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In einer Begegnung, die für beide Seiten vor entscheidenden Weichenstellungen stand, triumphierte am Ende der FC Viktoria Berlin mit 2:0 über den VFC Plauen. Was sich zunächst als umkämpfte und taktisch geprägte Auseinandersetzung darstellte, mündete in einem verdienten Erfolg der Hauptstädter, die vor allem nach dem Seitenwechsel ihre Dominanz in Effizienz ummünzten.
Der VFC hingegen musste auch unter dem neuen Trainer Sedat Gören erkennen, dass fußballerisches Wollen nicht automatisch in zählbaren Erfolg umschlägt. Zwei Tore binnen acht Minuten entschieden die Partie und ließen den Tabellenletzten aus Plauen erneut ohne Punktgewinn zurück. Ein spürbarer Impulswechsel blieb aus, und so droht dem VFC die Regionalliga Nordost zunehmend zu entgleiten.
Bereits die ersten Minuten ließen erahnen, dass sich auf dem Rasen des Stadions an der Friedrich-Ebert-Anlage kein fußballerisches Feuerwerk, sondern ein Kampfspiel mit vielen Unterbrechungen und robust geführten Zweikämpfen entwickeln würde. Viktoria Berlin begann feldüberlegen, verpasste es jedoch, aus der optischen Dominanz zwingende Chancen zu kreieren. Der VFC Plauen hatte sich gut eingestellt, agierte kompakt und ließ die Berliner Offensivakteure immer wieder an der letzten Linie abprallen. Erste Annäherungen der Gastgeber durch Elekwa und Jones blieben ebenso ungefährlich wie Distanzversuche von Sylla und Küc, die entweder das Ziel verfehlten oder in den sicheren Armen von VFC-Schlussmann Pieles landeten.
Die Gäste aus dem Vogtland, sichtlich gewillt, dem neuen Trainer Gören ein kämpferisches Gesicht zu zeigen, suchten ihr Heil in schnellen Umschaltmomenten. Heinrich und Limmer versuchten mit Distanzschüssen Akzente zu setzen, doch auch Karika im Berliner Tor blieb fehlerfrei. Mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich das Geschehen jedoch zusehends in die Hälfte der Gäste. Viktoria intensivierte den Druck, erhöhte die Ballbesitzphasen und spielte geduldig, wenngleich es vor der Pause bei Versuchen blieb. Die beste Gelegenheit bot sich Jones, der in der 30. Minute aus spitzem Winkel scheiterte. So ging es torlos in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel nahm das Geschehen an Fahrt auf. Der FC Viktoria Berlin kam zielstrebiger aus der Pause, erhöhte Tempo und Präzision. Die Folge ließ nicht lange auf sich warten. In der 55. Minute nutzte Damelang eine Unachtsamkeit auf der rechten Abwehrseite des VFC. Mit einem energischen Antritt ließ er zwei Verteidiger stehen und schob aus spitzem Winkel ins lange Eck ein – das überfällige 1:0. Die Berliner rochen Blut und blieben am Drücker. Nur acht Minuten später fiel die Vorentscheidung: Enes Küc bekam den Ball im Strafraum, ließ mit einer schnellen Körpertäuschung seinen Gegenspieler aussteigen und schlenzte das Leder präzise in das lange Eck – 2:0 (63.).
Von diesem Doppelschlag erholte sich der VFC Plauen nicht mehr. Zwar wechselte Gören mit Heller, Kämpfer und später Will frische Kräfte ein, doch das Offensivspiel blieb harmlos und ideenlos. Die Passgenauigkeit im Spielaufbau ließ zu wünschen übrig, und immer wieder unterbanden die Berliner frühzeitig die zaghaften Angriffsversuche. Selbst als Moritz Berg in der 87. Minute nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz musste, vermochten es die Vogtländer nicht, ernsthafte Gefahr zu erzeugen. Im Gegenteil: Berlin blieb weiterhin die aktivere Mannschaft, hätte durch Mohamed sogar noch das dritte Tor erzielt, wenn nicht die Abseitsfahne des Schiedsrichters zu Recht den Treffer aberkannt hätte.
Die Schlussminuten gehörten einem Viktoria-Team, das kontrolliert und abgeklärt den Vorsprung verwaltete. Plauen hingegen wirkte zunehmend ratlos, ließ in den entscheidenden Momenten die nötige Überzeugung vermissen und präsentierte sich trotz anständigen Engagements als zu limitiert, um eine robuste und spielstarke Mannschaft wie Viktoria ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.