Auswärts beim zweiten der Bremen Liga. Das kann ja eigentlich nichts werden oder? Wenn man das Ergebnis betrachtet fühlt sich der Unbeteiligte sicher bestätigt. Doch was haben die erlebt, die dabei waren? Etwas ganz ganz anderes. Dass diese Punkte in Brinkum blieben können diese nur schlicht ihrem Glück verdanken und Grolland eben dem Pech, und dem Glück das fehlte, dass der eine oder andere Ball eben nicht knapp am tor vorbei geht oder den Pfosten trifft.
Was war passiert? Grolland begann defensiv. Und man muss erstmals sagen: Defensiv gut! Man konnte eine Viererkette arbeiten sehen. Und sie funktionierte auch. Das war vorher noch nie so der Fall. Sie funktionierte fast fehlerlos. Einen machte sie jedoch und der hatte leider Folgen. Das 1:0 für Brinkum. Ansonsten alles im Plan auf Grollander Seite. Kontrollierte Konter. Gutes verschieben hinten. Brinkum konnte die Grollader nur mit Fouls stoppen oder mit ihrem starken Keeper.
Dann kam die Halbzeitpause und als die dann endlich ein Ende fand, das wegen einer unauffindbaren Hose auf sich warten lies, konnte es weitergehen. Für den verletzten Mamadou Dieng kam der nun frisch behoste Jan Hendrik Meints und es konnte weitergehen. Und ab jetzt sollte nicht nur die Kleiderkammer verrückt spielen sondern der ganze Spielverlauf war schlicht ein Fall zum in die Tischkante beißen. Schon kurz nach dem Seitenwechsel ging das Spiel nur noch in eine Richtung. Und das mit Qualität. Da kamen Pässe an, von denen man das nicht erträumen wollte. Da wurde ein Zweikampf nach dem anderen gewonnen. Und da war Bashkim Toski durch...... Und der Torhüter ging zum Ball und verpasste den und dann ging der Handschuh zum Fuß und die Hand des Schiedsrichters in die Tasche am Achtersten. Brinkum nun zu 10. Grolland seinen sichersten Strafstoßschützen vor dem Punkt. Und nun? Brinkums Ersatztorwart zeigt, dass er nicht nur eine Notlösung ist und hält..... und hält .... und hält...... Nicht nur den Elfer, sondern nahezu alles, was vor seinen Kasten kommt. Dann ein Konter und Grollands Innenverteidiger begeht die Dummheit der Stunde und legt den Stürmer im Sechzehner hin, obwohl der den Ball noch nicht hatte, der gerade quergelegt wurde. Zum Glück - sonst währ 10:10 angesagt, so "nur" 2:0 und ein gelber Karton.
Danach weiter Powerplay aufs Brinkumer Tor. Karim Jahjah bringt einen Ball nach dem anderen über die linke Seite und setzt sich in unglaublich vielen Zweikämpfen durch. Es braucht teilweise vier Brinkumer (siehe Foto) um ihn zu stoppen. Dann endlich, nach einer so herausgeholten Ecke kommt der Ball auf Bashkim Toski, der den mit einem Seitfallzieher im Brinkumer Kasten unterbringt. Das war leider erst in der 89. Minute und die Nachspielzeit reichte nicht mehr für den Ausgleich oder mehr, was angesichts der "Mit angezogener Handbremse" (Frank Thinius) spielenden Brinkumer, mehr als verdient gewesen wäre.
Meiner Meinung nach das qualitativ beste Spiel, was Grolland je hingelegt hat! Nur das Ergebnis stimmt halt nicht ....