kicken möchte“

Rasmus Narjes: Auf jeden Fall! Das ging schon gleich nach dem Sieg gegen Stuttgart auf dem Platz los und dann abends im Hotel weiter. Wir waren dort mit allen Teams zusammen, haben gegessen und getrunken und sind danach noch weiter in eine Kneipe in Köln gezogen. Die Nacht war kurz, weil es am Sonntagvormittag noch eine offizielle Veranstaltung vom DFB gab, ehe wir nach Hause gefahren sind. Es war sehr anstrengend, hat aber riesigen Spaß gemacht!

Und was haben Ihre Familie und die Freunde gesagt?

Rasmus Narjes: Alle haben sich sehr für uns gefreut und zur Deutschen Meisterschaft gratuliert. Als wir in Hamburg angekommen sind, bin ich noch von ein paar Freunden empfangen worden, da mussten wir natürlich noch ein wenig weiter feiern (lacht) .

Spieler des Jahres, das klingt nicht schlecht, oder?

Rasmus Narjes: Ja, das ist eine schöne Auszeichnung, mir aber trotzdem persönlich nicht so wichtig. Wir sind eine Mannschaft mit Spielern auf dem Platz, einem Torwart und einem Trainer, das muss gut zusammenpassen. So war es am Samstag in Köln, wir haben eine richtig gute Leistung hingelegt, obwohl die Bedingungen alles andere als gut waren.

Weil es so viel geregnet hat…

Rasmus Narjes: Ja, der Kunstrasenplatz total durchnässt war. Ich spiele zwar gerne bei Regen, aber das Aufwärmen vor dem Spiel war schon schwierig. Beim Spiel selbst ist der Ball dann oft liegengeblieben und nicht so gut zu hören, was für uns ja sehr wichtig ist. Unser Trainer Wolf Schmidt hat uns aber super gecoacht und präzise Anweisungen gegeben, sodass wir uns schließlich gegen Stuttgart durchsetzen konnten.

Durch ein Narjes-Doppelpack!

Rasmus Narjes: Zwei Schüsse aufs Tor, beide drin (lacht) ! Kurz vorher war noch gar nicht sicher, dass ich überhaupt würde mitspielen können, denn ich habe mir vor ein paar Tagen den Fuß verletzt und musste mit einem fetten Tape auflaufen. Ich konnte damit zwar gut laufen, aber das Passspiel war nicht so top. Naja, ist gutgegangen!  (lacht)

Der letzte Spieltag der Blindenfußball-Bundesliga wird als für die Öffentlichkeit deutlich sichtbares Event veranstaltet. Wie fühlt man sich da als Spieler?

Rasmus Narjes : Das ist eine tolle Sache, mitten in der Stadt vor dem Dom zu spielen, eine geile Kulisse. Leider waren wegen des schlechten Wetters diesmal nicht so viele Zuschauer da, aber für uns Spieler ist das natürlich auch immer noch ein besonderer Ansporn, alles zu geben. Auf der anderen Seite ist solch eine Kulisse für uns auch herausfordernd.

Warum? 

Rasmus Narjes:
Wir blinden Spieler sind ja darauf angewiesen, den Ball gut zu hören und was sonst noch auf dem Platz passiert. Wenn die Leute laut sind und uns anfeuern, ist das einerseits schön, kann aber auch zu Irritationen führen. Ein Beispiel: Der Torwart wehrt einen Schuss ab, und die Fans jubeln. Für uns ist es dann schwierig einzuordnen, wo der Ball ist, denn es ist ja kein Tor gefallen und der Ball weiter im Spiel. Das kann man vielleicht ein bisschen mit der Situation beim Tennis vergleichen: Während des Spiels muss zur Hörbarkeit des Balls und zur Orientierung absolute Ruhe sein, während bei Unterbrechungen gejubelt und unterstützt werden kann.

Wie lange sind Sie schon am Ball?

Rasmus Narjes : Seit 2008, da war ich acht. Ich habe immer Fußball im Radio gehört und meinen Eltern mitgeteilt, dass ich auch kicken möchte. Wir sind von unserem Wohnort Bispingen, das ist in der Lüneburger Heide, dann nach Hannover gefahren, wo es eine Trainingsgruppe für blinde Fußballer gab, aber keinen richtigen Vereinsfußball. Also habe ich mich mit 13 dem FC St. Pauli angeschlossen, da waren die Strukturen viel besser. Der Aufwand war natürlich groß, entweder haben mich meine Eltern mit dem Auto eine Stunde zum Training gefahren oder ich habe mich in den Zug gesetzt, das hat zwei Stunden pro Strecke gedauert.

Sind Sie eigentlich von Geburt an blind?

Rasmus Narjes: Ja, als einziger in der Familie. Meine Augen sind zwar heil, aber ich habe einen angeborenen Gendefekt, eine sogenannte Lebersche Amaurose, sodass ich außer hellem Licht, zum Beispiel die Sonne, nichts sehen kann.

Trotzdem haben Sie Ihr Abi gemacht und studieren jetzt Jura. Wie klappt das?

Rasmus Narjes: Mit etwas Unterstützung geht das sehr gut. Mein Ding ist es, über Hürden zu springen und mich in der Gesellschaft durchzusetzen. Daher habe ich auch, jeweils mit Begleitung, immer eine Regelschule besucht, von der Grund- über die Realschule bis hin zum Gymnasium. Seit dem Wintersemester 2019 studiere ich nun an der Uni Hamburg Jura mit dem Schwerpunkt Sozialrecht und komme da gut voran. Darüber hinaus habe ich bereits zwei Praktika hinter mir, eins am Oberlandesgericht und eins bei einer Behörde. Zurzeit absolviere ich ein weiteres Praktikum am Verwaltungsgericht. Ich wohne im Studierenden-Wohnheim und fühle mich hier in Hamburg, auch wenn es der Umzug vom Dorf in die große Stadt für mich eine große Umstellung war, sehr wohl.

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