Aufstiegsheld und Pokalspezialist Frank Löning: "Unserem Weg vertrauen"
Nach Zweitligaaufstiegen als Profi könnte es für Frank Löning bald auch als neuer Trainer des niedersächsischen Oberligisten SV Wilhelmshaven nach oben gehen.
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Torgefährlich: Lucas Gülck (l.) und Bennet Storm (r.) vom TSV Neustadt.[Foto: Niklas Runne/TSV Neustadt]
Beim TSV Neustadt sorgt der Blick auf die Tabelle über die Winterpause für besonders große Freude. Die 14 Siege aus 14 Begegnungen bei einem Torverhältnis von 109:4 bedeuten nicht nur in der Kreisklasse B Ost Ostholstein die Spitzenposition: Auch deutschlandweit kommt kein anderes Herren-Team auf eine bessere Statistik.
"Vor einiger Zeit war uns schon aufgefallen, dass wir in der Statistik weit vorne dabei sind. Nun sogar ganz oben zu stehen, ist etwas Besonderes", sagt Abteilungsleiter und Trainer Volker Brand im Gespräch mit FUSSBALL.DE. "Dass wir sportlich wieder auf einem guten Weg sind, freut mich nach den zurückliegenden Jahren ganz besonders."
Denn in der Saison 2022/2023 hatte sich die erste Mannschaft des Klubs aus dem gleichnamigen 16.000 Einwohner-Ort aus der Verbandsliga Süd-Ost Schleswig-Holstein zurückgezogen. "Unser gesamter Fußballbereich lag am Boden", erinnert sich Brand, der seit 40 Jahren im Verein ist und rund 30 Jahre lang selbst gegen den Ball getreten hatte. "Es war bitter und traurig mitanzusehen, wie von der damaligen Führung Fehler gemacht und viele Leute vergrault wurden."
Der Neustart erfolgte 2023/2024 in der Kreisklasse C Ost Ostholstein - der niedrigsten Spielklasse. "Unsere vorherige zweite Mannschaft hielt unsere Fahne hoch", so der 52-Jährige. Volker Brand selbst trainierte zu diesem Zeitpunkt die U 19, die den Titel in der A-Junioren Kreisliga Ostholstein 4 holen konnte. "Unser 2005er-Jahrgang stand dann vor der Frage, wie es für die Spieler weitergeht. Als die Jungs signalisiert hatten, dass sie bleiben würden, wenn ich die erste Mannschaft übernehme, erklärte ich mich auch dazu bereit."
Mit diesem Kern an Spielern ging Brand im Umkreis "auf Werbetour. Ich wollte viele unserer ehemaligen Spieler wieder einsammeln und von unserem Projekt überzeugen. Unser Ziel ist es, mittelfristig in die Kreisliga aufzusteigen". Schon im ersten Jahr mit dem im städtischen Bauamt tätigen Tiefbau-Ingenieur an der Seitenlinie gelang dem TSV Neustadt der Titelgewinn in der Kreisklasse C Südost 1 - mit 14 Siegen in 14 Partien. "Das war eine super Saison. Und es geht hoffentlich noch lange so weiter."
Wie schon in der vergangenen Spielzeit - als der TSV in 14 Spielen sagenhafte 143 Treffer erzielen konnte - sticht die Offensive auch in diesem Jahr heraus. Nach neun Partien stehen bislang 109 Tore zu Buche. Vom 16:0 gegen den SV Neukirchen bis zum 2:0 gegen Eutin 08 II waren für die Neustädter schon viele Ergebnisse dabei. "Wir tun uns in manchen Spielphasen auch schon mal schwer", sagt Volker Brand unter anderem mit Blick auf das erste Duell mit dem SV Neunkirchen, als beim 2:0 bis zur Pause noch keine Treffer gefallen waren. "Meistens ist es aber so, dass wir unsere Gegner müde spielen und dann hintenraus unsere Tore machen."
Besonders häufig konnte sich ein Duo des Spitzenreiters in die Torschützenliste eintragen. Bennet Storm liegt im ligaweiten Ranking hinter Jonas Pöpelt vom VfL Schwartbuck (31 Treffer) mit 24 Saisontoren auf Rang zwei. Direkt dahinter folgt mit 21 Treffern sein Stürmerkollege Lucas Gülck. "Bennet ist ein Routinier und Führungsspieler bei uns. Er weiß mit seiner Erfahrung ganz genau, wo er stehen muss", so Brand über seinen erfolgreichsten Schützen. "Lucas ist dagegen sehr sprintstark und schafft es häufig, seinen Gegenspielern davonzulaufen." Dazu haben auch Nils Arnhold (19 Tore) und Marcel Maasch (elf) schon zweistellig getroffen.
Aber auch sonst freut sich der Cheftrainer über "ein gutes Portfolio an Spielern", auf das er zurückgreifen kann. "Wir haben nicht nur eine starke erste Elf. Wenn wir Wechsel vornehmen, merkt man das nicht wirklich. Im Kreispokal haben wir auch schon unter Beweis gestellt, dass wir gegen klassenhöhere Teams bestehen können." In der ersten Runde gelang ein 9:1 gegen die BSG Eutin aus der Kreisklasse A Ost 2. Im Achtelfinale schlug sich der TSV beim 2:4 gegen den drei Spielklassen höher angesiedelten Verbandsligisten Sereetzer SV sehr achtbar.
Einen einzelnen Moment kann Volker Brand - der vor nicht allzu langer Zeit die B-Lizenz erfolgreich abgeschlossen hat, um "mit dem Team mitzuwachsen" - nicht als Highlight der bisherigen Saison nennen. "Es ist vielmehr die Arbeit mit dem gesamten Team", betont er. "Es ist toll, unsere stetige Entwicklung zu sehen. Wir haben alle wieder den Spaß am Fußball gefunden. Auch die Leute aus unserem Ort werden wieder angelockt." Mit weiteren Erfolgen könnte der Schnitt von derzeit 80 bis 100 Zuschauern noch weiter anwachsen.
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