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In einem von Emotionen und intensiven Zweikämpfen geprägten Duell der Regionalliga Nordost sicherte sich der ZFC Meuselwitz einen verdienten 3:2-Auswärtssieg gegen den VFC Plauen. Besonders in der ersten Halbzeit dominierten die Gäste aus Thüringen das Spielgeschehen und führten bereits zur Pause klar mit 3:0.
Von Beginn an zeigte der ZFC Meuselwitz, dass sie gewillt waren, die Partie zu dominieren. Bereits in den ersten Minuten konnte die Elf von Trainer Heiko Weber erste gefährliche Vorstöße verzeichnen. Besonders Johannes Pistol und David Pfeil sorgten auf den Flügeln immer wieder für Unruhe in der Plauener Abwehr. Nach einer Phase des Abtastens war es in der 28. Minute Pistol selbst, der das 1:0 für die Gäste markierte. Sein wuchtiger Schuss von der Strafraumkante schlug unhaltbar in der langen Ecke ein und ließ Plauens Torhüter Pieles keine Chance.
Plauen wirkte nach dem frühen Rückstand verunsichert und fand offensiv kaum statt. Die Angriffe der Gastgeber waren ideenlos, häufig suchten sie den Befreiungsschlag mit langen Bällen, die jedoch von der gut gestaffelten Defensive der Gäste ohne große Mühe abgefangen wurden. Meuselwitz hingegen spielte befreit auf und legte in der 37. Minute nach. Tino Schmidt profitierte von einer Hereingabe von Hansch und musste den Ball nur noch zum 2:0 einschieben. Plauen war in dieser Phase komplett überfordert und ließ dem Gegner zu viel Raum.
Kurz vor der Pause setzte Meuselwitz den Schlusspunkt eines beeindruckenden ersten Durchgangs. Erneut war es Johannes Pistol, der nach einem mustergültig vorgetragenen Konter den Ball zum 3:0 in die Maschen legte. Die Abwehr des VFC war einmal mehr viel zu passiv und ließ den Meuselwitzer Torschützen ungehindert agieren. Mit diesem deutlichen Rückstand ging es für Plauen in die Kabinen, während Meuselwitz bereits wie der sichere Sieger aussah.
Plauen mit aufopferungsvollem Kampf – Meuselwitz verteidigt clever
Zur zweiten Halbzeit reagierte VFC-Trainer Karsten Oswald mit drei Wechseln, um seiner Mannschaft neuen Schwung zu verleihen. Kämpfer, Fischer und Morosow kamen in die Partie und sollten die Offensive beleben. Plauen begann deutlich mutiger und setzte Meuselwitz nun früher unter Druck. Besonders über die rechte Seite konnte Martynets immer wieder Akzente setzen, jedoch fehlte es den Vogtländern an der nötigen Präzision im Abschluss.
In der 62. Minute hatte Plauen seine erste große Chance, als Morosow nach einem Freistoß per Distanzschuss knapp am rechten Pfosten vorbeizielte. Es war die erste nennenswerte Gelegenheit für die Hausherren, die sich mit viel Einsatz zurück ins Spiel kämpften. Meuselwitz hingegen schaltete einen Gang zurück und verlegte sich darauf, die komfortable Führung zu verwalten.
Dennoch blieben die Gäste gefährlich. Immer wieder setzten sie über Konter Nadelstiche, wie in der 67. Minute, als Luca Bürger nach einer Kombination über die linke Seite frei zum Abschluss kam, jedoch das Tor knapp verfehlte. Die Defensive des ZFC Meuselwitz stand in dieser Phase kompakt und ließ nur wenig zu, während Plauen mehr Risiko ging und Räume für Gegenstöße öffnete.
Späte Tore von Akindele und Martynets – Plauen belohnt sich für Kampfgeist
In der Schlussphase wurde die Partie zunehmend hektischer, doch die Plauener Fans peitschten ihr Team weiter nach vorne. In der 86. Minute belohnten sich die Gastgeber für ihre engagierte Leistung in der zweiten Halbzeit. Nach einer Freistoßflanke aus dem Halbfeld herrschte Verwirrung im Strafraum der Gäste, und Akindele nutzte die Gelegenheit, um den Ball aus dem Gewühl heraus zum 1:3 über die Linie zu drücken. Dieser Anschlusstreffer gab den Vogtländern neuen Mut, und sie warfen nun alles nach vorne.
Nur wenige Minuten später, in der Nachspielzeit, gelang Plauen sogar noch der zweite Treffer. Wieder war es eine Standardsituation, die für Gefahr sorgte. Nach einem präzisen Eckball von Limmer stieg Martynets am höchsten und köpfte den Ball unhaltbar ins Netz. Mit diesem 2:3-Anschlusstreffer kam kurzzeitig nochmals Hoffnung bei den Heimfans auf, doch die Zeit reichte nicht mehr, um das Unmögliche möglich zu machen. Meuselwitz verteidigte die letzten Minuten geschickt und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Meuselwitz siegt verdient, Plauen kämpft sich zurück
Am Ende stand ein verdienter 3:2-Sieg für den ZFC Meuselwitz, der besonders in der ersten Halbzeit eine überlegene Vorstellung bot. Johannes Pistol avancierte mit seinem Doppelpack zum Matchwinner, während Plauen sich vor allem für die Leistung nach der Pause nichts vorwerfen kann. Der VFC zeigte Moral und kämpfte sich zurück ins Spiel, doch die Hypothek der schwachen ersten Hälfte war zu groß, um am Ende noch etwas Zählbares mitzunehmen. Für Meuselwitz bedeutet dieser Sieg wichtige Punkte im Abstiegskampf, während Plauen weiter auf einem Abstiegsplatz bleibt und dringend eine Wende benötigt.