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|06.12.2023|23:40

Stuttgart wirft Dortmund aus dem Pokal

Erzielt gegen den BVB den umjubelten Führungstreffer: Stuttgarts Serhou Guirassy[Foto: IMAGO/Eibner]

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Der VfB Stuttgart trumpft in dieser Saison nicht nur in der Bundesliga, sondern auch im DFB-Pokal groß auf. Die Schwaben setzten sich im Topspiel des Achtelfinals gegen Borussia Dortmund mit 2:0 (0:0) durch und dürfen als einer von nur drei Erstligisten im Viertelfinale weiter vom vierten DFB-Pokaltriumph der Vereinsgeschichte träumen. Im Zweitligaduell zwischen  Hertha BSC  und dem  Hamburger SV  kamen die Berliner jeweils kurz vor Ende der 90 Minuten und der Verlängerung zurück und siegten schließlich mit 5:3 im Elfmeterschießen . Nach 120 Minuten hatte es 3:3 (2:2, 1:2) gestanden.

Nach einer torlosen ersten Hälfte sorgten Serhou Guirassy (54.) und Silas (77.) für den zweiten Stuttgarter Viertelfinaleinzug nacheinander. Für den BVB war es dagegen das fünfte Ausscheiden in der Runde der letzten 16 in den vergangenen sieben Jahren.

Im Olympiastadion verwandelten im Elfmeterschießen alle fünf Berliner Schützen, während Torwart Tjark Ernst einmal gegen Ransford-Yeboah Königsdörffer hielt. Zuvor hatte die Berliner 1:0-Führung durch Fabian Reese (21.) nur zehn Minuten Bestand, denn Immanuël Pherai glich aus (31.). Laszlo Benes drehte die Partie zugunsten des HSV noch vor der Pause komplett (43.), doch Reese hielt die Partie in der Schlussminute weiter offen (90.). In der Verlängerung legte Königsdörffer für die Hamburger erneut vor (102.), doch wieder gelang Hertha der späte Ausgleich - diesmal durch Jonjoe Kenny (120.).

Guirassy und Silas treffen für den VfB

Die Stuttgarter hatten das Geschehen vor den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann zunächst im Griff, aber die erste Großchance hatte der BVB: Nach einer Rücklage von Jamie Bynoe-Gittens schoss Marcel Sabitzer den Ball an die Latte (20.). Die Dortmunder agierten wie schon in Leverkusen am Sonntag sehr defensiv, ein oftmals fehlerhafter Spielaufbau verhinderte ebenfalls Offensivbemühungen. Der VfB hatte Mitte der ersten Hälfte knapp 70 Prozent Ballbesitz, war in eigentlich allen Belangen überlegen, kam allerdings im ersten Durchgang kaum gefällig zum Abschluss.

Auch nach dem Seitenwechsel bestimmten die Schwaben die Schlagzahl. In der 52. Minute scheiterte Guirassy noch aus sechs Metern an Gregor Kobel, zwei Minuten später machte es der Stuttgarter Toptorjäger besser und schob durch die Beine des BVB-Schlussmanns ein (54.). Nach einer weiteren vergebenen Großchance durch Enzo Millot (58.) hatten die Gastgeber dann Glück, dass ein Treffer von Bynoe-Gittens wegen einer Abseitsstellung nachträglich einkassiert wurde (60.). Der BVB wirkte aber nun viel wacher und drängte auf den Ausgleich, doch der zweite Stuttgarter Treffer durch Silas erstickte eine mögliche Wende im Keim (77.).

Kein Sieger nach 90 Minuten in Berlin

Hertha und der HSV belauerten sich in der Anfangsphase eher zwischen den Strafräumen. Der Berliner Führungstreffer durch Reese, der einen Abpraller seines eigenen Schusses vom Torpfosten verwertete (21.), änderte die Partie grundlegend. War zuvor Hamburg leicht überlegen, war es nun die Hertha. Doch anstatt den zweiten Treffer nachzulegen, stellte Pherai die Partie wieder auf pari (31.). Vor der Pause ging es hin und her mit guten Gelegenheiten auf beiden Seiten. Nach einer Hereingabe von Levin Öztunali lenkte Hertha-Torwart Tjark Ernst den Fall vor die Füße von Benes, der nur noch einschieben brauchte (43.). 

Der HSV kam auch schwungvoll aus der Kabine, und Benes zirkelte einen Eckstoß direkt an den kurzen Pfosten (49.). Auf der anderen Seite rettete HSV-Keeper Matheo Raab mit einem glänzenden Reflex nach Kopfball von Haris Tabakovic (52.). Die in der Liga auf fremdem Platz oftmals schwächelnden Hamburger waren ihrem dritten Treffer lange aber näher als die Herthaner dem Ausgleich. Erst in den letzten 25 Minuten riss die Hertha die Kontrolle an sich, während die "Rothosen" zunehmend auf Konter lauerten. Als sich der HSV der Ziellinie näherte, traf aus der Distanz erneut Reese und schickte das Spiel in die Verlängerung (90.).

Dort hatte die Hertha mehr vom Spiel - bis Königsdörffer zuschlug (102.). Doch das war's noch nicht, wieder kam die Hertha in letzter Minute zurück. Diesmal legte Reese für Kenny auf (120.). Im Shootout zeigte sich die Hertha dann nervenstärker.

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