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gespannte Erwartung vor dem Anpfiff[Foto: Trainerfoto]
Nomen est omen: Fritz-Walter-Wetter auf den Fritze-Wiesen. Trotz widriger Wetterbedingungen kamen die Borgfelder Löwen zum erhofften Auswärtserfolg
Im Schatten der großen Horner Eiche, die für den mitgereisten Anhang nur wenig Schutz vor dem peitschenden Regen bot, entwickelte sich von Beginn an ein entfesseltes Kampfspiel auf rutschigem Geläuf. Die Bedingungen waren für beide Mannschaften zwar gleich; doch offensichtlich hatten die Borgfelder besser gewachst. Von gelegentlichen Ausrutschern abgesehen, sollte sich die Reise in den benachbarten Stadtteil Horn am Ende gelohnt haben.
Vom Start weg beherzigten die Rothosen die alte Fußballweisheit "flach spielen, hoch gewinnen", die bei norddeutschem Nieselregen zum Standardrepertoire einer ambitionierten Nachwuchsmannschaft gehört. Schneller als gedacht lief der Ball durch die Reihen, Angriff auf Angriff schlidderte auf das Tor der Heimischen zu, die der berüchtigten Auswärtsstärke der Borgfelder Löwen wenig entgegen zu setzen hatten.
Abwehrturm Julian Strenger brach früh den Bann mit dem 1:0, dem in schneller Abfolge durch den flotten Carlo Kampmann, Spielmacher Julian Frambach und das kämpferische Vorbild Finlay Reitemeyer weitere Treffer zum 6:0 Halbzeitstand folgten.
Die typische Halbzeitkonferenz der anwesenden Experten bewertete in der Analyse diese ersten 25 Minuten als Geburtststunde einer großen Mannschaft.
Nach einem frühen Tor durch Thade Breden in Halbzeit 2 wirkte der Horner Kasten in der Folge zeitweise jedoch wie vernagelt, das Runde wollte einfach nicht in das Eckige. Chancen über Chancen durch Noah Mehrtens, Nick Hadlich und Finn Lübbenjans wurden durch gelegentliche Konterversuche der Horner unterbrochen, die nicht zuletzt durch Malte Reifenhausen und Keeper Luis Kuntze vereitelt wurden. Lediglich ein einziges Mal schaffte es der unterlegene Gastgeber durch die Reihen und hübschte seine ernüchternde Bilanz mit dem Ehrentor ein wenig auf. Dann gingen den Gelb-Schwarzen jedoch endgültig die Kräfte aus und die mutigen Löwen setzten unbarmherzig nach. Strenger, Breden, Kampmann, Frambach und Hadlich konnten sich somit in die Torschützenliste eintragen. Endstand 12:1 für die Borgfelder Löwen.
Eine reichhaltige Ernte, die dank nicht nachlassender Energie eingefahren werden konnte. Es wurde zwar nicht immer flach gespielt, doch zumindest hoch gewonnen. Der durchnässte Anhang dankte mit lang anhaltendem Applaus.