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[Foto: SV Inter Komata]
Nach der 0:6-Auftaktklatsche war der TuS Wagenfeld gegen die Nienburger auf Wiedergutmachung aus und feierte einen hochverdienten 4:1-Erfolg. Dem SVI fiel vor allem in der zweiten Hälfte gar nichts mehr ein und zeigte besonders gegen die schnellen TuS-Stürmer Schwächen in der Defensive, was von einem Viererpack von Jannik Kläning eindrucksvoll bewiesen wurde.
Kein Biss, Kein Kampf
Dabei sah es zu Beginn eigentlich so gut aus für die Nienburger, die nach dem 1:1 gegen Favorit Steimbke den ersten Dreier einfahren wollten: Bereits mit der ersten Aktion kam der SVI gefährlich vor den Kasten, jedoch scheiterte Kevin Dalmann im Eins gegen Eins gegen Wagenfelds Keeper Thorben Klöcker (2'). Auch in der Folge ging es eher in Richtung des TuS-Gehäuses, doch auch Merdal Boran konnte durch einen abgefälschten Schuss nur eine Ecke herausholen (8'). Diese brachte zunächst nichts ein, wenig später stellte sich allerdings auch Saad Haso im gegnerischen Sechzehner vor - konnte jedoch unter Bedrängnis nur am Kasten vorbeilegen (10'). Das sollte plötzlich auch die letzte Aktion der Nienburger für lange Zeit gewesen sein, denn auf einmal ging es nur noch in Richtung Ibo Akbas im Nienburger Tor. Die dickste Chance hatte dabei zunächst Ricardo Tenti, der den Ball aber über die Latte drosch (23'). Wagenfeld spielte nun wesentlich stärker und damit kamen die Nienburger ganz und gar nicht zurecht - vor allem der sehr starke Marcel Heyer sorgte immer wieder für Gefahr von Links. Daher ist es auch wenig verwunderlich, dass eben jener auch an der Entstehung des Führungstors beteiligt war. Nach einer weiteren vergebenen Chance durch Gheorge-Voicu Ponta (30') fand eine Hereingabe Heyers den mitgelaufenen Jannik Kläning, der lediglich einzuschieben brauchte (32'). Im ersten Moment sah es nicht so aus, als habe Inter Komata eine Antwort parat, doch dann sorgte Sofi Haso mit einer wunderschönen Einzelaktion plötzlich für den sofortigen Ausgleich: Er marschierte mit dem Ball in den Sechzehner, umkurvte Klöcker und schloss unter Bedrängnis dennoch sicher zum Ausgleich ab (35'). Der erhoffte Rückenwind blieb aus - sofort nahmen die Hausherren das Heft wieder in die Hand und setzten das Tor von Akbas unter Dauerfeuer. Eine ähnliche Aktion wie das 1:0 endete dieses Mal mit einem Lattenkopfball von Kläning (37'), ein Entlastungsangriff auf der anderen Seite brachte nur eine Ecke, die wiederum verpuffte (40'). Wagenfeld machte es im Gegenzug besser und ging wieder durch Kläning in Führung: Dieses Mal kam die Vorarbeit von Lukas Sieveke, der nach einem langen Ball auf den Kasten zulief und im richtigen Moment querlegte - 2:1 (40'). Direkt im Anschluss fiel fast das nächste TuS-Tor, doch Akbas verteidigte clever gegen den durchstartenden Tenti im Duell und bewahrte sein Team vor einem weiteren Gegentreffer (43'). Den Schlusspunkt setzte dennoch Inter Komata mit einem in der Entstehung sehenswerten Pfostentreffer von Dalmann, welcher gleichzeitig den 1:2-Pausenstand aus Sicht der Gäste besiegelte (45').
Zwar nahm man sich in der Pause vor, zumindest ein Gesicht zu zeigen und zu kämpfen, doch war der SVI im Grunde nur noch auf dem Papier auf dem Platz. Die sonst starke Offensive zeigte sich weitestgehend harmlos und die Verteidigung war gegen die schnellen Vorstöße der Wagenfelder komplett überfordert und wurde oftmals von den Vorderleuten im Stich gelassen. Daher war es auch kein Wunder, dass der TuS sofort da weitermachte, wo er im ersten Durchgang aufgehört hat: Tenti zielte allerdings ein wenig zu hoch (47'), während ein weiterer Versuch der Kreis Diepholzer neben den Kasten ging (50'). Die wohl dickste Chance bekam direkt im Anschluss Kim Seibert, der es jedoch fertigbrachte, das Leder aus kurzer Distanz über das Inter-Tor zu jagen (52'). Nach dem furiosen Start schaltete der TuS erstmal ein paar Gänge zurück, doch konnten die Nienburger das nicht entscheidend nutzen - die besten Möglichkeiten wurden nach einem Abschluss von Merdal Boran abgefälscht (59') oder kamen zu ungenau aufs Tor (60'). Wagenfeld investierte nun deutlich weniger Kraft in das Spiel, blieb aber vor allem durch Konter und schnelle Vorstöße brandgefährlich - ein solcher sollte schließlich auch das 3:1 und somit die gefühlte Vorentscheidung bringen. Akbas konnte sich lange Zeit gegen mehrere durchstartende Wagenfelder wie unter anderem Tenti im Duell auszeichnen (67'), hatte aber gegen die Kombination aus Tenti und Kläning keine Chance: Erneut landete der Querpass beim mitgelaufenen Kläning, der somit einen Dreierpack schnürte (74'). Von Komata kam fast gar nichts mehr, weshalb der TuS in lockeren Abständen immer wieder Chancen verbuchen konnte, welche aber mal am zu spitzen Winkel (81') und mal an der Latte scheiterten (85'). Den Deckel drauf machte natürlich schlussendlich kein Geringerer als Kläning, der auch das letzte Duell des Abends gegen Akbas für sich entscheiden konnte und den 4:1-Endstand besorgte (89').
Inter Komata steht nun am Dienstag gegen Diepholz (0:8 in Steimbke) unter Zugzwang, kann aber immerhin wieder auf den in Wagenfeld gesperrten Abwehrchef Abdulkader Albarrak zurückgreifen.