Melden von Rechtsverstößen
Grolland hält bis zur 85. Minute ein 1:1 gegen den Tabellenführer Brinkumer SV und geht dann doch noch mit 1:4 unter!
Am Ende hatte mit dem Brinkumer SV das spielerisch deutlich bessere Team verdient gewonnen, darüber gibt es vermutlich keine zwei Meinungen. Der Weg zum Erfolg war für die Gäste allerdings weitaus umkämpfter, als es das klare Endergebnis letztendlich erahnen läßt.
Vorweg, die Grollander mussten auf ihren Leader Sönke Voss (Muskelfaserriss) verzichten und mit Bilal Altunc fehlte der Rotsünder vom letzten Wochenende, als wichtiger Zweikämpfer, im defensiven Mittelfeld. Es begann auch gleich mit einer kalten Dusche für die Heimelf, denn bereits nach acht Minuten fiel das 0:1. Dabei nutzten die Gäste einen leichtsinnigen Ballverlust von Kennedy Ukachukwu vor dem eigenen Strafraum gnadenlos aus.
Langsam fingen sich die anfangs unter Dauerdruck stehenden Thinius-Mannen allerdings und verteidigten fortan ihr Gehäuse wesentlich konsequenter. Fast wäre dann Karim Jahjah per Kopf der Ausgleich gelungen (14.), als er eine Eingabe von Toski knapp neben das Brinkumer Tor köpfte. Das sollte allerdings die einzige gute Angriffsaktion der Hausherren in der ersten Spielhälfte bleiben. Die Gäste diktierten weiterhin das Spielgeschehen und so hatte der TSV weitere brenzlige Situationen zu überstehen. Während dessen haderte der Brinkumer Coach Offermann stetig lautstark mit den Entscheidungen des Unparteiischen und da der Krug bekanntlich so lange zum Brunnen geht bis er bricht, wurde er in der 37. Minute zurecht vom Platz geschickt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff (44.) musste Grollands Keeper Ercan Vayvalako per Glanztat seine Mannen vor einem weiteren Gegentor bewahren, als er einen Schuss aus kurzer Distanz abwehrte.
Nach der Pause brachte Frank Thinius dann Mansur Abdurrahmann-Kaminski für Maurice Hellmig auf das Feld, dieser Tausch erwies sich allerdings bereits nach kurzer Zeit als Flop, denn die auffallend pomadige Spielweise des neuen Mannes sorgte immer wieder für große Lücken im Defensivverbund der Grollander. Häufiger musste er von seinen Mitspielern aufgefordert werden endlich mal einen Gang zuzulegen. Erneut bewahrte Vayvalako seine Elf durch sein mutiges Herauslaufen bis weit vor sein Tor (48.) vor einem weiteren Gegentreffer und auch in der 59. Spielminute hatten die Gastgeber Glück, weil ein Brinkumer Abschluss nur knapp das Ziel verfehlte. Als dann Mehmet Demirci ausgewechselt wurde, ging mit ihm auch noch der bis dahin energischste Zweikämpfer im Grollander Mittelfeld.
Der TSV stemmte sich allerdings mit dem Mute der Verzweiflung gegen die drohende Niederlage und wurde dafür mit dem 1:1 (77.) durch einen Hammer ins äußere Toreck, abgefeuert von Nico Witte (siehe Foto), zumindest vorübergehend belohnt. Kurz darauf klärte der gleiche Akteur im eigenen Strafraum dann in höchster Not. Grollands Kennedy Ukachukwu segelte wenig später knapp an einer schönen Flanke vorbei, das hätte durchaus der Führungstreffer werden können.
Der Tabellenführer wollte allerdings unbedingt den Sieg und erhöhte gegen die kräftemäßig nun stark abbauenden Hausherren noch einmal die Schlagzahl. Simon Robben rettete in letzter Not (82.), 180 Sekunden später nahm das Unheil (wie so oft in den letzten Wochen) dann allerdings seinen Lauf und es fiel das 1:2 (85.). Erneut musste Grolland nun total aufmachen, um zu versuchen wenigstens noch einen Punkt zu retten. Dieses Unterfangen wurde allerdings noch zweimal (90. +2 u. 90. +5) in der Nachspielzeit mit dem 1:3 und 1:4 durch nun blitzschnell konternde Brinkumer hart bestraft.
Fazit: Wie sich die Bilder gleichen; die Grollander bieten erneut im Rahmen ihrer Möglichkeiten einem Spitzenteam lange Zeit Paroli und stehen am Ende doch wieder mit leeren Händen da.