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Ein früher Treffer von Albert hat dem FSV Zwickau einen knappen, aber verdienten 1:0-Heimerfolg über Viktoria Berlin beschert. Während die Gastgeber in der ersten Hälfte das Spiel dominierten, mussten sie im zweiten Durchgang zunehmend auf die Defensive setzen. Ein starker Hiemann bewahrte die Schwäne in der Schlussphase mit einer Parade gegen den eingewechselten Berg vor dem Ausgleich.
Die 3.552 Zuschauer in der GGZ-Arena mussten nicht lange auf den ersten Höhepunkt der Partie warten. Bereits in der fünften Spielminute schlug der FSV Zwickau zu: Ein weiter Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte wurde zur perfekten Vorlage für Albert. Der Angreifer erkannte, dass sein Mitspieler Dobruna im Abseits stand, setzte sich aber selbst gegen Viktoria-Verteidiger Yermachkov durch und schob aus zentraler Position flach ins lange Eck ein. Viktoria-Torwart Karika war ohne Abwehrchance.
Zwickau setzte nach und erspielte sich eine Reihe guter Gelegenheiten. Bereits in der 8. Minute hätte Mittelfeldspieler Schlüsselburg auf 2:0 erhöhen können, doch nach einer unglücklichen Aktion von Viktoria-Keeper Karika verpasste er freistehend das leere Tor. Noch deutlicher war die Chance in der 30. Minute, als Martens per Kopfball aus kurzer Distanz scheiterte – Karika verhinderte mit einer Glanzparade den zweiten Gegentreffer.
Die Berliner, die mit einer defensiven Grundordnung angereist waren, fanden bis zur Pause kaum Mittel gegen das druckvolle Angriffsspiel der Gastgeber. Erst in den letzten Minuten des ersten Durchgangs zeigten sich die Gäste etwas mutiger. Eine Nachlässigkeit in der Zwickauer Hintermannschaft hätte beinahe für den Ausgleich gesorgt, doch Jones traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den Ball nicht richtig.
Nach dem Seitenwechsel agierte die Viktoria spürbar mutiger und übernahm vermehrt die Spielkontrolle. Der eingewechselte Berg brachte frischen Wind in das Berliner Offensivspiel und sorgte in der 56. Minute für einen ersten ernstzunehmenden Abschluss. Sein Schuss aus der Distanz verfehlte das Zwickauer Tor nur knapp. Auch Jones versuchte es kurze Zeit später mit einem tückischen Abschluss, der jedoch entscheidend abgefälscht wurde und knapp über die Latte flog.
In dieser Phase gelang es Zwickau nicht mehr, den Gegner konsequent vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Die defensive Stabilität der ersten Hälfte war nicht mehr gegeben, was den Gästen zunehmend Räume für Angriffe eröffnete. Besonders auffällig war der agile Küc, der mehrfach über die rechte Seite durchbrach und gefährliche Hereingaben lieferte.
Die größte Gelegenheit zum Ausgleich hatte Viktoria in der 81. Minute: Küc flankte mustergültig auf den zweiten Pfosten, wo Berg per Kopf auf das Tor zielte. Doch Zwickau-Schlussmann Hiemann reagierte herausragend, tauchte blitzschnell ab und lenkte den Ball mit einer Hand gerade noch um den Pfosten. Es war die Szene des Spiels, die letztlich den knappen Erfolg der Hausherren sicherte.
In den hektischen Schlussminuten versuchten die Gäste noch einmal alles, wurden jedoch nicht mehr zwingend genug. Zwickau verteidigte mit Leidenschaft und zog sich weit zurück. Zwar kamen die Berliner noch zu einigen Standardsituationen, doch die Abwehr um Senkbeil und Somnitz zeigte sich standhaft.
Dennoch hatte der FSV in der Nachspielzeit noch eine brenzlige Situation zu überstehen, als Schiedsrichter Ostrin nach einem taktischen Foul von Albert kurz mit der Hand zur Hosentasche griff, dann jedoch darauf verzichtete, dem Torschützen die zweite Gelbe Karte zu zeigen. Stattdessen sah der eingewechselte Eixler kurz darauf Gelb, nachdem er einen Berliner Angreifer blockiert hatte.
Mit dem Schlusspfiff war die Erleichterung bei den Zwickauern greifbar. Trotz einer dominanten ersten Halbzeit wurde es am Ende knapper als notwendig. Doch das Team von Trainer Schmitt behielt die Nerven und baute seine beeindruckende Heimbilanz weiter aus. Mit dem neunten Sieg im eigenen Stadion klettert der FSV zumindest vorübergehend auf Platz vier und bleibt ein ernstzunehmender Kandidat für das obere Tabellendrittel. Viktoria Berlin dagegen verpasst es erneut, sich im Tabellenkeller Luft zu verschaffen und muss dringend eine Trendwende herbeiführen, um nicht weiter in den Abstiegsstrudel zu geraten.