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Der Chemnitzer FC hat nach dem Auftaktsieg gegen Greifswald seine erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Beim 1:2 in Luckenwalde fehlte es der Mannschaft von Benjamin Duda an Durchschlagskraft und Klarheit im letzten Drittel.
Die Gastgeber hingegen präsentierten sich abgezockt, profitierten von einem Eigentor der Gäste und schlugen im richtigen Moment zu – so sicherte Verteidiger Bachmann per Abstauber in der 78. Minute den verdienten Heimsieg für eine disziplinierte und mutige Luckenwalder Mannschaft.
Beide Teams starteten bei sommerlichen Temperaturen engagiert in die Partie. Chemnitz übernahm früh die Spielkontrolle und suchte mit Pistol und Bozic über die rechte Seite den Weg in die Spitze. Bereits nach sechs Minuten hatte Tobias Müller per Kopfball nach einer Ecke die große Chance zur Führung, doch Luckenwalde rettete auf der Linie. Kurz darauf setzte Bozic einen Abschluss über das Tor. Luckenwalde brauchte etwas, um in die Partie zu finden, zeigte sich dann aber durch Maciejewski (17., 18.) und Jannene (26.) erstmals gefährlich – der Spielverlauf wurde offener.
Den Führungstreffer markierte dann Jannene selbst: Nach einem Abschluss im Strafraum ließ CFC-Keeper Adamczyk den Ball prallen, und der Innenverteidiger staubte eiskalt zum 1:0 ab (34.). Die Freude währte jedoch nur kurz: Der CFC erhöhte die Schlagzahl, nutzte einen guten Angriff über Pistol, dessen Hereingabe über Baumgart schließlich bei Merke landete, der unglücklich ins eigene Netz traf (41.). Das 1:1 zur Pause war leistungsgerecht – Chemnitz hatte mehr Spielanteile, Luckenwalde agierte effizient.
In der zweiten Hälfte änderte sich das Bild kaum. Der CFC suchte nach Struktur, doch die Gastgeber hielten mit hohem Laufaufwand dagegen. Palmowski im FSV-Tor parierte stark gegen Alberico (49.) und lenkte eine Schussflanke von Bozic knapp am Pfosten vorbei (51.). Auch Damer (70.) und Bochmann (66.) ließen in aussichtsreicher Position die nötige Konsequenz vermissen. Die Gäste erhöhten den Druck, doch Luckenwalde verteidigte clever und setzte Nadelstiche.
Die Entscheidung fiel in einer Phase, in der Chemnitz die Partie eigentlich im Griff zu haben schien. Nach einem schnellen Vorstoß über rechts war es Bachmann, der im Zentrum schneller reagierte als CFC-Keeper Adamczyk und aus kurzer Distanz zum 2:1 traf (78.). Danach verteidigte Luckenwalde leidenschaftlich, blockte mehrere Angriffsversuche ab und ließ auch in fünf Minuten Nachspielzeit keine zwingende Chance mehr zu.
Trainer Michael Braune durfte sich über den ersten Saisonsieg freuen, der durch eine geschlossene Mannschaftsleistung verdient war. Beim CFC dagegen haderte man erneut mit der Effizienz im Angriff – und offenbarte im zweiten Spiel bereits ein Muster, das auch schon gegen Greifswald sichtbar war: viel Aufwand, wenig Ertrag.