FC Eddersheim: Mit Nationalspieler Angel Arthee zum Aufstieg?
Der FC Eddersheim aus dem Ortsteil der Stadt Hattersheim am Main kann in der heißen Saisonphase auf die Qualitäten eines Nationalspielers hoffen.
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Tom Nattermann: "Ich hoffe, dass die Brandenburgliga noch nicht das Ende sein wird."[Foto: SV Viktoria Potsdam]
Mit 31 Toren in nur 15 Einsätzen liegt Tom Nattermann, Angreifer beim SV Viktoria Potsdam in der Landesliga Nord in Brandenburg, im bundesweiten Ranking der Torjägerkanone für alle in der 7. Liga auf dem dritten Platz. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht der 32 Jahre alte Stürmer, der derzeit eine Ausbildung zum Erzieher absolviert, über baldige Vaterfreuden, Ralf Rangnick und den möglichen Aufstieg.
FUSSBALL.DE: Am zurückliegenden Spieltag hat Ihr Team beim BSC Fortuna Glienicke die erste Saisonniederlage kassiert. Wie frustriert waren Sie nach dem 2:5, Herr Nattermann?
Tom Nattermann: Wir waren wegen der Leistung, die wir im ersten Spiel nach der Winterpause gezeigt hatten, sehr enttäuscht. Es war aber auch ein wenig abzusehen, weil wir aufgrund der Witterungsbedingungen nur wenig trainieren konnten. Die Art und Weise, wie wir uns aber unserem Schicksal ergeben haben, hat mir nicht gefallen.
Dennoch führt Ihre Mannschaft ganz souverän die Tabelle an, zehn Punkte beträgt der Vorsprung vor dem FSV Bernau. Hatten Sie eine so gute Saison erwartet?
Nattermann: Dass wir zum Rückrundenstart der Konkurrenz bereits so weit enteilt sind, damit habe ich nicht gerechnet. Ich wusste aber, dass wir über eine sehr gute Mannschaft mit hoher Qualität verfügen. Wir wollten oben mitspielen. Dass es aber so gut läuft, war nicht vorherzusehen.
In der bundeweiten Wertung zur Torjägerkanone für alle liegen Sie mit drei Treffern Rückstand auf dem dritten Platz. Behalten Sie das Ranking stets im Blick?
Nattermann: Ich werde in wenigen Tagen zum ersten Mal Vater. Die Geburt meiner Tochter Eleonora steht kurz bevor, deshalb habe ich ganz andere Sachen im Kopf. Ich weiß, dass ich ganz vorne dabei bin, schaue aber - da bin ich ehrlich - nach den Spielen nicht sofort nach.
"Ich habe während meiner Laufbahn Qualität dazugewonnen, bin vor dem Tor abgezockt und eiskalt"
Was stimmt Sie zuversichtlich, dass Sie im Saisonendspurt Ihre direkten Konkurrenten noch überholen können?
Nattermann: Ich spiele in einer Topmannschaft, die mich bis zum Saisonende mit Vorlagen reichlich "füttern" wird. Außerdem habe ich während meiner Laufbahn Qualität dazugewonnen, bin vor dem Tor abgezockt und eiskalt.
Sie sind vor einem Jahr vom ehemaligen Bundesligisten Tennis Borussia Berlin nach Potsdam gewechselt. Warum haben Sie sich zu diesem Schritt entschieden?
Nattermann: Der SV Viktoria Potsdam hatte schön öfter bei mir angefragt. Für TeBe Berlin war ich in der Oberliga am Ball, doch der zeitliche Aufwand war mir als angehender Familienvater zu hoch. Fünfmal in der Woche zu trainieren und dazu die weiten Auswärtsfahrten waren mir einfach zu viel. Außerdem habe ich eine Ausbildung zum Erzieher angefangen, die ich in diesem Sommer hoffentlich erfolgreich abschließen werde.
Der SV Viktoria Potsdam wurde erst 2018 gegründet und ist seitdem innerhalb von sechs Jahren fünfmal aufgestiegen. Wohin soll der Weg des Klubs noch gehen?
Nattermann: Ich hoffe, dass die Brandenburgliga noch nicht das Ende sein wird. Ich möchte mit dem Verein in die Oberliga aufsteigen. Das ist mein Ziel.
Worauf wird es ankommen, damit Sie am Saisonende mit dem SV Viktoria Potsdam den zweiten Aufstieg in Folge feiern können?
Nattermann: Wir können - Stand jetzt - nur an uns selbst scheitern. Wenn wir unsere Leistungen konstant auf den Platz bringen, sind wir nur schwer zu schlagen. Präsentieren wir uns allerdings wie zuletzt, dann kann der Schuss auch ganz schnell nach hinten losgehen.
Sie haben 157 Spiele in der Regionalliga Nordost absolviert und insgesamt 40 Tore erzielt. Wie sehr hilft Ihnen diese Routine, wenn Sie in der Landesliga auf dem Platz stehen?
Nattermann: Ich habe während meiner Laufbahn viele Erfahrungen sammeln können, was mir auf dem Platz eine gewisse Selbstsicherheit gibt.
Sie wurden als Jugendlicher bei RB Leipzig ausgebildet, haben den Weg des Vereins bis in die Bundesliga hautnah miterlebt. Warum ist Ihnen die ganz große Fußballkarriere verwehrt geblieben?
Nattermann: Ich war bei RB Leipzig der erste Nachwuchsspieler, der einen Profivertrag erhalten hat. Ich habe dort den Aufstieg in die 3. Liga unter Trainer Alexander Zorniger und Sportdirektor Ralf Rangnick miterlebt, stand danach zweimal im Zweitligakader, kam aber nicht zum Einsatz. Ich war nicht fleißig und wahrscheinlich auch nicht gut genug. (lacht)
"Im fortgeschrittenen Alter spürt man nach den Spielen jeden Knochen"
Sie haben in Ihrem Fußballerleben viel erlebt. Was waren Ihre persönlichen Highlights?
Nattermann: Der Sprung mit RB Leipzig von der Regionalliga in die 3. Liga war besonders. Wir hatten uns damals in den Aufstiegsspielen gegen die Sportfreunde Lotte erst nach Verlängerung durchgesetzt. Die Rückfahrt mit den RB-Fans im Zug werde ich nie vergessen. Im DFB-Pokal durfte ich mit dem 1. FC Lokomotive Leipzig gegen Bayer 04 Leverkusen spielen. Mein persönliches Highlight war mit Lok Leipzig der Gewinn des Sachsenpokals gegen den Chemnitzer FC. Leider waren wegen der Corona-Pandemie damals nur wenige Zuschauer im Stadion.
Wie sehr macht sich Ihr Alter nach den Spielen bei Ihnen bemerkbar. Benötigen Sie mehr Zeit zur Regeneration?
Nattermann: Im vorletzten Hinrundenspiel hatte ich mir einen Außenbandriss zugezogen, bin jetzt aber wieder fit und freue mich, dass ich wieder auf dem Platz stehe. Im fortgeschrittenen Alter spürt man nach den Spielen jeden Knochen. (lacht)
Wie viele Tore haben Sie sich bis zum Saisonende vorgenommen?
Nattermann: Vor der Saison hatte ich mir pro Spiel möglichst einen Treffer vorgenommen. Bisher sind es mehr als zwei im Schnitt. Wir haben noch 14 Partien. Wenn ich am Ende auf 45 Tore komme, wäre ich super zufrieden.
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