Lohausens Larissa Krumrey: Noch eine Torjägerkanone?
Larissa Krumrey vom Lohausener SV gewann bereits im Vorjahr die Torjägerkanone für alle in der 7. Liga. Jetzt führt sie erneut das bundesweite Ranking an.
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Treffsicher: Torjäger Tom Fraus bei der Arbeit. [Foto: Werner Franke]
30 Tore in 25 Spielen – eine Bilanz, die wohl nur wenige Stürmer aufweisen können. Tom Fraus kann es. Der 22 Jahre alte Angreifer schoss den Greifswalder SV 04 in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern zum Klassenerhalt. Und machte damit nachhaltig Werbung in eigener Sache. Sein Name tauchte in den Notizblöcken einiger Scouts auf. In der neuen Saison wagt er deshalb einen Schritt auf der Karriereleiter, er wechselte zum VfB Germania Halberstadt in die Regionalliga Nordost.
Tom Fraus ist ein Paradebeispiel dafür, dass sich Beständigkeit auszahlt. Ehrgeizig verfolgt der pfeilschnelle Stürmer seit seiner Kindheit den Traum vom Profi. Im Alter von sieben Jahren begann er mit dem Fußballspielen. „Meine Kumpels vom SV Kandelin haben mich damals überredet, mal mit zum Training zu kommen. Von da an wusste ich, dass das genau mein Ding ist“, erzählt der Torjäger.
„Es ist eine Herausforderung, seine Grenzen kennenzulernen“
Mit zehn Jahren ging Tom Fraus nach Grimmen, um dort das Gymnasium zu besuchen. „Da der Grimmener SV höherklassig gespielt hat und ich ohnehin dort zur Schule ging, bin ich gewechselt“, erklärt er den nächsten, logischen Schritt. Christian Bockhahn, heute Vorstandsmitglied beim Grimmener SV, fiel schon damals die Stärke von Tom Fraus auf: „In der D-Jugend hat er uns mit seinen Toren zum Vize-Meister in der Bezirksliga gemacht. Seine Schnelligkeit hat ihn schon immer ausgezeichnet.“
Seine Leistungen sprachen sich rum. Tom Fraus wurde in die Landesauswahl Mecklenburg-Vorpommern berufen. Kurze Zeit später klopfte der FC Hansa Rostock an. Der Durchbruch? Nein, es sollte eine harte Zeit für den damals 13-Jährigen folgen. „Es war schon eine schwierige Entscheidung, von zu Hause wegzugehen. Wichtig war, dass meine Eltern mir alles ermöglicht haben und hinter mir standen“, berichtet Tom Fraus heute. Der FC Hansa, zu jener Zeit noch in der Bundesliga, bot professionelle Bedingungen.
An das Pensum von sechs bis sieben Trainingseinheiten in der Woche und einem Spiel am Wochenende musste er sich gewöhnen. Das Talent wollte auf die Zähne beißen. „Natürlich wollte auch ich Profi werden. Ich habe mich neben der Schule schließlich komplett auf den Fußball fokussiert.“ In Tritt kommen sollte Tom Fraus beim FC Hansa jedoch nie. „Ich hatte körperliche Defizite“, gibt der Angreifer zu. Drei Jahre lang musste sich der gebürtige Greifswalder hinten anstellen, ehe der Verein auf ihn zukam und ihm einen Wechsel nahelegte.
Er fiel nicht in ein tiefes Loch. Die erfolgreichste Zeit seiner bisherigen Laufbahn sollte folgen. Der Greifswalder SV 04 hatte ihn 2007 verpflichtet. Mit GSV-Talenten spielte er drei Jahre in der B- und A-Junioren Regionalliga. Acht Tore erzielte der Youngster in seinem letzten A-Junioren-Jahr, ehe er im Männerbereich den Durchbruch schaffte. „Ich habe mich beim GSV 04 von Anfang an wohl gefühlt. Die Leute haben hier immer an mich geglaubt“, sagt Tom Fraus.
2011 begann er eine Ausbildung zum Bürokaufmann. Mit Bedacht entschied er sich, diese vor einem Wechsel in eine höhere Spielklasse zu beenden. „Natürlich ist man stolz, wenn Vereine anfragen und man überlegt, Angebote anzunehmen. Aber ich wollte nach meinem Abitur unbedingt einen Berufsabschluss haben.“
Einen vorläufigen Höhepunkt fanden seine Leistungen in der vergangenen Spielzeit, als er 30 Tore in 25 Spielen schoss. In diesem Sommer wechselte Tom Fraus zum VfB Germania Halberstadt. „Er bringt alle Anlagen mit, um sich auch in der Regionalliga durchzusetzen“, ist sich GSV-Trainer Matthias Martens sicher. Auch Tom Fraus selbst ist überzeugt von seinem neuen Weg. „Das Gesamtpaket hat gepasst, es ist reizvoll und eine Herausforderung, seine Grenzen kennenzulernen und sich aus zu trainieren.“ Der 22-Jährige wird im 50 Kilometer entfernten Magdeburg ein Sportstudium beginnen und dieses mit dem Fußball finanzieren. Nicht ausgeschlossen, dass es dennoch der zweite Karriereweg wird.
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