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In einem packenden Duell der Regionalliga Nordost setzte sich der Greifswalder FC am Samstagnachmittag überzeugend mit 3:0 gegen den ZFC Meuselwitz durch. Die Gäste aus Thüringen, die weiter auf ihren ersten Saisonsieg warten, bleiben damit Tabellenletzter. Greifswald hingegen feierte einen wichtigen Erfolg und scheint nach durchwachsenem Start endlich in der Liga angekommen zu sein.
Bereits in der Anfangsphase des Spiels deutete sich an, dass der Greifswalder FC die Partie dominieren würde. Die Gastgeber präsentierten sich auf heimischem Rasen entschlossen und nutzten die Unsicherheiten in der Defensive der Meuselwitzer konsequent aus. Mit dem frühen Führungstreffer durch Brandt in der 14. Minute legten die Greifswalder den Grundstein für ihren souveränen Heimerfolg. Kosak erhöhte nach einem schweren Patzer von ZFC-Keeper Sedlak noch vor der Pause auf 2:0. In der zweiten Halbzeit fand Meuselwitz trotz einer numerischen Überlegenheit keine Mittel, um das Spiel zu drehen, und musste stattdessen in der 84. Minute das entscheidende 3:0 durch Daedlow hinnehmen.
Das Spiel begann vielversprechend für den Greifswalder FC, der von Beginn an den Ton angab. Schon in den ersten Minuten setzte Greifswald auf schnelles Umschaltspiel und druckvolle Angriffe. Die Gäste aus Meuselwitz, die mit einer defensiven Grundordnung angetreten waren, konnten den Vorstößen der Hausherren nur wenig entgegensetzen. In der 14. Minute war es dann soweit: Nach einem unaufhaltsamen Sololauf von Kratzer, der von der Meuselwitzer Abwehr nicht energisch genug gestört wurde, kam der Ball zu Brandt, der aus 14 Metern ins rechte Eck abschloss. Der Treffer brachte Greifswald die frühe Führung und ließ die Fans jubeln.
Der ZFC Meuselwitz versuchte, die Kontrolle über das Spiel zu erlangen, und setzte auf aggressives Pressing. Doch die Thüringer scheiterten immer wieder an ihrer eigenen Ungenauigkeit und der stabil stehenden Greifswalder Defensive. Stattdessen leisteten sie sich in der 34. Minute einen folgenschweren Fehler. Ein missglückter Flachschuss von Benyamina wurde vom Meuselwitzer Torwart Sedlak unglücklich nach vorne abgewehrt, direkt in die Füße von Kosak. Der Angreifer ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und erhöhte mühelos auf 2:0. Ein schwerer Rückschlag für den ZFC, der bis zur Pause keine wirkliche Antwort fand.
Zur zweiten Halbzeit versuchte der ZFC Meuselwitz mit zwei frischen Spielern, Hoxha und Raithel, neuen Schwung in die Partie zu bringen. Tatsächlich wirkte das Team zunächst engagierter und kam zu einigen gefährlichen Abschlüssen, die jedoch nicht den gewünschten Erfolg brachten. Insbesondere Hoxha zeigte gute Ansätze und sorgte für mehr Dynamik im Offensivspiel der Gäste. Doch die Hoffnungen auf eine Wende schwanden schnell, als Greifswald trotz eines Platzverweises für Kratzer in der 64. Minute weiterhin kompakt verteidigte und keine klaren Torchancen zuließ.
Kratzer hatte zunächst die Gelegenheit, auf 3:0 zu erhöhen, scheiterte jedoch am gut reagierenden Sedlak. Kurz darauf handelte er sich nach einem rüden Foulspiel an Keßler die Gelb-Rote Karte ein und musste den Platz vorzeitig verlassen. Trotz der Überzahl gelang es dem ZFC Meuselwitz nicht, die numerische Überlegenheit in zählbare Chancen umzuwandeln. Greifswald stand tief und verteidigte clever, während die Gäste zunehmend verzweifelt wirkten.
In den letzten Minuten der Partie wurden die Offensivbemühungen der Meuselwitzer immer hektischer und ungenauer. Der Greifswalder FC wartete geduldig auf seine Konterchancen und wurde schließlich belohnt. In der 84. Minute besiegelte Daedlow das Schicksal der Gäste endgültig. Nach einem schön herausgespielten Angriff über die rechte Seite wurde Abu-Alfa im Strafraum nicht energisch genug angegriffen. Der Mittelfeldspieler hatte alle Zeit der Welt, quer auf den völlig freistehenden Daedlow zu legen, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste. Das 3:0 war die Entscheidung in einer Partie, die am Ende keine Zweifel über den verdienten Sieger ließ.
Der Greifswalder FC zeigte sich an diesem Nachmittag als das entschlossenere und taktisch diszipliniertere Team. Mit der nun gewonnenen Sicherheit blickt das Team von Trainer Roland Kroos optimistisch auf die kommenden Aufgaben in der Regionalliga Nordost. Für den ZFC Meuselwitz hingegen wird die Luft im Tabellenkeller immer dünner. Die Mannschaft muss dringend an ihrer Chancenverwertung und defensiven Stabilität arbeiten, um im nächsten Spiel nicht erneut unter die Räder zu kommen.