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Im zweiten Auswärtsspiel binnen weniger Tage wartet am Mittwoch, 1. September (18 Uhr), ein Prestigeduell auf unsere Grün-Weißen. Im Kieler Holstein-Stadion wartet die U23 des alten Rivalen KSV Holstein zum „kleinen Landesderby“ auf den VfB.
Der Gegner ist dabei noch schwer einzuordnen. Im vergangenen Jahr belegten die „Jungstörche“ in der abgebrochenen Saison nur Rang neun unter den elf Teams der Nord-Staffel (neun Punkte aus zehn Spielen), während man in der Saison zuvor zum Zeitpunkt des Abbruchs Tabellenrang sieben (36 Punkte aus 24 Spielen) inne hatte.
Angeführt wird die U23 der „Störche“ in dieser Saison von drei Routiniers. Angefangen bei Tim Siedschlag (33), der einst auch in der Saison 2010/11 für den VfB spielte, sind die weiteren in U23-Teams erlaubten drei Spieler über 23 Jahre gewöhnlich Torjäger Laurynas Kulikas (27) und Neuzugang Manuel Schwenk (29), den viele noch besser unter seinem Geburtsnamen Janzer aus der 2. Bundesliga kennen. Er kehrte im Sommer von Eintracht Braunschweig zur KSV Holstein zurück.
Insgesamt war im Sommer ordentlich Bewegung im Team der Blau-Weiß-Roten. Vier Akteure, darunter mit Noah Oberbeck der Enkel von VfB-Aufsichtsrat Rolf Oberbeck als derzeit dritter Schlussmann, rückten aus der U19-Bundesliga-Elf in die Regionalliga-Mannschaft auf. Lucas Wolf, der im vergangenen Jahr als Leihspieler beim VfB mit einigen Drittliga-Einsätzen Erfahrung sammelte, hat ebenfalls eine Lohmühlen-Vergangenheit. Mit Nico Mai (1. FC Magdeburg), Michel Stöcker (Fortuna Düsseldorf II), Kasra Ghawilu (1. FC Köln II), Jan Wansiedler (Heider SV) und Dean Hinterstoisser (RB Leipzig U19) gab es weitere externe Neuzugänge, verbunden vermutlich mit der Hoffnung, nicht wie im vergangenen Jahr im unteren Drittel der Nord-Staffel zu landen. Zudem ergänzten drei weitere Aufrücker aus der eigenen U19 das Team, wobei sich der US-Amerikaner Nico Carrera auch einen Stammplatz in der zuletzt meist als Fünferkette formierten Defensive erarbeitete.
Wie bei so vielen U23-Teams ist es schwer einzuordnen, in welcher Besetzung Holstein II in das Duell gegen den VfB gehen wird. Aus der Profi-Mannschaft kamen an den ersten beiden Spieltagen Angreifer Lion Lauberbach (inzwischen an Eintracht Braunschweig abgegeben), Mittelfeldspieler Marcel Benger (Neuzugang von Borussia Mönchengladbach II, spielte zuletzt in der 2. Bundesliga von Beginn an), die Eigengewächse und früheren Junioren-Nationalspieler Noah Awuku und Jonas Sterner sowie der dritte Torhüter Timon Weiner zu Einsätzen.
Trainer des Holstein-Nachwuchses, den viele Jahre lang der heutige Liga-Trainer Ole Werner betreute, ist seit der vergangenen Saison der 46-jährige Sebastian Gunkel. Er war zuvor auch in den Nachwuchsleistungszentren der Profivereine SC Freiburg, VfB Stuttgart, Eintracht Braunschweig und FC Augsburg tätig.
Der Auftakt in die Saison verlief für Holstein gemischt. Nach einem 1:0-Heimsieg gegen Altona 93 (Tor durch Manuel Schwenk) ging die zweite Partie überraschend beim Heider SV trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs von Lucas Wolf mit 1:2 verloren. Eine starke Leistung gegen den Titelfavoriten SC Weiche Flensburg 08 reichte trotz Führung nicht zum Sieg, weil Weiche die Partie in den Schlussminuten zu einem 3:2-Erfolg drehte. Am vergangenen Samstag siegte Holstein allerdings bei unserem Lokalrivalen 1. FC Phönix mit 3:2. Bester Torschütze des Teams ist aktuell Laurynas Kulikas mit drei Treffern. Derzeit rangieren die „Jungstörche“ auf dem sechsten Tabellenrang.
In der Vergangenheit gab es zwischen dem VfB und Holstein II insgesamt 14 Punktspiel-Vergleiche. Mit Ausnahme der letzten Duelle in der Saison 2019/20 (5:0 und 4:0 für den VfB) waren die Partien vielfach eng und umkämpft. Insgesamt steht jedoch 13 VfB-Siegen nur eine Niederlage gegenüber bei einem Torverhältnis von 39:8 für die Grün-Weißen.