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Mit einer eindrucksvollen Vorstellung hat der Hallesche FC im dritten Saisonspiel die Tabellenführung der Regionalliga Nordost übernommen. Gegen chancenlose Gäste aus Zehlendorf feierte das Team von Robert Schröder einen 5:1-Kantersieg, bei dem Doppeltorschütze Jonas Stierlin den Grundstein legte.
Für Schröder war es ein besonderes Duell – der 37-Jährige traf auf seinen Ex-Verein, den er einst in die Regionalliga geführt hatte.
Vor 6.000 Zuschauern im Leuna-Chemie-Stadion übernahmen die Gastgeber sofort das Kommando. Damelang, Fakhro und Polat setzten die Berliner Defensive früh unter Druck. Die erste zwingende Möglichkeit bot sich nach zwölf Minuten, als Fakhro per Kopf an Keeper Dedidis scheiterte. Drei Minuten später war der Bann gebrochen: Nach einer unübersichtlichen Strafraumszene drückte Stierlin den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie (15.). Halle blieb drückend überlegen, Zehlendorf konnte sich nur selten befreien.
Kurz vor der Pause legte der HFC nach. Nach zwei aufeinanderfolgenden Ecken stieg Stierlin am höchsten und köpfte zu seinem zweiten Treffer ein (43.). Mit der 2:0-Führung im Rücken ging es in die Kabinen – ein Zwischenstand, der dem Spielverlauf vollauf entsprach.
Nach Wiederanpfiff drängte Halle auf die Vorentscheidung. Damelang wurde in der 59. Minute im Strafraum zu Fall gebracht, Schiedsrichter Wartmann entschied auf Elfmeter. Fakhro verwandelte sicher zum 3:0 (60.). Die Gastgeber schalteten nun etwas zurück, was Zehlendorf prompt nutzte: Keskin tauchte frei vor Müller auf und überlupfte den HFC-Keeper zum 3:1 (69.) – das erste Gegentor der Hallenser in dieser Saison.
Die Antwort ließ jedoch keine zwei Minuten auf sich warten. Ein grober Abwehrfehler der Gäste leitete das 4:1 ein: Lorenz, frisch eingewechselt, musste aus fünf Metern nur noch einschieben (71.). Spätestens jetzt war der Widerstand der Berliner gebrochen. Halle kontrollierte das Geschehen nach Belieben und ließ Ball und Gegner laufen. Den Schlusspunkt setzte Damelang in der 87. Minute, als er von rechts ins lange Eck traf – ob gewollt oder als verunglückte Flanke, spielte keine Rolle mehr.
Neben der makellosen Punktausbeute beeindruckte vor allem die offensive Variabilität des HFC. Schröders Elf kombinierte zielstrebig, variierte das Tempo und zeigte auch bei Standards ihre Gefährlichkeit. Zehlendorf hingegen wartet nach drei Spieltagen weiter auf den ersten Punkt und muss sich insbesondere in der Defensive deutlich steigern, um nicht früh den Anschluss zu verlieren.
Für Halle bedeutet dieser Erfolg nicht nur die vorläufige Tabellenführung, sondern auch Selbstvertrauen vor den kommenden Aufgaben. Der Ex-Klub des Trainers dürfte die Heimfahrt nach Berlin hingegen mit reichlich Redebedarf antreten.