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Ins Nationalteam|07.10.2022|09:15

Triers Thayaparan: "Verrückt und surreal"

Neu-Nationalspieler von Sri Lanka: Der Trierer Jason Thayaparan ist "unglaublich stolz".[Foto: privat/Collage FUSSBALL.DE]

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Vom Sechstligakicker zum Nationalspieler: Diese steile Karriere legte der 27 Jahre alte Innenverteidiger Jason Thayaparan vom Regionalliga-Südwest-Aufsteiger Eintracht Trier hin. Der Neu-Nationalspieler von Sri Lanka spricht im FUSSBALL.DE-Interview über das Training unter der Leitung der Weltstars Tim Cahill und Andy Morrison, Bedingungen wie beim FC Bayern München und das Abschneiden mit Trier.

FUSSBALL.DE: In Ihrer Karriere haben Sie ein neues Kapitel aufgeschlagen, als Sie zu einem Lehrgang mit der Nationalmannschaft von Sri Lanka eingeladen wurden. Wie fühlt es sich an, plötzlich Nationalspieler zu sein, Herr Thayaparan?

Jason Thayaparan: Es ist verrückt. Es ging alles so schnell, dass ich es zu Beginn gar nicht realisieren konnte. Erst nachdem ich von meinem Aufenthalt bei der Nationalmannschaft in Katar zurückgekehrt bin, hatte ich Zeit, das Ganze ein wenig Revue passieren zu lassen. Ich bin unglaublich stolz darauf, das Trikot mit der Nationalfahne von Sri Lanka tragen zu dürfen. Als ich dann gesehen habe, wie stolz mein Vater deswegen war, hat es mich nur umso glücklicher gemacht.

Wie ist der Kontakt zum Fußball-Verband von Sri Lanke zustandegekommen?

"Andy Morrison hat die Statur eines Rugbyspielers, die den Respekt vor seiner Person nur noch verstärkt"

Thayaparan: Einen ersten Kontakt hatte es bereits vor knapp über einem Jahr gegeben. Zu diesem Zeitpunkt hatte mich der damalige Nationaltrainer Amir Alagic, der früher auch Co-Trainer beim VfL Osnabrück und beim SV Werder Bremen war, erstmals kontaktiert. Allerdings war alles ein wenig schwammig, so dass es nie zustandekam. Nachdem Alagic entlassen worden war, hat mich der Verband über seinen offiziellen Instagram -Account angeschrieben und mich nach meinen Kontaktdaten gefragt. Nur kurz darauf kam dann vom neuen Sportdirektor Tim Cahill eine von ihm persönlich signierte Einladung.

Mussten Sie sich erst einmal kneifen, als Sie die Einladung vorliegen hatten?

Thayaparan: In der Tat. Wie häufig erhält man schon eine Mail, die von einem Weltstar wie ihm signiert ist? (lacht) Als ich die Einladung vorliegen hatte, musste ich gar nicht erst darüber nachdenken. Ich wollte mir diese Chance auf keinen Fall entgehen lassen.

Neben Sportdirektor Tim Cahill, dem Rekordtorschützen der Nationalmannschaft von Australien, ist auch der neue Nationaltrainer Andy Morrison kein unbeschriebenes Blatt im internationalen Fußball. Er spielte unter anderem für Manchester City und die Blackburn Rovers. Wie war es, unter seiner Leitung zu trainieren?

Thayaparan: Bei der ersten Begegnung musste ich kurz schlucken. Andy Morrison hat die Statur eines Rugbyspielers, die den Respekt vor seiner Person nur noch verstärkt. Allerdings war von Beginn an deutlich, dass er mit viel Herzblut an diese Herausforderung bei der Nationalmannschaft von Sri Lanka herangeht. Aber sowohl der Trainer als auch Tim Cahill waren von Beginn an sehr nett und vor allem auch hilfsbereit.

Sechs Tage waren Sie mit der srilankischen Nationalmannschaft in der katarischen Hauptstadt Doha zusammen. Welche Erfahrungen nehmen Sie mit?

Thayaparan: Es sind durchweg positive Erfahrungen, die ich bei der Nationalmannschaft sammeln durfte. Wir haben in der Aspire Academy trainiert, wo bereits der FC Bayern München und Paris Saint-Germain mit Weltstars wie Robert Lewandowski oder Kylian Mbappé ihre Trainingslager absolviert haben. Ich habe noch nie eine Anlage mit so überragenden Bedingungen gesehen. Die Plätze sahen wie geleckt aus. Obwohl bei unserem Team 24 Spieler zusammenkamen, die auf der ganzen Welt verteilt bei ihren Klubs spielen und zuvor noch nie etwas miteinander zu tun hatten, ist innerhalb weniger Tage so etwas wie eine große Familie entstanden. Es ist schön, ein Teil davon gewesen zu sein.

Hat es Ihnen geholfen, dass mit Claudio Kammerknecht vom Drittligisten SG Dynamo Dresden ein weiterer Spieler aus Deutschland dabei war?

Thayaparan: Tatsächlich hat es mir den Schritt zur Nationalmannschaft deutlich erleichtert. Schon vor der Reise nach Katar hatten wir Kontakt aufgenommen. Wir haben uns das Zimmer geteilt. Es war auch ganz angenehm, mit jemanden auf Deutsch sprechen zu können.

Sie haben die Landkarte von Sri Lanka als Tattoo auf dem Handgelenk verewigt. Wie kam es zu dieser Idee?

Thayaparan: Sri Lanka war schon immer ein großer Bestandteil meines Lebens. Daher hatte ich die Idee, mir etwas Unauffälliges tätowieren zu lassen, was auf eine gewisse Art und Weise aber dennoch auffällt. Aus diesem Grund habe ich mich dann mit meinem Tätowierer zusammengesetzt, und wir kamen gemeinsam auf die Idee, mir die Landkarte und den Löwen, der auf der Nationalfahne zu sehen ist, stechen zu lassen.

Haben Sie noch Kontakt zu Familienangehörigen in Sri Lanka?

Thayaparan: Durch meine Nominierung zum Nationalspieler ist der Kontakt wieder stärker geworden. Da ich die Sprache leider nie gelernt habe, kann ich mich mit meinem Onkel nur auf Englisch verständigen. Für alle anderen Verwandten benötige ich meinen Vater an meiner Seite als Übersetzer. Auch mein bisher einziger Besuch in Sri Lanka liegt leider schon sehr lange zurück.

Müssen jetzt noch bürokratische Formalitäten für weitere Einsätze im Nationalteam aus dem Weg geräumt werden?

Thayaparan: Zum Glück hatte ich die srilankische Staatsangehörigkeit schon immer in meinen Unterlagen hinterlegt, so dass es dadurch wohl einfacher sein wird, demnächst auch offiziell neben meiner deutschen Staatsbürgerschaft auch die Staatsangehörigkeit von Sri Lanka zu erhalten. Dabei greift mir auch der Verband unter die Arme. Ich gehe davon aus, dass bis zu unserem nächsten Treffen mit der Nationalmannschaft im März 2023 alles geklärt ist.

Wie bewerten Sie derzeit die Lage in Sri Lanka?

Thayaparan: In Deutschland bekommt man leider nicht so viel mit, welche Zustände derzeit vor Ort herrschen. Von einigen meiner Mitspieler bei der Nationalmannschaft habe ich aber Bilder und Videos gesehen, die unter anderem Aufstände am helllichten Tag zeigten. Wenn man so etwas sieht, dann weiß man sein Leben in Deutschland umso mehr zu schätzen.

Fußball ist in Sri Lanka eher eine Randsportart, Cricket gilt als Volkssport. Mit welchen Mitteln soll der Fußball dort nach oben geführt werden?

Thayaparan: Der erste Schritt ist mit zwei international erfolgreichen Gesichtern als Trainer und Sportdirektor getan. Hinzu kommt, dass die Kader bei den kommenden Länderspielen mit Spielern aus der ganzen Welt gespickt sein werden. Unser Trainer hat es während einer Präsentation klargestellt, welche Pläne der Verband verfolgt. Ziel ist es, dass Fußball nicht mehr nur eine Randsport ist. Dabei geht es auch gar nicht darum, mit dem Cricket als Volksport Nummer eins zu konkurrieren. Vielmehr soll die Begeisterung für den Fußball neu und zusätzlich entfacht werden.

Wie sehen die genauen Zielsetzungen für die nächste Zeit aus?

Thayaparan: In erster Linie ist geplant, bis zum Beginn der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026, die in Mexiko, Kanada und USA über die Bühne gehen wird, im nächsten Oktober eine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen. In der Vergangenheit war es so, dass Sri Lanka in den Länderspielen immer deutlich unterlegen war. Es wäre schön, wenn wir mal wieder Tore für das Land erzielen und dabei vielleicht mal ein Unentschieden oder vielleicht sogar einen Sieg einfahren können.

Für Ihren Verein SV Eintracht Trier sind mit Michael Omosanya und Fränz Sinner aus Luxemburg zwei weitere Spieler am Ball, die bereits Erfahrungen in ihrer Nationalmannschaft sammeln durften. Haben Sie sich Tipps eingeholt?

Thayaparan: Mit Michael habe ich in der Tat über mein Abenteuer bei der Nationalmannschaft geredet. Dabei ging es aber viel mehr darum, was für ein tolles Gefühl es ist, mit der Nationalfahne auf der Brust zu spielen.

In Trier kehrt für Sie jetzt wieder der Alltag ein: Nach Ihrem Wechsel im Jahr 2018 vom Sechsligisten FSV Tarforst zur Eintracht gelang Ihnen innerhalb weniger Monate der Aufstieg in die 4. Liga sowie jetzt auch die Nominierung für die Nationalmannschaft. Mal ehrlich: Müssen Sie sich selbst die Augen reiben, was Sie geschafft haben?

Thayaparan: Definitiv. Erst wenn man mal zur Ruhe kommt und über die ganzen Geschehnisse der letzten Zeit nachdenkt, wird einem bewusst, wie schnell das Ganze ins Rollen kam. Wenn mir das jemand kurz vor meinem Wechsel zur Eintracht prophezeit hätte, dann hätte ich denjenigen höchstwahrscheinlich für verrückt erklärt. Und doch bin ich bei der Eintracht mittlerweile Stammspieler in der Regionalliga und durfte bei der Nationalmannschaft dabei sein. Es ist schon ein wenig surreal.

Die Eintracht konnte mit dem jüngsten 2:1-Auswärtserfolg bei Rot-Weiß Koblenz vorerst die möglichen Abstiegsplätze verlassen. Wie gut ist der Klub für die Regionalliga aufgestellt?

Thayaparan: Ich denke, dass wir ein schlagkräftiges Team auf den Platz bringen. Es gab während der Saison schon einige Niederlagen, die wahrscheinlich auch vermeidbar wären. Dabei denke ich vor allem an das Spiel bei der U 23 des VfB Stuttgart , als wir schon in der Anfangsphase 2:0 führten, dann aber doch 2:4 verloren. Ärgerlich war auch die Niederlage gegen den Spitzenreiter SSV Ulm 1846 Fußball , weil wir das Gegentor zum 0:1 erst in der Schlussphase kassierten. Diese Partien haben uns aber gezeigt, dass wir uns auch gegen die Spitzenmannschaften der Liga nicht verstecken müssen.

Am Samstag ist Ihre Mannschaft beim FSV Frankfurt zu Gast. Ist das ein Spiel, das gewonnen werden muss, wenn man nicht absteigen will?

Thayaparan: Gegen einen direkten Konkurrenten im Rennen um den Klassenverbleib kann es nur ein Ziel geben: die drei Punkte zu holen. Deshalb wollen wir unseren jüngsten Positivtrend fortsetzen, uns weiter von der Gefahrenzone absetzen und dabei die Frankfurter nicht aus den Augen verlieren.

Welche Ziele verfolgen Sie noch mit der Eintracht?

Thayaparan: Mir ist es vor allem wichtig, dass ich auch weiterhin verletzungsfrei bleibe. Kurzfristig ist es aber auch mein Ziel, mir meinen Stammplatz in der Innenverteidigung zurückzuholen. Nachdem wir zwischenzeitlich fünf Spiele in Folge verloren hatten, musste der Trainer etwas ändern. Da hat es auch mich getroffen. Ich will mit meinen Leistungen aber beweisen, dass ich nach wie vor in die Startformation gehöre.

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