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In einer intensiven und spannungsgeladenen Partie trennten sich Hertha Zehlendorf und der VFC Plauen am 10. Spieltag der Regionalliga Nordost mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden.
In einem Spiel, das vor allem von Zehlendorfs druckvollem Spiel in der ersten Hälfte geprägt war, gelang es Plauen in der zweiten Halbzeit, sich ins Spiel zurückzukämpfen und den Ausgleich zu erzielen. Damit sicherte sich die Mannschaft von Karsten Oswald einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.
Bereits in den Anfangsminuten dominierten die Gastgeber aus Berlin das Spielgeschehen. Die Elf von Trainer Robert Schröder war sichtlich bemüht, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden, und setzte die Gäste mit hohem Pressing unter Druck. Hertha fand vor allem über die linke Seite wiederholt den Weg in den Strafraum der Plauener, die zu Beginn kaum Entlastung fanden und überwiegend mit Abwehrarbeit beschäftigt waren. Insbesondere die agilen Offensivspieler Beyazit und Durmishi sorgten immer wieder für Gefahr und drängten die Defensive des VFC Plauen tief in die eigene Hälfte.
Das überfällige Führungstor für die Berliner fiel dann in der 32. Spielminute: Nach einer präzisen Flanke von Vieira war es Mittelstürmer Orhan Beyazit, der sich im Zentrum gegen seinen Gegenspieler durchsetzte und den Ball per Kopf zur verdienten Führung ins Netz beförderte. Plauen wirkte in dieser Phase defensiv anfällig und schaffte es kaum, eigene Akzente nach vorn zu setzen. Torhüter Pieles bewahrte sein Team mit mehreren starken Paraden vor einem höheren Rückstand, während die Berliner druckvoll auf den Ausbau ihrer Führung drängten.
Der zweite Durchgang begann, wie der erste endete: Zehlendorf zeigte sich weiterhin spielbestimmend und hätte in der 53. Minute das 2:0 erzielen können, doch ein unglücklicher Zusammenprall zwang Torschütze Beyazit zur Auswechslung. Mit seiner Auswechslung verlor Hertha einen ihrer gefährlichsten Akteure, was den Berlinern im weiteren Verlauf sichtlich zusetzte. Plauen nutzte diese Schwächung der Gastgeber und fand zunehmend besser in die Partie. In der 66. Minute war es schließlich soweit: Der bis dahin unauffällige Kämpfer traf per Kopf zum überraschenden Ausgleich, als er eine Flanke von Winter gekonnt im linken oberen Eck versenkte.
Nach dem Ausgleich entwickelte sich eine völlig offene Partie, in der beide Mannschaften den Siegtreffer suchten. Zehlendorf versuchte es wiederholt über die Außenbahnen, wo Polat mit seinen Dribblings für Unruhe sorgte. Plauen verteidigte jedoch leidenschaftlich und hielt mit einer kämpferischen Leistung dagegen. Zehlendorf kam in den letzten Spielminuten durch Vieira noch zweimal gefährlich zum Abschluss, doch beide Male fehlten nur wenige Zentimeter, um den Ball über die Linie zu drücken.
So blieb es schließlich beim 1:1-Unentschieden, mit dem vor allem die Gäste aus Plauen hochzufrieden sein dürften. Für die Berliner hingegen fühlte sich das Remis wie eine Niederlage an, da man das Spiel über weite Strecken dominierte und die besseren Chancen auf den Sieg hatte. Während Zehlendorf den Anschluss an die Spitzengruppe vorerst verpasste, zeigte der VFC einmal mehr, dass man trotz des schwierigen Saisonstarts und dem letzten Tabellenplatz durchaus konkurrenzfähig ist.