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[Foto: SV Inter Komata]
Der SV Inter Komata konnte im ersten Pflichtspiel der neuen Saison nicht an die starken Leistungen aus der Vorbereitung anknüpfen und ging im Südkreis gegen den SV Kreuzkrug-Huddestorf mit 1:4 (1:2) baden. Den wachsamen und immer einschussbereiten Gastgebern spielten leider aber auch die erschreckend schwachen Linienrichter in die Karten, die mit einigen kapitalen Fehlentscheidungen auffielen.
Effizienz schlägt Qualität
Dass es im Südkreis nie einfach ist, ist nun wahrlich nichts Neues - dennoch taten sich die vermeintlichen Favoriten aus der Kreisstadt wieder einmal gegen einen eher defensiv ausgerichteten Gegner äußerst schwer. Dabei gestaltete sich der Beginn der Partie noch nach dem Geschmack der Gäste, die sofort den Zug zum Tor suchten und immer wieder für Ärger am Sechzehner des SVKH sorgten. Den ersten Versuch eines Abschlusses zeigte dabei Rückkehrer Marwan Houra, der das Leder jedoch links vorbeisetzte (07'). In der Folge gelangen dem SVI zwar immer wieder Schüsse auf den Kasten, allerdings hatte Lars Wessling meistens keine echten Probleme, die eher schwachen Versuche zu klären. Die beste Chance der Anfangsphase bot sich schließlich Ivan Sido, der sich schön um den Gegenspieler drehte, in den Strafraum zog und abschloss - allerdings genau auf Wessling (17'). Wenig später beendete eine Trinkpause die starke Drangphase der Nienburger - in der Kreuzkruger Mittagshitze mehr als nötig. Ärgerlich ist jedoch, dass die Mußriedeelf nicht sofort zurück in die Partie fand und sich somit der Heimelf Möglichkeiten boten. Passend zum Spielverlauf wurde die erste große Chance auch sogleich ergriffen: Marlow Reckeweg bugsierte eine scharfe Ecke mit dem Kopf über Linus Kramer im Gästetor hinweg ins lange Eck und besorgte die Führung für die Gastgeber (28'). Inter Komata schüttelte sich kurz und suchte direkt eine passende Antwort - und fand diese auch durch ein schönes Solo von Kapitän Metin Boran. Nach einem Pass auf Außen setzte sich der erfahrene Techniker gegen mehrere Kreuzkruger durch, zog nach innen und vollstreckte auch noch selber zum Ausgleich. Jedenfalls in der Theorie. In der Praxis wurde der Treffer wegen einer angeblichen Abseitsposition aberkannt - zum Ärger der Nienburger, denn die war alles andere als klar, sofern sie überhaupt vorlag (33'). Jubeln durften die Gäste kurz darauf dennoch, denn der soeben eingewechselte Yousif Al-Abouda brachte eine maßgeschneiderte Flanke in den Sechzehner, die Arif Aslan gekonnt verwertete - dieses Mal zählte der Ausgleich (39'). Lange hielt die Freude darüber allerdings nicht an, denn Inter Komata brachte sich durch eigene Fehler selbst in Bedrängnis. So konnte Kramer einen Versuch von Johannes Giese aus spitzem Winkel gerade noch klären (43'). Anders lief es bei der nächsten brenzligen Situation: Der SVKH brachte einen Freistoß aus der eigenen Hälfte vors Tor der Nienburger, von wo Fabian Siemann abzog. Der Ball klatschte zwar nur an den Pfosten, landete jedoch bei Julian Krause, der zur erneuten Führung abstauben konnte (45'). Dementsprechend ging es mit einem 2:1 für die Hausherren in die Pause.
In Durchgang Zwei starteten die Hausherren deutlich wacher und investierten mehr nach vorne als in der ersten Halbzeit - folglich wurde es auch sogleich brenzlig vor dem Inter-Tor. Letzten Endes blieben die Versuche allerdings zu unpräzise, sodass Kreuzkrug nicht erhöhen konnte. Im Gegenzug folgte eine höchst strittige Szene auf der Gegenseite: Mit dem ersten guten Angriff der zweiten Hälfte drangen die Nienburger in den Strafraum ein, wo der Vorstoß schließlich mit einem Foul gestoppt wurde - der Linienrichter hob sofort die Fahne, der Unparteiische entschied aber auf Ecke. Besonders bitter ist die Tatsache, dass diese Entscheidung selbst nach einer Rücksprache mit dem Assistenten nicht korrigiert wurde. Wenig überraschend wurde die Partie durch diese umstrittenen Szenen hektischer und verlor somit auch einiges an Qualität. Folgerichtig bestimmten seitdem Freistöße das Spiel, für Gefahr sorgten diese jedoch in den wenigsten Fällen. Die Vorentscheidung brachte schließlich wieder einmal eine Situation, die von einer Fehlentscheidung eingeleitet wurde: Ein langer Ball der Kreuzkruger ging ohne Einwirkung der Nienburger ins Seitenaus. Als die Gäste dann für den Angriff aufgerückt waren, zeigte der Linienrichter plötzlich Einwurf für die Hausherren an. Der wurde schnell ausgeführt und die Überzahl geschickt genutzt - einen Querpass musste Krause nur noch einschieben (68') - Doppelpack für den Südkreisler. Mit dem 3:1 gaben sich die Gastgeber allerdings noch nicht zufrieden und spielten weiter nach vorne. Das wurde auch prompt erneut belohnt, denn nach einem Absprachefehler zwischen Marwan Houra und Kramer eroberte der SVKH den Ball und vollstreckte abermals nach einer Hereingabe - dieses Mal traf Jan Haßfeld ins leere Tor und stellte den 4:1-Endstand her (73'). In den Schlussminuten hatten beiden Seiten noch die Chance zu einem weiteren Treffer, jedoch fiel an diesem Nachmittag kein weiteres Tor. Reckeweg verpasste mit dem Kopf den fünften Treffer (86'), Aslan auf der Gegenseite konnte eine kniehohe Hereingabe unter Bedrängnis nicht kontrolliert aufs Tor bringen (90').
Am Ende gewann der SVKH völlig verdient das Auftaktmatch gegen die zu harmlosen Nienburger, auch wenn manche Entscheidungen des Gespanns einen äußerst faden Beigeschmack hinterließen. Dennoch muss vom SV Inter eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt werden, wenn man das nächste Heimspiel gegen die SG Hoya (20.08.2022, 15:00) nicht auch verlieren will. Kreuzkrug hat nach dem Sieg eine längere Pause, da ihr Duell mit dem SC Uchte erst am 31.08.2022 stattfindet.